AT91133B - Verfahren zur Entasphaltierung und Entparaffinierung von Rohölen oder Rohölrückständen. - Google Patents

Verfahren zur Entasphaltierung und Entparaffinierung von Rohölen oder Rohölrückständen.

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AT91133B
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die Aufarbeitung der in der Natur vorkommenden   Mineralöle   geschieht bekanntlich bisher in der Regel in der Weise, dass man sie durch Destillieren in verschiedene Fraktionen zerlegt, die je nach dem Grade der in ihnen enthaltenen   Verunreinigun ! ! en   und dem beabsichtigten Verwendungszwecke mittels konzentrierter Schwefelsäure, Alkalien, Bleicherde u. dgl. mehr oder weniger   raiiinie]   t werden. 



   Die in den   Rohölen   enthaltenen festen Kohlenwasserstoffe werden durch den Destillationsvorgang in einen   knstallisierbaren   Zustand   übergefühlt   und ans den entsprechenden Fraktionen des Destillate 
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 wechselndem Erstarrungspunkte gewonnen und in bekannter Weise gereinigt. 



   Es wurde nun gefunden, dass der grösste Teil jener kohlenstoffreichen, wasserstollarmen. Sauerstoff und Schwefel enthaltenden Stoffe, die bei der bisherigen Arbeitsweise einen Hauptbestandteil der festen oder halbfesten   Blasenrückstände   bilden, oder die nach der Reinigung der Öle mit den bekannten Chemikalien sich in den   Reinigungsabfällen   vorfinden, schon durch eine Vorbehandlung der rohen Mineralöle 
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 Charakter der Asphaltene entfernt werden kann und dass infolge dieser Vorbehandlung nach Abkühlung des Öles auch die etwa im Rohöle vorhandenen Naturparaffine herausfallen und leicht abgetrennt werden können.

   Die auf solche Weise vor Beginn der bisher üblichen Verarbeitungsweise des Rohöles aus diesem entfernbaren festen Kohlenwasserstoffe   ähneln   im Hinblick auf ihr Aussehen und ihren   Asphaltgehalt   
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 wendet werden, die in der Mineralöltechnik   als #nicht stockend" oder #paraffinfre" bezeichnet   werden und ebenso zur Entasphaltierung und Entharzung von   Rückstandsölen,   seien sie nun stockende oder nicht stockende, wie sie nach der Abtreibung dei Leuchtöldestillate verbleiben. Nur   stark abgetriebene Rück-   standsöle von sehr hohem spezifischen Gewichte werden von der Behandlung zweckmässig durch Zumischen leichter Öle verdünnt, um das Herausfallen und Absetzen der koagulierten Ausscheidungen zu erleichtern.

   Das nach Abtrennung   der Asphaltkörper   und der Naturparaffine verbleibende Rohöl destillielt weit leichter und rascher als das unbehandelte Rohöl und gibt Destillate und   Rückstandsöle,   die sich naturgemäss mit einem weit geringeren Aufwande an Chemikalien reinigen lassen. 



   Infolge der durch diese Vorbehandlung erzielten Entfernung der pechbildenden Bestandteile des Rohöles (oder der   Rückstandsöle)   erhält man aus den schweren Destillaten oder aus den Rückstands- ölen wesentlich geeignetere und wertvollere Schmieröle. 



   Es ist bereits die Ansicht vertreten worden, dass die bisher allgemein geübte, in der Einleitung angedeutete, bekanntlich umständliche und kostspielige Art der Gewinnung des Paraffines aus den Destillaten   paraffinhältiger   Rohöle oder aus   paiaffinhältigen     Destillationsrückständen   der Erdöle in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht ganz ausserordentlich verbessert werden könnte, wenn es gelänge, das Paraffin aus den Rohölen bzw.

     Destinationsrückständen direkt abzuscheiden.   Es wurde die Vermutung ausgesprochen, dass es möglich sein könnte, das in den Ölen vorhandene Paraffin ohne vorhergegangene Destillation direkt als Naturparaffin zu gewinnen, wenn mildere Reaktionen gefunden werden könnten, um die asphalt-und harzartigen   Bestandteile, die Schmieren"zu   entfernen, die die Abscheidung   desNaturparaftines   verhindern. Das Ziel ist also bereits ins Auge gefasst worden,   seine Erreichung abei   wird als ein bisher ungelöstes Problem bezeichnet (Engler-Höfer, Bd. 3, S. 766).

   Hinsichtlich der Reinigung 

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 von Mineralölen unter   Zuhilfenahme von starken Salzlösungen   seien nachstehend die deutsche Patentschrift Nr. 175453 und die britische Patentschrift Nr.   28243/1904 besprochen   und die Unterschiede der in diesen Druckschriften niedergelegten Verfahren gegenüber der Erfindung dargelegt. Das D.   E.   P. 



    Nr.     175453   will dem Übelstande abhelfen, dass bei der Raffination von Mineralölen aller Art mittels 
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 vornimmt. Dieses Verfahren unterscheidet sich wesentlich von dem die Erfindung bildenden Verfahren zur Entasphaltierung und   Entparaffinierung   roher Erdöle oder Rückstände und dessen Durchführungweise mittels wässeriger Lösungen von Salzen oder Gemischen von Salzen und Säuren.

   Nach dem bri-   tischen Patente Nr. 28243/1904 werden undestillierte oder bereits   destillierte Mineralöle in fein verteilter Form durch eine gesättigte Salzlösung hindurchgedrückt, zu dem ausgesprochenen Zwecke, dass durch diese Vorbehandlung vorhandene Säuren neutralisiert und dass die   asphaltigen   Substanzen der Öle für die nachfolgende Oxydation mit Sauerstoff abgebenden Stoffen (Destillation bei Gegenwart eines besonderen   Manganpräparates) empfänglicher gemacht weiden sollen.   Diese Oxydation soll gestatten, bessere Öle sowohl für   Leucht-als auch für Schmierzwecke   zu erhalten.

   Die britische Patentschrift gibt zu, dass durch das Hindurchpressen der Mineralöle durch   die gesättigte Salzlösung   die asphalt-und harzartigen Anteile der Öle nicht entfernt werden können. Dieses Verfahren unterscheidet sich somit wesentlich von der Erfindung, das durch Koagulation mittels der in den Unterlagen genannten Reagenzien in der beschriebenen Weise und zum Zwecke der direkten Entparaffinierung die Entfernung jener konstitutionellen Anteile der rohen   Erdöle   vor deren Destillation erzielt, die als kolloidal gelöste Asphalt-und Harzkörper der rohen Erdöle bezeichnet werden. 



   Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Rohöle mit konzentrierten Lösungen saurer Salze oder Gemischen verschiedener Lösungen saurer Salze für sich allein oder unter Zusatz von Säuren, am besten solcher, die mit der Salzlösung ein gemeinschaftliches Ion haben, oder mit konzentrierten Lösungen normaler Salze und Gemischen solcher Salze unter Erwärmen innig gemischt und so lange Zeit in Emulsion erhalten werden, bis die mikroskopische Prüfung die Fällung der Asphaltene als feste Körper erkennen lässt. Nach dem Zerfall der Emulsion in der Wärme erscheinen die Ausscheidungen als pechartige oder dunkelfarbige, schwammige Körper in der Zwischenschichte und an den Gefässwandungen.

   Nach Abziehen der angegebenen Reagenzflüssigkeit, die wieder aufs neue verwendet wird, trennt man das   vorgereinigte Rohöl   von der erwähnten Ausscheidung und lässt es abkühlen. Dabei fallen die Naturparaffine als ozokeritartiger Körper aus und werden durch Filtration vom Öle getrennt. das nunmehr der Destillation und weiteren üblichen Verarbeitung zugeführt wird. 



   Beispiel : 100 leg Rohöl von Tustanowice werden mit etwa   30 leg   einer konzentrierten Magnesiumsulfatlösung unter Zusatz von soviel Schwefelsäure, dass neben der Bildung von saurem Sulfat noch über-   schlüssige   freie Säure verbunden ist, bei 80 bis 100  emulsioniert und solange in diesem Zustande erhalten, bis die mikroskopische Prüfung die   Fällung der   Asphaltene als feste Körper erkennen lässt. Das von der   Elektrolytlösung   und der Ausscheidung abgezogene Öl wird der Abkühlung überlassen und die in der Regel schon bei Tagestemperatur ausfallenden festen, amorphen Kohlenwasserstoffe durch Filtration 
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Claims (1)

  1. 650 C auf. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3 dadurch gekennzeichnet, dass man die mit konzentrierten normalen oder sauren Salzlösungen unter Zusatz von Säuren in der Wärme behandelten Kohlenwasserstoffe nach Abschleidung der Asphaltkörper abkühlt, wobei die Naturparaffine ausfallen.
AT91133D 1918-10-28 1918-10-28 Verfahren zur Entasphaltierung und Entparaffinierung von Rohölen oder Rohölrückständen. AT91133B (de)

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