AT92914B - Verfahren zur Herstellung von kolloidal löslichen Stoffen und von Suspensionen bzw. Emulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kolloidal löslichen Stoffen und von Suspensionen bzw. Emulsionen.

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AT92914B
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Leon Dr Lilienfeld
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Leon Dr Lilienfeld
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   lolloidal   löslichen Stoffen und von Suspensionen bzw. Emulsionen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach dem   Stamm-   patente Nr. 89859, behufs Beseitigung von Verunreinigungen bzw. Reaktionsnebenprodukten aus den nach dem Verfahren des Stammpatentes hergestellten Produkten und beruht auf der Eigenschaft der wasserlöslichen Alkylderivate der Kohlehydrate   (CoHjo n, wie. Zellulose   Stärke, Dextrin od. dgl., in heissem Wasser unlöslich, in kaltem Wasser   löslich   zu sein. 
 EMI1.1 
 Substanz in Lösung oder Suspension oder Emulsion enthalten, so fällt bzw. koaguliert das Alkylderivat des Kohlehydrates und reisst die andere kolloide Substanz mit. Beim Erkalten geht überraschender Weise nicht nur das Alkylderivat des Kohlehydrats, sondern auch die   mitausgesehiedene,   andere kolloide Substanz wieder in Lösung bzw.

   Suspension oder Emulsion. Dieser Umstand bedingt einen wichtigen technischen Fortschritt des vorliegenden Verfahrens. Man ist nämlich in der Lage so vorzugehen, dass m an die kolloiden Lösungen bzw. Suspensionen oder Emulsionen, welche das wasserlösliche Alkylderivat der Zellulose oder Stärke, oder des Dextrins od. dgl. neben der andern kolloiden Substanz enthalten, erwärmt bzw. erhitzt und dass man dann das aus dem Alkylderivat des Kohlehydrats und der andern kolloiden Substanz bestehende Präzipitat bzw. Koagulat mit warmem oder heissem Wasser   auswäscht,   worauf man es   schliesslich   in kaltem Wasser (wozu das dem Niederschlage anhaftende Wasser verwendet oder mitverwendet werden kann) wieder löst oder trocknet. Diese Methode zur Beseitigung der   Verul1l'ein i-   gungen bzw.

   Reaktionsnebenprodukte, welche bei keinem anderen, bisher bekannten Schutzkolloid möglich ist, ist bedeutend wirksamer und einfacher als die bisher verwendeten Methoden, wie z. B. die weniger wirksame,   umständliche   und langwierige Dialyse u. dgl. 



   Die kolloiden Lösungen bzw. Suspensionen oder Emulsionen der kolloiden Substanzen kann man vor der Hitzekoagulation entweder in den wässerigen Lösungen der   wasserlöslichen   Alkylderivate der Kohlehydrate wie Zellulose oder Stärke oder Dextrin od. dgl. nach irgendeinem Verfahren (Reduktion.   elektrische Dispersion, Präzipitation, Aufeinanderwirken der Komponenten od. dgl. ) entstehen lassen   oder man kann sie schon fertig gelöst bzw. suspendiert (in Wasser allein oder einem andern Schutzkolloid) den wässerigen Lösungen der Alkylderivate der Kohlehydrate zusetzen. 



   Ausführungsbeispiel : Eine 3-bis 10% ige wässerige Lösung einer wasserlöslichen Äthyloder Methylzellulose oder Äthyl-oder Methylstärke wird mit einer Lösung von Goldchlorid oder von einem anderen löslichen Goldsalze vermischt und dann mit Hydrazinhydrat oder Hydroxylaminchlorhydrat oder einem andern geeigneten Reduktionsmittel in bekannter Weise behandelt. Nach vollzogener Reduktion wird die kolloide Goldlösung auf dem Wasserbad erhitzt, wobei nicht nur die Alkylzellulose bzw. Alkylstärke, sondern mit ihr auch das Gold ausfällt. Der Niederschlag bzw. das Koagulat wird z. B. auf einem Heisswassertrichter von der Mutterlauge getrennt und mit warmem oder heissem Wasser gründlich ausgewaschen.

   Der ausgewaschene Filterrückstand wird dann durch Abkühlen in Wasser gelöst (wozu das ihm anhaftende Wasser oder noch zugeführte weitere Wassermengen dienen können) oder getrocknet. Der Trocknung kann eine Vorbehandlung mit starkem Alkohol oder Alkohol und Äther vorangehen. 

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   Nach der im   Ausführungsbeispiele   beschriebenen Koagulationsmethode kann man kolloide Lösungen anderer Metalle oder Metalloide (wie Palladium, Platin, Iridium, Osmium, Silber, Quecksilber, Kupfer, Zinn, Schwefel, Selen, Tellur usw.) durch direkte oder, wenn nötig, über die respektiven Oxyde gehende Reduktion und auch kolloide Lösungen (Suspensionen, Emulsionen) von Metallverbindungen (Oxyde, Haloide, Karbonate u. dgl.) durch Aufeinanderwirkung der betreffenden Komponenten in wässerigen Lösungen der wasserlöslichen Alkylderivate der Kohlehydrate   (Co HIo 05) n   darstellen. Man kann die Koagulationsmethode auch zur Darstellung von kolloiden Lösungen (Emulsionen, Suspensionen) anderer anorganischer oder organischer Substanzen verwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach dem Stammpatent Nr. 89859, behufs Beseitigung von Verunreinigungen bzw. Reaktionsnebenprodukten aus den nach dem Verfahren dieses Patentes hergestellten Produkten, dadurch gekennzeichnet, dass man die nach dem Verfahren des Stammpatentes EMI2.1 welche eine andere kolloide Substanz in Lösung oder Suspension oder Emulsion enthalten, erhitzt und die hiebei entstandenen, das Alkylderivat des Kohlehydrats und die andere kolloide Substanz enthaltenden Niederschläge zweckmässig nach vorherigem Auswaschen mit warmem oder heissem Wasser löst oder trocknet.
AT92914D 1919-08-01 1920-12-21 Verfahren zur Herstellung von kolloidal löslichen Stoffen und von Suspensionen bzw. Emulsionen. AT92914B (de)

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