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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Leisten, Linien u. dgl. für Druckzwecke.
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Bolzen 24 (Fig. 1) versehen ist, der in eine entsprechende Bohrung im Formblatt greift. Die Stange 23 ist durch eine Federbüchse mit ihrem Antriebshebel 246 verbunden, der das Formblatt 6 vorschiebt und zurückzieht.
Am Rahmen der Maschine sind die beiden festen Anschlagleisten 25 und 26 angebracht, die in die Bahn einer Nase 27 an der Stange 23 und das hintere Ende des Formblattes selbst vorragen und den
Hub des Schiebers begrenzen. Die Leisten 25 und 26 sind mit Haken 28 versehen, auf die Lehrplatten 271 gehängt werden können, um die Hubbegrenzung nach Bedarf einzustellen. In Fig. 1 ist das Formblatt 6 in seiner vorgeschobenen Stellung in ausgezogenen und in seiner zurückgezogenen Stellung in punktierten
Linien gezeichnet. Zu seiner Führung in der zurückgezogenen Stellung dient ein Block 30, der durch
Schrauben an der Unterseite des Seitenblocks festgespannt ist. Ein ähnlicher Führungsblock 31 ist an der Oberseite des Seitenblocks 5 mit Hilfe einer Verlängerung 32 und Schrauben 33 befestigt.
Er ist mit einem Schlitz 34 versehen, um dem Schieber 21 Platz zu machen.
Die Druckschraube 35 (Fig. 2) dreht sich unter Vermittlung eines Hebels 39 in einer Gewindehülse36, die durch einen viereckigen Kopf 37 festgehalten ist, und drückt sodann auf den Seitenbloek 5, um das zuletzt vorgeschobene Gussstück während des folgenden Gusses festzuspannen. Sobald der Guss voll- zogen ist und das vorletzte Gussstück aus der Form ausgestossen werden soll, wird die Schraube 35 wieder gelockert. Indem die Gussstücke a. us der Form ausgestossen werden, werden sie zwischen der schräg- gestellten Schneide 40 und der Seitenwange 41 einer Bremsvorrichtung durchgedrückt, wodurch das aus- gestossene Gussstück festgehalten und der Gussschwamm abgeschert wird, der in die dreikantige Nut an dem Seitenblock 5 ausgetreten und durch den Schieber 21 mitgenommen worden ist.
Anstatt dass der
Deckel 7 und die Spannplatte 8 getrennt ausgeführt sind, können sie auch, wie in Fig. 5 gezeichnet, aus einem Stüek 42 bestehen.
Um die Temperatur des eingespritzten Schriftgutes einerseits so niedrig zu halten, dass das letzte
Gussstück mit dem vorletzten nicht verschmilzt, und anderseits doch alle Ecken der Form gehörig aus- gefüllt werden, genügt es, dass die Düse der Letternmetallpumpe so gestellt wird, dass das einströmende
Schriftgut zunächst in der Form umherfliesst, bevor es mit dem Stirnende des vorhergehenden Gussstückes in Berührung kommt. Gleichzeitig werden die Wände der Form durch entsprechende Umlaufkanäle mit Wasser gekühlt.
Ist ein Guss vollzogen, so drückt der Hebel 246 durch Vermittlung der Stange 23 das Formblatt 6 vor. bis die Nase 27 gegen den Anschlag 26 stösst, wobei eine etwaige weitere Vorschubbewegung des Hebels 246 durch die Federbüchse zwischen der Stange 23 und dem Antriebshebel 246 aufgenommen wird. Das Formblatt 6 nimmt nun die in ausgezogenen Linien in Fig. 1 gezeichnete Stellung ein. Es wird nun zurückgezogen, bis sein hinteres Ende gegen den Anschlag 26 stösst, wobei eine weitere Hubbewegung des Antriebshebels 246 wieder durch die Federbüchse aufgenommen wird.
In diesem Zeitpunkt wird der Hebel 39 geschwenkt, zieht die Spannschraube 35 an, so dass der Seitenbloek 5 einwärts gedrückt wird und das teilweise ausgestossene Gussstück fest einspannt, worauf die Letternmetallpumpe in Tätigkeit tritt und flüssiges Metall in den durch den Rückgang des Formblattes 6 gebildeten Hohlraum spritzt, wobei das hintere Stirnende des zuletzt teilweise ausgestossenen Gussstückes die eine Wand der Form bildet.
Nachdem alsdann eine kurze Pause eingetreten ist, um dem eingespritzten Letternmetall Zeit zu geben,zu erhärten, wird der beschriebene Arbeitsgang wiederholt und so fort.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Durchschüssen, Leisten u. dgl. für Druckzweeke, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorher crzeugtes Gussstückso weit aus der Form geschoben wird, dass sein Ende den Giessraum entsprechend der gewünschten Länge abschliesst, worauf flüssiges Letternmetall mit dem bereits gegossenen und erstarrten Stück bei solcher Temperaturdifferenz in Berührung gebracht wird, dass ein Anschmelzen ausgeschlossen ist und so in der Form gebrauchsfähige Einzelstücke bestimmter Länge erzeugt werden.