AT112888B - Telegraphenanlage mit Doppelleitungen, die längs elektrischer Bahnen verlegt sind. - Google Patents
Telegraphenanlage mit Doppelleitungen, die längs elektrischer Bahnen verlegt sind.Info
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Description
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1'elegraphenalllage mit Doppelleitungen, die längs elektrischer Bahnen verlegt sind.
EMI1.1
Stromschiene od. dgl. verlaufenden Telegraphenleitung induzierte.
Die Schaltung einer solchen Doppelleitungsanlage zeigt Fig. 2. Die Linienrelais oder Morsemagnetspulen sind in Reihe geschaltet, u. zw. derart, dass die eine Wicklung in den a-Zweig, die andere in den b-Zweig der Doppelader gelegt ist. Die Taster sind als Doppeltaster ausgebildet, so dass gleichzeitig der a-und b-Zweig geöffnet und geschlossen wird. Desgleichen sind die Batterien auf beide Leitungszweige verteilt. In dieser Schaltung mit auf beide Zweige verteilten Relais- oder Morsespulenhälften legte man naturgemäss hauptsächlich Gewicht auf die Symmetrierung der Spulenhälften, die man in bezug auf Selbstinduktion durch verschiedene Wicklungsanordnungengenau gleich zu machen s' ; chte.
Trotzdem konnte vielfach beobachtet werden, dass die Relais der Telegraphenanlage, hauptsächlich in der Mitte eines längeren Leitungsabschnittes ohne erkennbare äussere Ursache ansprachen, d. h. im Rhythmus des Bahnbetriebswechselstromes oder einer Harmonischen davon zu schwirren anfingen.
Aus der Erkenntnis heraus, dass diese Störungen auf die durch die Verschiedenheit der elektrischen Konstanten der Kabeladern verursachten Ausgleichsströme zurückzuführen sind, werden nun gemäss der Erfindung die Kabeladern in bezug auf Kapazität gegen Erde, Selbs indukiton und Ohmschen Widerstand so weit abgeglichen, dass das Auftreten der Störströme verhindert oder auf einen unter der Empfindlichkeitsschwelle der Apparate liegenden Wert reduziert wird. Folgende Betrachtungen sollen zeigen, in welcher Weise die Störströme entstehen können.
Nimmt man gemäss Fig. 3 an, dass eine 240 km lange Kabelleitung mit den Zweigen il und b auf
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werden, dass die im Beispiel besprochen Telegraphendoppelleitung bis auf -1% Eapazitätsver- schiedenheit abgeglichen wird, um ein Ansprechen der Relais zu vermeiden.
Von nicht so wesentlichem Einfluss ist die Verschiedenheit der Selbstinduk1 : ions- und der Ohmschen Widerstandswerte der Kabeladern, jedoch kann auch z. B. stark unterschiedlicher Querschnitt der Adern das Entstehen der Störströme begünstigen. Den geringsten Einfluss weist die Verschiedenheit der Selbstinduktion der Adern auf, die bis zu 100% betragen kann, ohne eine merkliche Wirkung auszuüben. Hier ist die sehr niedrige Frequenz der Störströme ausschlaggebend.
Das Hauptaugenmerk ist daher auf die Symmetrie in bezug auf die Erdkapazität zu legen. Die Abgleichung der Adern kann in sehr einfacher Weise dadurch erfolgen, dass z. B. die etwas zu niedrige Kapazität der einen Ader durch Anlegung eines Kondensators zwischen Erde und Ader von der Grösse der festgestellten Kapazitätsdifferenz erhöht wird. Die Abstände, in denen eine solche Abgleichung vorgenommen wird, können infolge der niedrigen Frequenzen (162/3 und eventuell die dritte Oberschwingung von 50 Perioden) ziemlich gross sein und im allgemeinen-mehrere Kilometer, z. B. 2-10 betragen. Es dürfte sich im allgemeinen empfehlen, eine Einheitsstrecke von 5 km zu wählen oder gegebenenfalls die Abgleichpunkte so zu verteilen, dass sie mit den Stationen entlang der Strecke zusammenfallen.
Es sind bereits Doppelleitungen in Telegraphenanlagen zum Schutze gegen Starkstromstörungen in der Weise mit Kondensatoren versehen worden, dass das Verhältnis der Kapazität zwischen Störleitung und Telegraphenleitung zur Kapazität zwi chen Telegraphenleitung und Erde durch Einschaltung von Kondensatoren zugunsten der Kapazität Leitung-Erde beeinflusst wurde. Hiebei blieben aber die
EMI2.1
ausbilden konnten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Telegraphenanlage mit Doppelleitungen, die längs elektrischer Bahnen verlegt und an mehreren Steller über Kondensatoren mit Erde verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass- die elektrischen Konstanten, insbesondere die Kapazitäten gegen Erde der zu einem Stromkreise gehörenden Leitungen bzw. Adern soweit abgeglichen sind, dass sich störende Differenzströme nicht bilden können.
Claims (1)
- 2. Einrichtung nach'Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erdkapazität durch Einschaltung einer Kapazität von der Grösse der Kapazitätsdifferenz zwischen die Leitung niedriger Kapazität und EMI2.2 denen die Abgleichungcn vorgenommen werden, in der Grössenanordnung von einigen Kilometern liegen.4. Einrichtung nach Anspruch 1 und folgende, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgleichspunkte auf die Stationen entlang der Strecke verteilt. sind. EMI2.3
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE112888X | 1926-04-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT112888B true AT112888B (de) | 1929-04-10 |
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ID=5653112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT112888D AT112888B (de) | 1926-04-27 | 1927-03-22 | Telegraphenanlage mit Doppelleitungen, die längs elektrischer Bahnen verlegt sind. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT112888B (de) |
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1927
- 1927-03-22 AT AT112888D patent/AT112888B/de active
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