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Selbstinduktionsspulenpaar zur Belastung von Fernsprechviererleitungen.
In dem D. R. P. Nr. 329481 ist ein Selbstinduktionsspulenpaar beschrieben, dessen je in eine der beiden Stammleitungen des Adervierers geschalteten Spulen sich mit ungleichnamigen, durch die Ströme in der Duplexleitung entstehenden Polen gegenüberstehen, wobei die Pole durch Stege aus magnetisierbarem Material verbunden sind. Ein solches Spulenpaar belastet gleichzeitig die 2 Stammleitungen und die aus diesen gebildete Duplexleitung des Vierers mit Selbstinduktion. Jede der beiden Spulen liefert die für die Stammleitung, in die sie geschaltet ist, erforderliche Selbstinduktion. Die Selbstinduktion für die Duplexleitung entsteht durch ein durch die Ströme der Duplexleitung erzeugtes magnetisches Feld, das über die verbindenden Stege beide Spulen gemeinsam durchsetzt.
Damit die Duplexleitung die gleiche spezifische Dämpfung wie die beiden Stammleitungen bekommt, muss bekanntlich die Duplexselbstinduktion in einem bestimmten Verhältnis zur Stammleitungsselbstinduktion des Spulenpaares stehen, das im wesentlichen durch das Verhältnis der Kapazität der Stammleitung zur Kapazität der Duplexleitung gegeben ist. Das Spulenpaar muss daher so gebaut sein, dasses zu einem gegebenen Wert von L der Stammspulen einen ganz bestimmten Wert von L'des Spulenpaares in Duplexschaltung liefert.
Nach dem bisherigen Stand der Technik wurde zu diesem Zweck durch die Dimensionierung der zwischen die beiden Spulen gelegten magnetisierbaren Stege die Stärke des Duplexfeldes entsprechend zu beeinflussen gesucht. Es hat sich aber gezeigt, dass es auf diese Weise nur gelingt, einen gewissen Maximalwert für die Duplexselbstinduktion zu erreichen, der in der Mehrzahl der Fälle für den bei gleicher spezifischer Dämpfung erforderlichen Wert der Duplexselbstinduktion nicht ausreicht.
Nach der Erfindung wird durch eine besondere Anordnung der Spulenwicklung unter Beibehaltung des sonstigen bekannten Aufbaues des Spulenpaares eine Veränderbarkeit der Duplexselbstinduktion in genügendem Umfange erreicht.
Fig. 1 stellt die bisherige Bewicklungsart der einzelnen Spule dar. Jeder Zweig der Stammleitung a, b ist hiebei mit. Windungen um je eine Hälfte des Spulenkernes gewickelt. Der Windungssinn ist ein solcher, dass bei den durch einfache Pfeile angegebenen Stromrichtungen in der Stammleitung der Spulenkern, wie bekannt, pollos magnetisiert wird. Bei den durch Doppelpfeile gezeigten Stromrichtungen in der Duplexleitung'entstehen dagegen die Pole n und s, so dass das Duplexfeld in beiden Spulenhälften gleichgerichtet von Pol zu Pol fliesst.
Werden nun nach der Erfindung auf jeder der beiden Stammspulen die Wicklungsenden a'und b'
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zu ihrem ursprünglichen Windungssinn gewickelt, so wird zunächst die Selbstinduktion L für die Stammleitungen durch die Windungszahl N-n bestimmt, weil, wie die Strompfeile der für den Fall der Stamm- Mtungen gezeichneten Fig. 2 zeigen, die durch Striehelung angedeuteten Windungen-Gegenwindungen zu den Windungen derjenigen Spulenhälfte bilden, auf die sie gewickelt sind. Für die Selbstinduktion L der Duplexleitung ist dagegen die Windungszahl N + n bestimmend, denn dadurch, dass in der Duplex
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Betrag erhöht.
Dieser Zuwachs ist aber, da er in den in Betracht kommenden Fällen nur etwa y bis i/o der Windungszahl N beträgt, praktisch bedeutungslos.
Es empfiehlt sich, die Zusatzwindungen n nur auf den mittleren Teil jeder Spulenhälfte zu wickeln, da sie hier das gesamte Duplexfeld mit allen Streminien umfassen und daher hier am besten wirksam werden.