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Registerstreifenlochmaschine.
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Lochen von Registerstreifen, die zum Antrieb von Maschinen zum Giessen und Setzen von Lettern dienen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf solche Maschinen, bei denen irgendein Schriftzeichensymbol im Rsgisterstreifen beliebig oft hintereinander wiederholt werden kann (österr. Patent Nr. 83155), ohne dass der Setzer genötigt wäre, die zugehörige Taste ebensooft anzuschlagen. Die Erfindung bezieht sich dabei auf den besonderen Fall, dass eine Mehrzahl von Stanzwerken durch ein einziges Tastenwerk gesteuert werden soll (österr. Patent Nr. 38675 und Nr. 55113), sei es zu dem Zweck, denselben Satz gleichzeitig in mehreren Exemplaren zu lochen, sei es, denselben
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Die bisher bekannten Wiederholungswerke sind aber nicht ohne weiteres für die angegebene Aufgabe übertragbar ; denn wenn derselbe Satz in verschiedenen Grössen oder in verschiedenen Formaten von den verschiedenen Stanzwerken-dargestellt werden soll, kommt es vor, dass der eine Satz Wiederholungen verlangt, wenn beispielsweise ein Zeilenrest mit Ausschlussstücken ausgefüllt werden soll, während im andern infolge der verschiedenen Anordnung der Zeilen der entsprechende Absatz ein anderes Mass, hat.
Die Stanzwerke der bereits im Gebrauch befindlichen derartigen Mehrfach-Registerstreifenloch- maschinen sind mit Sperrvorrichtungen versehen, die durch eine Umschaltvorrichtung vom gemeinsamen Tastenbrett aus gesteuert werden können, derart, dass der Setzer nach Bedarf jedes einzelne Stanzwerk ausser Tätigkeit setzt, oder auch beide Stanzwerke betreiben kann. Die Erfindung macht von einem Tastenwerk mit einem Wiederholungswerk bekannter Bauart Gebrauch und löst die Aufgabe, die Sperrvorrichtung derart auszubilden, dass sie die Wirkung des Wiederholungswerkes auf das jeweils gesperrte Stanzwerk ausschliesst.
Bei den bekannten Maschinen wird das erforderliche Gleichmass der Arbeitsgänge des Wiederholungswerkes mit dem Papierschaltwerk des betreffenden Stanzwerkes, das ein Schriftzeichen wieder- holen soll, dadurch erhalten, dass das Betriebsmittel (Druckluft, elektrischer Strom od. dgl. ) vom Papier- schaltwerk abgezweigt und dem Wiederholungswerk zugeführt wird. Die Erfindung besteht darin, dass in sämtlichen Betriebsmittelleitungen, welche die Papierschaltwerke mit dem Wiederholungswerk verbinden, eine Umschaltvorrichtung eingeschaltet ist, die derart von der Sperrvorrichtung abhängig ist, dass sie die Betriebsmittelzufuhr vom Papierschaltwerk desjenigen Stanzwerks zum Wiederholungswerk selbsttätig abschliesst, welches gesperrt worden ist.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch eine Lochmaschine bekannter Bauart, u. zw. ist ein Stanzwerk über einem Tastenwerk angeordnet dargestellt, wobei aber zu verstehen ist, dass für den vorliegenden Fall mehrere Stanzwerke in Betracht kommen, die nebeneinander angeordnet, etwa rechts und links von dem Tastenwerk aufgebaut zu denken sind. Fig. 2 ist ein Druckluftverteilungsschema, welches die Wirkungsweise der Einrichtung nach der Erfindung veranschaulicht. Fig. 3 ist eine vergrösserte schematische Darstellung des Sperrwerks, das den Gegenstand der Erfindung bildet. Fig. 4 ist ein Längendurchschnitt durch das Sperrventil, welches die Druekluftzuführung von den Papierschaltwerken zu dem Wiederholungswerk regelt.
In Fig. 2 stellen B und Bx die beiden Stanzwerke dar, die von einem gemeinsamen Tastenwerk C gesteuert werden. Zu jedem Stanzwerk gehört ein Messwerk, das die Zeilenausschliessung regelt und mit einem Antriebszylinder 8, einem Zurückführungszylinder 7 und einem Antriebszylinder 6 für die Tabellentrommel versehen ist, die den Ausschliessungsbetrag anzeigt. Bei den bekannten Maschinen, bei denen
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in der andern das andereStanzwerk gesperrt, so dass das gesamte Maschinenaggregat sieh verhält wie eine einfache Lochmaschine mit einem einzigen Stanzwerk. In der Mittelstellung steuert das gemeinsame Tastenwerk beide Stanzwerke gleichzeitig.
Soweit die Einrichtung der gesamten Maschine für das Verständnis der gegenwärtigen Erfindung in Betracht kommt, ist sie in Fig. 1 einzeln dargestellt. In Fig. 1 ist 180 eine von den Schriftzeichentasten und 15 die Wiederholungstaste (s. auch Fig. 2). Durch den Anschlag der Tasten werden Schubstangen 16 längsverschoben und durch Vermittlung von schwenkbar gelagerten Bügeln 175 wird die Längsverschiebung in bekannter Weise auf bekannte Schubstangen 17. 3 übertragen. Die Schubstangen 173 wirken auf die
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sei, sind die Verbindungsleitungen zwischen diesen Ventilen und den Stanzwerken bei 25 (Fig. 2) verzweigt. Der Anschlag einer Schriftzeichentaste 180 des gemeinsamen Tastenbrettes hat also die Lochung desselben Zeichens in beiden Stanzwerken zur Folge.
Um die selbsttätige Wiederholung einzelner Schriftzeichen zu ermöglichen, sind die Schubstangen17.) zweiteilig ausgeführt und beide Teile sind durch Federn 26 (Fig. 1) kraftschlüssig miteinander verkuppelt.
Die Taste 180 wirkt auf den einen Teil und der andere auf das Ventil 170, so dass die Möglichkeit erhalten wird, durch Überwindung des Zuges der Feder 26 das Ventil 170 in seine Ruhestellung zurückzuführen. obgleich die zugehörige Taste niedergedrückt bleibt.
Das Wiederholungswerk selbst besteht in ebenfalls bekannter Weise aus einem Zylinderpaar 27, dessen Kolbenstangen von entgegengesetzten Seiten an einem Arm eines als Winkelhebel ausgebildeten Rahmens 28 angreifen, der bei 29 am Maschinengestell gelagert ist. Ein zweiter Arm.'10 des Rahmens 28
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und damit das zugehörige Ventil 170 periodisch in seine Ruhestellung zurückführt, wenn der Rahmen 28 durch die Zylinder 27 hin und her geschwenkt wird. Um diese Pendelbewegung des Rahmens 28 im
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versehen, der durch eine Klinke 32 in seiner Ruhestellung festgehalten wird. Ein Arm 33 verlängert die. Klinke') 2 über ihren Drehpunkt hinaus und ragt bis in die Bahn eines Rahmens. 34 am vorderen Ende der Schubstange 16.
Durch Niederdrücken der Wiederholungstaste 15 wird die Stange 16 mit dem Rahmen 34 vorgeschoben und schwenkt den Arm 33 der Sperrklinke, so dass das Wiederholungswerk freigegeben wird. Wird die Taste 15 wieder losgelassen, so wird die Klinke 34 durch eine zugehörige Feder wieder in ihre Eingriffstellung zurückgezogen und sperrt das Wiederholungswerk 27. Die beiden Zylinder 27 des Wiederholungswerks sind vorzugsweise in dauernd offener Verbindung mit den Antriebs-
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werden, so dass die periodische Umschaltung des Stanzventils 170 im Gleichmass mit der Fortschaltung des Papierstreifens vor sich geht.
Die Stanzen 1 werden in bekannter Weise von entsprechenden Druekluftzylindern aus durch Vermittlung eines Hebelwerks angetrieben. Bei dem Vorschub irgendeiner Stanze 1 wird stets zugleich ein Rahmen V geschwenkt, der zum Zurückführen der Stanze in ihre Ruhestellung dient. Die Sperrzylinder 19 und 19x wirken auf Sperrklinken.'15 derart, dass sie die Klinken in die Sperrstellung über den Rahmen
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ist im besonderen der Zweck der vorliegenden Erfindung.
Zu diesem Zwecke ist in den Leitungen 36, welche die Wiederholungszylinder 27 speisen, ein besonderes Steuer- bzw. Sperrventil 37 eingeschaltet, welchcs durch das Umschaltventil A oder dieselbe Taste 14 umgeschaltet wird, die den Sperrzylinder 19 oder 19x steuert. Ein Längsschnitt des Ventils. 37 ist in Fig. 4 dargestellt. Es besteht aus einem zylindrischen Schieber. 38, der unter dem Einfluss der Druckluft, die dem einen oder dem andern Ende des Schiebelkastens zugeführt wird, in die eine oder andern seiner Endstellungen verschoben wird.
Die Betriebsluft zum Umschalten des Ventils wird durch Leitungen 41 dem Sehieberkasten zugeführt, die durch den Umschalterhahn IL gesperrt und geöffnet werden und diesen gleichzeitig mit den Sp ; : rrzylindern 19 und 19x verbinden (s. Fig. 1 und 3). Die Zylinder 137 und 138 der beiden Papierschaltwerke sind durch Leitungen. 39 und 40 und die Wieder-
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holungszylinder 27 durch Leitungen 36 mit den Sperrventil 3'7 verbunden.
Der Schieber 38 ist so eingerichtet, dass er in den in Fig. 1 und 4 gezeichneten Endstellungen die Leitungen. 36 mit den Leitungen 39 verbindet, die zu den Papiersehaltwerk des Stanzwerks B führen und in den anderen Endstellungen mit den Leitungen 40, die zum Papiersehaltwerk des Stanzwerks Bx führen und gleichzeitig in jedem Fall die andere Verbindung sperrt. Wenn das Umschaltventil A in seiner punktiert angedeuteten Mittelstellung steht, so dass beide St'1nzwerke gleichzeitig von dem gemeinsamen Tastenwerk gesteuert werden,
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auf beide Stanzwerke wirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Registerstreifenlochmaschine, bei welcher eine Mehrzahl von Stanzwerken (B, Bx) von einem gemeinsamen Tastenwerk (0) aus gesteuert werden und bei welcher jedes Stanzwerk mit einer gleichfalls vom gemeinsamen Tastenwerk aus gesteuerten Sperrvorrichtung (19, 19x) und das Tastenwerk mit einen Wiederholungswerk (2'7) versehen ist, welches das erforderliche Betriebsmittel den Papierschalt- werken (137, 138) der Stanzwerke entnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass in die Betriebsmittel leitungen zwischen dem Wiederholungswerk (2'7) und den Papierschaltwerken (137, 138) eine von der Sperrvorrichtung (19, 19x) für die Stanzwerke gesteuerte Umschaltvorrichtung (37) eingeschaltet ist,
welche die Betriebsmittelzufuhr des Wiederholungswerks von den Papierschaltwerken derjenigen Stanzwerke selbsttätig abschliesst, die gesperrt werden.