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Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art.
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aus einem am Organ drehbar gelagerten Kniehebe], dessen unterer Arm in die Zapfenbahn der Antriebskurbel ragt und dessen oberer Arm schwenkbar an der die Führungsrollen tragenden Achse sitzt. Bei zweiteiligerl Schreitorganen im Sinne des zweiten Zusatzpatentes Nr. 88808 besteht die Einrichtung
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hebels ist als Sperriegel ausgebildet, der während des Arbeitsganges der Vorrichtung die beiden Schreitorganteile starr miteinander verbindet. während der andere Arm in die Führungsbahn des Kurbelzapfens ragt, so dass letzterer die Entriegelung. Hebung. Senkung und Verriegelung des Fussteiles des Organes bewirkt.
Weiters bezieht sich die Erfindung auf eine abgeänderte Anordnung der zwei Schreitorgane jeder
Fahrzeugseite. Um eine schmale Trittbahn zu erzielen, sind diese Organe in zueinander schragliegenden
Ebenen augeordnet. wobei der Antrieb der zwei, um 1800 gegeneinander versetzten Antriebskurbeln durch Gelenkwellen erfolgt. Fm bei Motorrädern oder dgl., die sehmale Trittbahn haben sollen, die Stabilität zu wahren, ist ein vom Antriebsrad der Kurbeln oder direkt vom Motor betätigter Kreisel vorgesehen, der infolge seines Beharrungsvermögens das Kippen des Fahrzeuges verhindert.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 stellt in Seitenansieht ein einteiliges Sehreitorgan mit dem erfindungsgemässen Kniehebel dar, u. zw. in jener
Lage. bei weleher das Organ eben zu schreiten begonnen hat. Fig. 2 zeigt in gleicher Ansicht das Schreit- organ in vom Boden abgehobenem Zustand und lässt die Wirkungsweise des Kniehebels erkennen. Fig. 3 veranschaulicht in Seitenansicht ein Sehreitorganpaar mit zweiteiligen Schreitorganen und zeigt die
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Ebenen angeordneten Sehreitorgane dar.
Gemäss den Fig. 1 und 2 der Zeichnung besitzt das von der Kurbel : 3 angetriebene, einteilige Schreitorgan 4 einen geraden Führungsschlitz 8. der jedoch gegenüber den im Patent Nr. 78674 und den Zusatzpatenten beschriebenen Führungsschlitzen im Schreitorgankörper nach unten verlängert ist, so dass nunmehr das Schrritorgan 4. nieht unmittelbar auf dem Zapfen der Antriebskurbel sitzt, sondern zufolge des verlängerten Fiihrungsschlitzes 8 an einer Rolle oder einem Gleitstück 74 des Zapfens 74 der Kurbel. ? gleitet. An der Achse 7. 5. die im Rahmen des Fahrzeuges gelagert ist, sitzen in bekannter Weise die Führungsrollen S. an welchen sich die von den Kurbeln 3 bewegten Schreitörgane führen.
Um nun einer-
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welche dann selbst in ihren Lagern drehbar angeordnet ist. Der. Arm 76 ist an seinem unteren Ende zu einer Gabel 76', 76" ausgebildet, die in die Bahn des Kurbelzapfens 7-/rag.
Die Wirkungsweise des Kuiehebels ist folgende : Wie in Fig. 1 dargestellt, hat das rechte Ende des @ Tritteiles 80 die Fahrbahn eben erreicht und der \ntriebskurbelzapfen 74 den Kniehebel durch Zurück
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kurbel 3 ihren unteren Halbkreis durchläuft, also während des Arbeitsganges der Kurbel aufrechterhalten. Dadurch wird erreicht. dass eben während diese Arbeitsganges die ganze Last des Fahrzeuges durch den Kniehbel gestützt wird, während sich der Zapfen 7. frei im Führungsschlitz 8 bewegt. Hat nun der Zapfen
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kreis und umgekehrt.
Aus der Wirkungsweise des Kniehebels geht hervor, dass die Tritteile 80 statt am Schreitorgan 4 selbst auch unmittelbar an den unteren Enden des Kniehebels 76 angeordnet sein können ; zu diesem
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entsprechend verkürzt.
Da durch die beschriebene Ausgestaltung der Antriebsorgane der Schwerpunkt keinen Àb- sehwenkungen unterliegt. können Zugzeuge auch ohne Vorderräder, nur durch ein oder zwei Paare von Schreitorganen getragen. ausgeführt werden, in welchem Falle die Lenkung des Fahrzeuges durch Bremsen der einen oder andern Antriebsseite bewirkt wird.
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Korperform entsprechend eingebaut werden.
Werden, die mit Sehreitorganen ausgestatteten, als Gehzeuge gebauten Vorrichtungen wasserdicht ausgeführt, so können sie sieh auch im Wasser fortbewegen. Alsdann werden seitlieh an den Schreitorganen bewegliche Flächen angegliedert, die sieh beim Aufsetzen der Füsse im Winkel gegen das Wasser einstellen, beim Rückgang der Füsse aber selbsttätig flachlegen und somit nach Art der Flossen eines Fisches das sehwimmende Gehzeug fortbeweger.
Diese Anordnung kann zum Befahren von Flüssen, namentlich in unkultivierten Gegenden, sowie zum Übersehreiten von Wasserläufen mit Vorteil benutzt werden. Auch für grosse Sandwüsten werden schiffähnliehe Gebilde, die mit Sel1Teitorganen von grosser Schreitweite ausgerüstet, dabei gleichzeitig aber auch schwimmfähig gemacht sind, Verwendung finden können, so dass die Durchquerung wüster oder mit grossen Waldbeständen bedeckter, sumpfiger oder von zahlreichen Wasserläufen durchzogener Landstriche möglich wird und vom Bau kostspieliger Strassen und Sehienenwege Umgang genommen werden kann.
Zum Schütze gegen das Eindringen von Kot. Schmutz, Schnee oder Eis können die beidseitigen Schlitze der Antriebsorgane dadurch geschützt werden, dass diese Schlitze aussen mit Streifen aus Blech oder anderem geeigneten Material dicht abgedeckt werden, während innen, das ist zwischen den beiden mittels einer Doppelkurbel angetriebenen Schreitorganen ein KotflÜgel angebracht wird, der beide Kurbeln umfasst und dicht an den Wänden der beiden Organe anliegt.
In Tig. 3 ist ein weiteres. Ansführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung an einem Schreitorgan. das aus zwei ineinander sieh verschiebenden Teilen 72 und 73 besteht. gezeigt. Die Vorteile derartiger Schreitorgane sind im zweiten Zusatzpatent beschrieben. Der Teil 72 sitzt drehbar auf dem Zapfen 54 der von der Welle 55 angetriebenen Kurbel 56 und ist mit einem Führungsschlitz 8'versehen. Der die
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Abstützung der Last des Fahrzeuges starr zu gestalten und anderseits das Abheben des Osganes vom und das Aufsetzen auf den Boden zu ermöglichen, sitzen am Fussteil 73 des Schreitorganes Zapfen 81, auf welchen Winkelhebel 82 schwenkbar gelagert sind.
Der eine Arm jedes Winkelhebels ist zu einem Sperriegel 82'
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bis die Kurbelzapfenrolle 74'die Verriegelung wieder zwangläufig herbeiführt.
Bei beiden vorstehend beschriebenen. Ausführungsformen der Schreitorgane werden genau die gleichen kinematischen Verhältnisse erzielt, wie bei den bereits früher beschriebenen Anordnungen. Die Kreisbewegung der Schreitorgankurbel wird auch hier in eine horizontale, vollkommen gleichmässige Bewegung des Fussendes des Organs übergeführt, wobei gleich grossen durchlaufenen Strecken des Kurbelzapfens auch gleich grosse durchlaufene Strecken des Fussendes entsprechen, so dass eine vollkommen
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Die Vorteile der beschriebenen zwei Ausführungsformen gegenüber den bisherigen Anordnungen liegen darin, dass durch die Strecklage des Kniehebels, bzw.
durch die Verriegelung der zwei Schreitorgan-
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findung verbesserten Sehreitorganen verschieben sich letztere nicht während des Arbeitsganges der An- triebskurbel. sondern in der Zeit, während welcher die Kurbel ihren oberen Halbkreis durchläuft, also in unbelastetem Zustand. Ein weiter Vorteil liegt darin, dass der getragenen Last des Fahrzeuges durch die Streeklage des Kniehebels, bzw. durch die Verriegelung der zwei Schreitorganteile ein fixer Schwerpunkt gegeben ist. während bei jenen Ausführungsformen, bei welchen die Antriebskurbel zugleich tragend wirkt, der Schwerpunkt seine Lage verändert und dadurch den Vorderteil des Fahrzeuges ungleichmässig beansprucht.
Es kann unter Umständen erwünscht sein, die Breite der Trittbahn der zwei zusammengehörigen Sehreitorgane einer Fahrzeugseite zu verringern. Das kann dadurch erreicht werden, dass die zwei Schreitorgane nicht in zueinander parall A, sondern in zueinander schrägliegenden Ebenen angeordnet sind. Die Neigung der Schreitorgane zueinander kann auch derart gewählt werden, dass die Füsse der letzteren in einer Linie schreiten. In Fig. 4 ist eine derartige Anordnung an einem Motorzweirad gezeigt, bei welchem das rückwärtige Rad bloss durch ein einziges Schreitorganpaar ersetzt ist. Die Schreitorgane 4 sitzen auf sehräg gelagerten Kurbeln : 3 und führen sich an ebenso gelagerten Führungsrollen 9. Der Antrieb der Kurbeln 3 muss durch eine Gelenkwelle 85 erfolgen.
Um ein Kippen des Motorrades zu verhindern, ist ein Kreisel 86 vorgesehen, der durch Kegelräder 87. 88 seinen Antrieb erhält und zufolge seines Be- harrungsvermögens die Stabilität des Fahrzeuges aufrecht erhält.
In Fig. l ist weiters noch eine Einrichtimg an den Tritteilen gezeigt, welche das Eindringen von Schmutz in die beweglichen Teile verhindert. Diese Einrichtung besteht aus Bälgen 89 aus Gummi, Leder, Zwillich oder dgl.. die einerseits am Tritteil 80, anderseits am Schreitorgankorper 4 befestigt sind und den Drehzapfen 6-5 sowie die Federn 68 hermetisch umhüllen. Wird als Balgmaterial Gummi verwendet, so können die Federn 68 entfallen, da der Gummibalg infolge seiner Elastizität den Tritteil 80 selbst in der erforderlichen Lage hält.
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