AT90275B - Verfahren zur Herstellung eines unschädlichen Schweinepestserums. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines unschädlichen Schweinepestserums.

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Elektro Osmose Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Im Gegensatz zu den   Krankheiten   bakterieller Natur, welche durch den Bazillus sui pestifer meist in Kombination mit dem Bazillus sui septieus bei Schweinen aufzutreten pflegen, hat man in neuerer Zeit die echte   Schweinepest als   eine Krankheit, veranlasst durch ein filtrierbares bzw. subvisibles Virus. erkannt. Man hat fernerhin gefunden, dass das Blut der erkrankten Schweine der   Hauptsit ? der unsicht-   baren und nicht kultivierbaren Erreger ist und hat deshalb das Blut von   kiinstlielh   mit Schweinepest infizierten Tieren zur Immunisierung von gesunden Schweinen und zur   Herstelung eines wirksamen   
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 die hiezu nötigen Manipulationen vorzunehmen, ohne das Blut bzw. das Blutserum mit fremden Keimen zu verunreinigen.

   Die Verwendung eines solchen mit korpuskularen Elementen und mit   fremden Keimen   belasteten   Sehweinepestserums   zur Immunisierung von gesunden oder zur Heilung von kranken Schweinen hat den Nachteil, dass sich bei den zu immunisierenden Tieren an den Einspritzungsstellen mehr oder 
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 das Serum infolge verminderter Resorptionsfähigkeit beeinträchtigen können. Bei einem auf dem geschilderten Wege hergestellten Schweinepestserum besteht ausserdem   stets die grosse Gefahr,   dass neben den spezifischen Immunstoffen noch unverändertes Schweinepestivirus in demselben vorhanden ist.

   Inter dieser Voraussetzung aber wird die Anwendung eines solchen   Sehweinepestserums zu einer grossen Gefahr   für die zu immunisierenden oder zu heilenden Tiere und macht die Anwendung eines solchen Serums fernerhin aus dem Grunde vollkommen illusorisch, weil mit der Anwendung desselben stets die Gefahr der Ausbreitung der   Schweinepest   verbunden wäre. 



   Das Verfahren nach der Erfindung beseitigt alle diese   Ubelstände. indem   das von   Schweinen durch   Immunisierung mit Schweinepestblut gewonnene   defibnnierte Blut   oder Blutserum einem Verarbeitungprozess unterworfen wird, welcher alle korpuskulären Elemente. alle fremden Keime und   namentlich   das 
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 stoffen vollkommen beseitigt. Das Verfahren hat ausserdem noch den Vorteil. dass   eine     Anreicherung   der spezifischen Immunstoffe (Antik rper) stattfindet, so dass aus dem Serum bzw.

   Blut ein wirksameres Produkt erzielt wird 
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   erfuhr.   Am Schluss   des versuches betrug die Stromstärke nur noch 0#5 Amp., während die   Spannung bis auf 440   Volt gestiegen war. Die Operation war hiemit beendet,   es hatte sich im Mittelraum des Apparates ein voluminöser Niederschlag abgeschieden, welcher mit Hilfe der Zentrifuge beseitigt wurde. Die Lösungen des Paraglobulins und des Albumins stellten eine vollkommen klare Flüssigkeit dar, welche als solche   oder mit 0#5% Karbolsäure versetzt, als Schweinepestserum Verwendung finden   kann, da der 
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   Schweinepestserum   in   keiner Weise nachsteht.   



   Beispiel 2 : 2 l eines von fremden Keimen stark verunreinigten, käuflichen Schweinepestserums wurden in den   Mittelraum   des Dreizellenapparates gebracht und. wie unter 1 geschildert, der Einwirkung des elektrischen Stromes unterworfen. Es wurde ebenfalls neben einem   voluminösen Niederschlag   ein vollkommen klares und absolut keimfreies Filtrat erhalten, welches aus einem Gemisch von Paraglobulin und Albumin bestand und ebenfalls die Hauptmenge der spezilischen Immunstoffe gegen Schweinepest enthielt. 



   Beispiel 3 : Der, bei dem unter 2 geschilderten Verfahren gewonnene Niederschlag wurde in feuchtem Zustande in 250    < w''einer 0'5"igen Sodalösung eingetragen   und durch RÜhren oder Schütteln gleichmässig verteilt. Hiebei löste sich der grösste Teil des Niederschlages auf, die erhaltene Flüssigkeit wurde eine Stunde lang bei 3000 Touren in der Minute zentrifugiert. wodurch ein vollkommen klares, keimfreies und wirksames   Zentrifugat   erhalten wurde. 



   Beispiel 4 : Die nach Beispiel 2 und 3 erhaltenen, klaren   Flüssigkeiten   wurden vereinigt und stellten ein hochwirksames Serum dar, welches man durch Eindampfen im luftverdünnten Raum beliebig konzentrieren kann, um seine Wirksamkeit und Haltbarkeit zu erhöhen. 



   Beispiel   o   : Das nach Beispiel 1 bzw. 2 erhaltene klare Filtrat bzw. Zentrifugat, welches aus einem Gemisch von Paraglobulin und Albumin besteht, wurde mit dem gleichen Volumen einer   gesättigten   Lösung von   Ammonsulfat   versetzt. Der erhaltene Xiedersehlag wurde mit Hilfe der Zentrifuge, durch Filtration, Abnutschen und Pressen von der ihm anhaftenden Flüssigkeit nach Möglichkeit befreit und in destilliertem Wasser gelöst. Zur Beseitigung des anhaftenden Ammonsulfates wurde diese Lösung in   den Mittelraum   eines Dreizellenapparates gebracht und mit elektrischem Gleichstrom bis zur Salzfreiheit behandelt.

   Es ergab sich hiedurch eine vollkommen durchsichtige, klare Flüssigkeit, welche eine vollkommen reine Lösung von Paraglobalin, ausgestattet mit besonders kräftig immunisierenden und heilenden Eigenschaften gegen Schweinepest enthielt. An Stelle von Ammonsulfat können auch andere Neutralsalze Verwendung finden. 



   Beispiel 6 : Die nach Beispiel 5 erhaltene Lösung von Paraglobulin kann als solche oder versetzt nit einem alkalischen Extrakt der nach Beispiel 1 oder 2 erhaltenen   Globulinfällung   als wirksames   3chweinepestsemm   Verwendung finden. Ferner kann man die durch Elektroosmose erzielte. klare Flüssigkeit entweder als solche oder versetzt mit den alkalischen Extrakten aus den bei der Osmose erhaltenen 
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 gegen Schweinepest künstlich immunisierten Schweinen im Mittelraum eines Dreizellenapparates der Einwirkung von elektrischem Strom aussetzt und den hiebei auftretenden   Niederschlag, z.   B. mit Hilfe 
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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass man der durch die elektroosmotisehe Behandlung von Schweinepestblut oder Schweinepestserum erhaltenen Losung einen Extrakt aus dem EMI2.6 3. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man die durch das elektroosmotisehe Verfahren aus Schweinepestblut oder Schweinepestserum erhaltene, klare Flüssigkeit mit Ammonsulfat oder mit anderen Neutralsalzen halbsättigt. den erhaltenen Niederschlag von der ihm anhaftenden Flüssig- EMI2.7 Salzen befreit.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das nach Abscheidung des. Albumins erhaltene Paraglobulin mit Extrakten aus dem bei der elektroosmotisehen Verarbeitung von Schweinepestserum oder Schweinepestblut erhaltenen Globulinniederschlag versetzt.
    5. Verfahren nach Anspruch l bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass man die durch Elektroosmose erhaltene, klare Flüssigkeit, entweder als solche oder versetzt mit den alkalischen Extrakten aus den bei der Osmose erhaltenen Niederschlägen, im Vakuum bei niederer Temperatur konzentriert oder eintrocknet.
AT90275D 1920-02-27 1921-02-26 Verfahren zur Herstellung eines unschädlichen Schweinepestserums. AT90275B (de)

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