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Reflexkamera mit Kippwechselvor'ichtung fiu'Dreifa, rben- und KomMnationsäufnhmcn.
Die Herstellung von Dreifarben-und Kombinationsaufnahmen war bisher sehr umständlich oder. wenn vereinfacht, an unhandlich und unförmige Apparate gebunden. Andorseits nutzen die bisherigen Spiegelreflexkameras den Raum unter dem Spiegel nicht aus und gibt das umständliche Plattenwechseln zu vielen Fehlresultaten Anlass. Auch die bisherigen Spiegelreflexkameras mit Wechselvorrichtungen verlangen vor jeder Aufnahme die Erteilung einer Vorspannung, welche Zeit beansprucht und Dreifarbenaufnahmen durch die hiebei kaum zu vermeidende Verrückung beeinträchtigt. Ausserdem gelang es bisher nur durch sehr komplizierte und raumbeanspruchende Konstruktionen, die Behinderung der Plattenwechslung durch den Spiegel zu'vermeiden.
Gemäss der Erfindung ist die vorliegende Kamera derart gebaut, dass durch das Auslösen des Objektivverschlusses zum Zwecke der Aufnahme erst die dem Lichte Eintritt gewährenden Öffnungen bei der Mattscheibe und beim Objektiv zwangsweise geschlossen werden, während das Wechseln der Platten nach der Aufnahme zwangsläufig durch das einfache Loslassen des Auslösers bewirkt wird und die Wiederholung der Aufnahme, sofern nicht eine neuerliche Einstellung durch den Spiegel gewünscht wird, keinerlei vorbereitende Tätigkeit erfordert.
Diese zwangsläufigen Verbindungen ergeben gegenüber den bisherigen Kameras eine Reihe wesentlicher Vorteile : Es kann durch die einfache, ersohütterungslose Handhabung des Auslösers allein die Aufnahme der Beschickung des Apparates mit Platten entsprechend beliebig oft wiederholt werden und sind daher Dreifarben-und Kombinationsaufnahmen in der denkbar kürzesten Zeit möglich. Es ergibt sich aber auch für die gewöbnlichen Aufnahmezwecke bei grösster Schlagfertigkeit eine bedeutende Vereinfachung, wie z. B. weitgehende Ersparnis an Gewicht-und Raumbedarf. Doppelbelichtungen von Platten sind unmöglich gemacht und kann der Aufnehmende seine ganze Aufmerksamkeit dem Objekte zuwenden.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung in Fig. 1 in einem Längsschnitt, in Fig. 2 in einer Seitenansicht bei abgenommener äusserer Seitenwand. In Fig. 3 ist in rückseitiger schematischer Ansicht eine Vorrichtung zur Auswechslung der Platten, in Fig. 4 in schematischer Ansicht eine Vorrichtung zum Öffnen und Schliessen des Objektivs dargestellt.
Ein durch eine Zugfeder 3 nach aufwärts gezogener Auslösehebel (Fig. 2) ist um eine Achse 8 drehbar zwischen den doppelten Seitenwänden der Kamera angeordnet und trägt zu seiner Auf-und Abwärtsbewegung einen nach aussen führenden Fortsatz 4 (Fig. 2). Ein rechtwinkliger Fortsatz 5 des Hebels 1 (Fig. 2) bildet mit seinem untern Ende eine Hemmung für einen Hebel 6, der mit einer Welle 7 (Fig. 1 und 2) starr verbunden ist. Bei 2 ist an dem Hebel 1 eine Zugstange 9 drehbar befestigt, deren oberes Ende an einen Hebel 10 (Fig. 2 und 3) angelenkt ist. 10 ist in einem Punkte 11 (Fig. 3) an eine Querleiste 12 (Fig. 1) der Kamera drehbar befestigt. Ausserdem besitzt der Hebel 10 nach unten zu zwei Nasen 13 und 14 (Fig. 3), welche abwechselnd an dem oberen Rande von Plattenrähmehen 15 (Fig. 1 und 3) angreifen.
Der Fortsatz 14 ist, wie in Fig. 1 ersichtlich, um eine Platten dicke gegen 18 nach rück- wärts versetzt. Wird der Auslösehebel 1 (Fig. 2) durch einen nach abwärts gerichteten Druck bei 4 gedreht, so wird die Zugstange 9 ebenfalls nach abwärts bewegt und infolgedessen der Hebel 10 in der Weise gedreht, dass der Fortsatz 13 gesenkt, der Fortsatz 14 gehoben wird. Hiedurch wird die Hemmung des vordersten, der durch eine Feder 16 (Fig. 1) belasteten Plattenrähmehen von der Nase 13 übernommen.
Beim Loslassen des Auslösers kehrt der Hebel 1 infolge der Zugfeder 3 wieder in seine alte Stellung zurück. Infolgedessen kehrt auch die Nase 13 in die in Fig. 3 gezeichnete Lage zurück und gestattet dadurch,
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das Kippen der vordersten Platte, während die nächstfolgende durch den etwas nach rückwärts versetzten Fortsatz 14 in dieser Stellung am Kippen gehindert wird. Durch neuerliche Betätigung des Auslösers wiederholt sich das Spiel im selben Sinne, so dass stets zwangsläufig nach der Aufnahme die Platte gewechselt wird. Über der Mattscheibe 18 (Fig. 1) ist ein Rollvorhang 17 derart angeordnet, dass an demselben befestigte Zugorgane 19 über die Rollen 20 zwischen den Seitenwänden der Kamera zu den festen Punkten 21 führen.
Die Hebel 6 (Fig. 1.) tragen am freien Ende je eine Rolle 22, welche bei ihrer Auflage auf die Zugorgane diese in der Weise spannen, dass der Rollvorhang von der Mattscheibe bei der unies Lage der Hebel 6 weggezogen wird. Ausserdem ist auf der Welle 7 (Fig. 2), auf welcher die Hebel 6 festsitzen, eine Kurbel 23 aufgekeilt, deren Kurbelzapfen von aussen drehbar ist und in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung auf einem zweiarmigen, in dem Punkte 24 drehbaren Hebel 25 (Fig. 2) nach unten drückt, welcher sonst durch die Federn 26 und 27 (Fig. 2) in einer Mittellage gehalten wird. Mit dem Ende 28 dieses Hebels ist eine Zugstange 29 drehbar verbunden, die an dem Mittelpunktende 30 (Fig. 4) einer Kreissekterförmigen Verschlussplatte 31 (Fig. 4) angelenkt ist.
Diese Verschlussplatte ist in dem Punkt 32 (Fig. 4) drehbar und kann durch eine Bewegung der Zugstange 29 in die Stellungen 31' und, 31" hinter dem Objektiv 33 verschwenkt werden. Wird zum Zwecke der Auslösung der Hebel 1 gedreht, so wird auch dessen Arm 5 von dem Ende des Hebels 6 wegbewegt. Dieser folgt alsdann der Zugfeder 34 und schwingt in die Lage 6' (Fig. 1). Dabei wird erst das Zugorgan des Rollvorhanges 17 (Fig. 1) zwischen den Punkten 20 und 21 entspannt und dadurch die Öffnung bei der Mattscheibe geschlossen.
Die Kurbel 23 bewegt sich ebenfalls nach oben und stellt sich infolge der Wirkung der Federn 26 und 27 (Fig. 2) das Versehlusshebelwerk 25,29 und 31 in eine Mittellage 31- (Fig. 4) ein, wobei das Objektiv geschlossen wird. Erst nachdem auf diese Weise das Innere der Kamera lichtdicht abgeschlossen worden ist, greift der Hebel 6 (Fig. 1) an dem Rande des darüber angeordnesen Spiegels 35 an und verschwenkt diesen in die Lage 35', wodurch der Strahlengang in der Kamera für die Aufnahme freigegeben ist.
Bei der durch die Auslösung bewirkten Drehung des Hebels 1 stösst das Ende 4 (Fig. 2) desselben aber schliesslich auch auf den Anschlag 36 des Hebels 25, wodurch dieser mitgenommen und im selben Sinne so weit gedreht
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des Verschlusses für die Dauer der Belastung des Auslösers eintritt. Beim Aufhören dieser Belastung kehrt infolge der Wirkung der Federn 26 und 27 (Fig. 2) der Verschlussmechanismus M, 29 und-M in die in Fig. 4 mit 31' bezeichnete Mittellage zurück, wodurch das Objektiv geschlossen wird. Die Filter für die Dreifarbenaufnahmen werden zweckmässig mit den Platten gleichzeisig in die Blechrähmchen 15 (Fig. 1) eingeschoben.