<Desc/Clms Page number 1>
Antriebsvoi'richtuug für Schlitten, insbesondere NotorschHtten.
EMI1.1
welche die Kraft einer von dem Schlitten selbst getragenen Kraftquelle (z. B. eines Verbrl'nnu1Ígsmotors oder einer den Schlitten benutzenden Person) für die Fortbewegung des Schlittens nutzbar macht.
Es ist bekannt, für mechanisch angetriebene Schlitten Schaufelräder oder Schaufelketten zu verwenden, deren Achsen mit dem Schlittengestell entweder unmittelbar oder durch ein Gestänge verbunden sind, das an dem Gestell angelenkt ist. Solche Schaufeln verstärken jedoch nur das Bestreben der Räder oder Ketten, sich in die weiche Schneedecke einzugraben und leer zu drehen, anstatt ihren Zweck, die Fortbewegung des Schlittens, zu erfüllen. Insbesondere bei Rädern tritt diese Erscheinung störend auf, weil infolge des durch die baulichen Abmessungen begrenzten Krümmungsradius die Berührungsfläche zwischen Rad und Schnee klein ist. Bei Kettenantrieben ist wieder ein verwickelter und deshalb teurer und Betriebsstörungen ausgesetzter Mechanismus erforderlich.
Diese Nachteile werden beim Erfindungsgegenstande vermieden. Dieser weist Räder auf, deren Radkränze aus mehreren in radialer Richtung ansteigenden Umfangsteilen stufenartig zusammengesetzt ist. Der Krümmungsradius jedes solchen Umfangsteiles ist dabei vorzugsweise grösser als der Aussenradius des Radkranzes. Diese Räder wirken ähnlich wie Räder mit grossem Durchmesser, d. h. sie haben trotz kleiner Aussenabmessungen grosse Berührungsflächen mit der Fahrbahn. Durch Unterteilung der einzelnen Stufen wird diese Wirkung noch verstärkt. Die Triebräderachse ist mit dem Schlittengestell durch frei schwingbare Lenker verbunden. Die Räder sind daher nur durch ihr Eigengewicht belastet.
Ausserdem gestatten diese Lenker die vertikale Bewegung der Radachse, die für die vorliegende Erfindung infolge der wechselnden Radkranzdurchmesser, wie auch wegen der Unebenheiten der Fahrbahn besonders notwendig ist.
In der Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel eines Schlittens mit einer Antriebsvorrichtung gemäss der Erfindung in Ansicht und Grundriss dargestellt. Der Schlitten besteht aus den Kufen 1, dem Steuerungsmechanismus 2,'l, 4, der von dem strichliert angedeuteten Führersitz 5 mittels Volants 6 und Lenkstange 7 betätigt wird. Der Antrieb erfolgt durch die Kraftmaschine 8, deren Bewegung
EMI1.2
Kettenräder 14, 15 auf die Antriebsräder 16 übertragen wird. Diese besitzen gemäss der Erfindung aus mehreren, beispielsweise drei, Umfangsteilen 18 zusammengesetzte Radkränze.
Die einzelnen Umfangsteile steigen im Sinne der Fahrtrichtung an, so dass bei Vorwärtsfahrt jeder Umfangsteil zuerst mit seinem kleinsten Radius die Fahrbahn berührt, sich dann allmählich auf dieser abrollt, bis der Teil mit dem grössten Achsabstand die Fahrbahn berührt, worauf ein Überkippen auf die niedrigste Stufe des nächsten Umfangsteiles erfolgt. Durch den dabei auftretenden senkrecht zur Fahrbahn wirkenden Stoss wird stets für guten Eingriff des Rades mit der Fahrbahn gesorgt, ohne dass ein Eingraben erfolgen kann, weil die senkrecht zur Fahrbahn wirkende Kraft nur augenblickweise wirkt. Die einzelnen Stufen 18 können vorteilhaft, wie in der Zeichnung dargestellt, in Unterstufen 19 unterteilt werden, um den Krümmungsradius der unmittelbar die Fahrbahn berührenden Teile noch weiter zu vergrössern.
Um ein Anfüllen des zwischen der höchsten Stufe eines Umfangsteiles und der darauffolgenden niedersten Stufe des nächsten Umfangsteiles gebildeten Hohlwinkels mit Schnee oder Eis hintanzuhalten, weist die niederste Stufe zusätzliche Materialverstärkungen auf, die diesen Hohlwinkel abdecken. In Fig. 1 ist die diesem Zwecke dienende Materialverstärkung an einer Stufe durch die schraffierte Fläche M angedeutet.
<Desc/Clms Page number 2>
Alle von der Fahrbahn-auf die Räder ausgeübten Stösse, die wesentlich senkrecht zur Fahrbahn wirken, werden von dem Schlittengestell und der Kraftquelle in an sich bekannter Weise durch Lenker 17 ferngehalten, die in der Fahrtrichtung die Achse 20 der Antriebsräder gegen das Schlittengestell abstützen.
Bei dieser Anordnung sind die Antriebsräder durch-ihr Eigengewicht allein belastet, haben also auch bei noch so weicher Fahrbahn keine Tendenz zum Graben oder Gleiten. Ausserdem dienen die Lenker 17 in bekannter Art noch als Kettenspanner für die Kette 13. Natürlich kann aber auch eine Gelenkwelle zur Kraftübertragung verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antriebsvorrichtung für Schlitten, insbesondere Motorschlitten, dadurch gekennzeichnet, dass die Radkränze der Antriebsräder (16) aus mehreren in radialer Richtung ansteigenden Umfangsteilen (18) stufenartig zusammengesetzt sind.