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Fahrzeugrad.
Die Erfindung bezieht sich auf denjenigen Typ von Rädern, bei dem zwei konzentrische metallische Felgen vorgesehen sind, die durch Distanzierungsstücke in Abstand voneinander gehalten werden, wobei die innere Felge mit der Nabe verbunden ist und die äussere den Pneumatik oder sonstigen Reifen trägt, zum Zwecke, die natürliche Elastizität der beiden Felgen auszunutzen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass man die innere mit der äusseren Felge an drei gleich weit voneinander entfernten Stellen verbindet, wobei jede Verbindung in der Umfangsrichtung des Rades grössere Ausdehnung besitzt als in der Tiefe (d. h. dem radialen Abstand zwischen den beiden Felgen), so dass diese Verbindung die Antriebsdrehung auf die äussere Felge ohne unzweckmässige Beanspruchung der Verbindung zu übertragen vermag ; ferner kommt es darauf an, die Verbindungsfläche so starr wie möglich zu machen, um so jeden 120 umfassenden Bogen der äusseren Felge in Wirksamkeit zu halten, wodurch die Biegung, welche beim Auftreffen der äusseren Felge auf ein Hindernis hervorgerufen wird, auf ein Mindestmass beschränkt wird.
Gleichzeitig werden dadurch, dass man nur drei Befestigungs-oder Verbindungsstellen hat, die Bögen der äusseren Felge so lang wie möglich gemacht und es wird dadurch die Federwirkung dieser auf ein Höchstmass gebracht. Die innere Felge ist mit der Nabe mittels dreier starrer radialer Glieder verbunden, die sicher und versteift an der inneren Felge an Stellen befestigt sind, welche zwischen den drei Verbindungsstellen der inneren mit der äusseren Felge liegen, so dass diese Befestigungen die innere Felge gleichfalls in drei Felgenbögen teilen, wodurch ein Stoss, der von der äusseren auf die innere Felge übertragen wird, ein Mindestmass von Biegung verursacht, während gleichzeitig doch die Bögen der inneren Felge zum Zwecke der Erzielung des Höchstausmasses von Federwirkung so lang wie möglich gemacht sind.
Die drei radialen Verbindungen mit der Nabe werden zweckmässig von drei Bögen gebildet, deren Fuss von der inneren Felge entspringt ; dabei wird der Fuss jedes Bogens durch den Fuss eines benachbarten Bogens gestützt. Der Scheitel jedes Bogens bildet die Stelle seiner Verbindung mit der mittleren Nabe.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist durch die Zeichnung veranschaulicht und besteht aus einem Rad, bei welchem die drei Träger des Radkranzes als Klemmen oder Sehliessbänder
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der Mittelteil aus Metallblechstanz-oder-pressstücken mit einer Dreiheit symmetrischer Bögen gebildet wird, die in gleichen Abständen auf dem Zwischenring gestützt sind und in dauernd starrer Verbindung mit diesem sich befinden. In dieser Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des ganzen Rades, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt, während die Fig. 3 und 4 in grösserem Massstabe entsprechende Schnitte nach den Linien a : bzw. x2 der Fig. 1 sind.
Das dargestellte Rad besitzt einen Mittelteil a, einen lösbaren Radkranz c zum Tragen eines Pneumatikreifens und einen Zwischenring b (vorzugsweise aus Stahl), an den der Mittelteil angelötet oder angeschweisst ist. Der gezeigte Mittelteil ist aus zwei konkaven Stahlpressstücken a3 und a4 (Fig. 2 und 3) hergestellt, die an ihren Kanten miteinander verlötet oder verschweisst sind zwecks Erzeugung eines hohlen Gebildes, welches eine symmetrische Dreiheit von Bögen enthält, deren Scheitel mit der Radnabe oder dem Achslager starr verbunden sind und deren Pfeiler mit der Innenfläche des Ringes b starr verbunden sind.
Die radialen Mittellinien der Pfeilerteile jenes Mittelteils haben eine Winkelentfemung von 1200 voneinander und ihre Ausbildung an derjenigen Stelle, wo sie mit dem Ring b verbunden sind, ist eine derartige, dass ihr Fuss a2 verbreitert ist und so Teile grösserer Ausdehnung konzentrisch zu dem Ring b gebildet werden, in solcher Weise, dass, wenn diese mit dem Ring b verlötet oder verschweisst
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werden, die Pfeilerteile unmittelbar und starr Sektoren bl, b2, b3 des Ringes b tragen, die von wesentlicher Umfangsausdehnung sind, obwohl sie sehr viel geringere Winkelabmessung besitzen als die mit ihnen abwechselnden Sektoren b4, b5, b6.
Diese Ausbildung sichert seitliche Starrheit und Stärke, lässt aber die Sektoren b4, b5, b6 frei, so dass sie unter der Wirkung von Stössen innerhalb der durch die natürliche Elastizität des Stahles und die angewandten Verbindungsmethoden gesteckten Grenzen federn oder nachgeben können. Der Radkranzteil c wird durch drei gleich weit voneinander entfernte Halter d auf dem Zwischenring getragen und mit diesem verbunden. Diese Halter d sind so angeordnet, dass sie mit den Mittelverbindungen a2 abwechseln.
Um zu erreichen, dass diese Halter die Last tragen, den Antrieb über- mitteln und seitlichen Beanspruchungen sowie Stössen die von der Fahrbahn und der Übertragung kommen, widerstehen, ohne gebeult oder verbogen zu werden und um gleichzeitig die Verbindungsstellen so starr wie möglich zu machen, sind diese Halter von grösserer Ausdehnung in der Umfangsrichtung als in der radialen Richtung ; d. h. während die Halter breit genug sind, um in angemessener Weise die Basis des Radkranzes zu stützen und ihre grössere Ausdehnung konzentrisch zum Radkranz e und dem Ring b besitzen, ist trotzdem diese Ausdehnung viel kleiner als diejenige der Sektoren cl, e2, c3, die zwischen jenen Haltern liegen und frei von jeder unmittelbaren Verbindung mit den Mittelteilen des Rades sind.
Bei dem gezeigten Rad sind die Halter d, welche eine Winkelentfernung von 1200 zwischen ihren Mittellinien besitzen, in der Form von Klammern oder Schellen (s. Fig. 4) ausgebildet, welche die Abnahme des Radkranzes und Reifens von den übrigen Teilen des Rades ermöglichen. Während vorgezogen wird, einen aus Metallblech hergestellten Mittelteil zu verwenden, wie dies durch die Zeichnung veranschaulicht ist, kann man auch ein Mittelstück irgendwelcher andern geeigneten Ausbildung benutzen. Beispielsweise kann man bogenförmige Speichenglieder so auf dem inneren Ring abstützen, dass man breiteSektoren dieses Ringes von jeder unmittelbaren Verbindung mit dem Speichengebilde frei lässt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrzeugrad mit zwei konzentrischen Ringen, deren äusserer als Radkranz zum Tragen des Pneumatikreifens dient, dadurch gekennzeichnet, dass von den beiden konzentrischen, aus federndem Metall bestehenden Ringen der äussere mit dem inneren durch drei in gleichem Abstand voneinander angeordnete Halter verbunden und der innere nur an drei zwischen jenen Verbindungsstellen gelegenen Stellen starr mit der Nabe verbunden ist, wobei die die beiden federnden Ringe verbindenden drei Halter von starren Körpern gebildet sind, die grössere Ausdehnung in der Umfangsrichtung als in radialer Richtung besitzen.