AT89678B - Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glasfäden.Info
- Publication number
- AT89678B AT89678B AT89678DA AT89678B AT 89678 B AT89678 B AT 89678B AT 89678D A AT89678D A AT 89678DA AT 89678 B AT89678 B AT 89678B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- glass
- production
- openings
- threads
- rods
- Prior art date
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title claims description 36
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 5
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims 1
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 4
- 235000019353 potassium silicate Nutrition 0.000 description 4
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 229910052573 porcelain Inorganic materials 0.000 description 2
- FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N potassium nitrate Chemical compound [K+].[O-][N+]([O-])=O FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 239000006066 glass batch Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 239000006060 molten glass Substances 0.000 description 1
- 235000010333 potassium nitrate Nutrition 0.000 description 1
- 239000004323 potassium nitrate Substances 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Glasfäden.
Es ist bekannt, dass man einen Glasstab durch Erhitzen an einem Ende erweichen oder verflüssigen und aus der weichen oder flüssigen Glasmasse auf verschiedene Art und Weise einen dünnen Faden abziehen kann.
Von diesen an sich bekannten Gesichtspunkten gehen alle bisher bekannt gewordenen maschinellen
Vorrichtungen zur Herstellung von Glasfäden aus : beispielsweise auch das in der D. R. Patentschrift 216571 im Zusammenhange mit Fig. 9 beschriebene Verfahren. welches mit dem vorliegenden Verfahren eine gewisse, aber nur äusserliche Ähnlichkeit aufweist.
Der Erfinder will in einem hohlen Körper aus Porzellan mit zahlreichen senkrechten Abteilungen mehrere Glasstäbe und mehrere Kohlenstäbe so anordnen, dass in jeder Abteilung oder Führung ein
Stab steckt und dass die unteren Spitzen der Glasstäbe zwischen den Spitzen je zweier Kohlenstifte stehen, wobei die Kohlenstäbe auf dem vollen Boden des Porzellanbehälters aufruhen, die Glasstäbe dagegen auf feinen Durchbohrungen dieses Bodens. Durch die Durchbohrungen oder Aussparungen sollen von den Glasstäben Glasfäden abgezogen werden, indem die Spitzen der Glasstäbe durch einen, zwischen den Spitzen der Kohlenstifte eizeugten Flammbogen zum.. Abschmelzen" gebracht werden.
Die unteren
Enden der Glasstäbe oder die daraus entstandene Schmelze werden teils durch das eigene Gewicht der Glasstäbe, teils durch oben aufgesteckte Gewichte gegen oder in die Bodenöffnungen gedrückt.
Wenn diese Vorrichtung in der beabsichtigten Weise arbeiten sollte, so werden sämtliche Glasfäden durch die Bodenöffnungen hindurch von geschmolzenen Glasmassen an den unteren Boden- öffnungen abgezogen, also in der allgemein üblichen Weise aus der Schmelze gesponnen.
Auch in dem in der D. R. Patentschrift 18352G beschriebenen Verfahren wird gleichzeitig von mehreren nebeneinandergelegten Glasstäben je ein Glasfaden abgezogen.
Andere Verfahren, auf die nicht näher eingegangen werden soll, bezwecken zum Beispiel, aus einem Glashafen durch Rotieren flüssiges Glas herauszuschleudern und auf diese Weise in Glasfäden zu verwandeln, oder auch aus flüssigem Glas, das in einer Reihe von Behältern mit je einer Bodenöffnung untergebracht ist, mit Hilfe von maschinellen Anhaftvorriehtungen durch die Öffnungen Glasfäden herauszuziehen.
Obgleich bei diesem Verfahren mehrere Glasfäden gleichzeitig gebildet werden, so haben sie gemeinsam den Nachteil, dass infolge- der zur Anwendung kommenden, ausserordentlich hohen Temperatur und des unvermittelten t'berganges von einer starken Glasmasse zu einem dünnen Faden. die Gefahr des Abreissens der Fäden beim Abziehen sehr gross ist. Auch dieses bedeutet wiederum eine Verzögerung der Fabrikation und ein Verlust an Glasmaterial.
Demgegenüber werden durch die vorliegende Erfindung diese Nachteile vermieden oder vermindert.
Das neue Verfahren unterscheidet sich von den bisher bekannt gewordenen Verfahren ganz wesentlich dadurch, dass das Glas nicht flüssig und unter Tropfenbildung an den Behälteröffnungen versponnen, sondern in Gestalt von dünnen Glasstäbchen hindurchgepresst wird, welche gleichzeitig und laufend in bekannter Weise zu je einem Faden ausgesponnen werden.
Dies wird erreicht durch geeignete Regelung der Erhitzung an den Bodenöffnungen und des Druckes, mit welchem das hiebei erweichte Glas gegen und durch die Bodenöffnungen gepresst wird, sowie durch die Ausbildung der Bodenöffnungen zu Kanälen von richtig bemessener Länge. Dabei werden aus einem Glasstabe oder einer zusammenhängenden nicht unterteilten Glasmasse, welche in einem einheitlichen Behälter mit zahlreichen eng gescharten
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
EMI3.2
einem geeigneten Flussmittel (z. B. Kalisalpeter). Die Düse b wird durch eine Stichflamme d auf eine solche Temperatur gebracht, dass das darin befindliche Glasgemenge erweieht wird.
Durch starken Druck, beispielsweise durch Pressluft e, wird die weich gewordene Glasmasse durch die Düsenöffnungen c
EMI3.3
III. Ausführungsform.
Ein Glashafen a (Fig. 3), in dem flüssiges Glas erzeugt wird, wird durch einen Schwimmer in Kastenform b, an dessen Boden eine. Anzahl Düsen c angebracht sind, verschlossen. Durch geeigneten Druck d des Sehwimmers b wird die Glasmasse durch die Öffnungen der Düsen c herausgepresst und in
EMI3.4
Düsen unterhalb des oberen Schwimmerrandes angebracht. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren muss demnach die Glasmasse eher aus den Düsen quellen, als sie über den Rand des Glashafens tretenkann.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. bei welchem das Glas aus mehreren Öffnungen eines Behälters unter Druck austritt und an jeder Öffnung gleichzeitig und laufend zu einem Glasfaden aus- gesponnen wird. dadurch gekennzeichnet, dass die in einem nicht unterteilten Behälter untergebrachte Glasmasse durch geeignete Regelung ihrer Temperatur und des zum Auspressen angewendeten Druckes sowie durch die Ausbildung der vorzugsweise eng gescharten Behälteröffnungen zu Kanälen in Gestalt einer entsprechenden Zahl von Glasstäbchen ausgepresst wird, welche gleichzeitig und laufend zu je einem Faden ausgesponnen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE89678X | 1919-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT89678B true AT89678B (de) | 1922-10-10 |
Family
ID=5642867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT89678D AT89678B (de) | 1919-03-26 | 1920-09-30 | Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT89678B (de) |
-
1920
- 1920-09-30 AT AT89678D patent/AT89678B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE332071C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glasfaeden | |
| AT89678B (de) | Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. | |
| DE69003882T2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Kunststoffkastens durch Spritzgiessen und durch dieses Verfahren hergestellter Kunststoffkasten. | |
| DE491242C (de) | Hochdruckspinnduese zum Spinnen von Kunstseide | |
| DE892367C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Vielzahl von Loechern in thermoplastischen Massen, wie Glas, Quarzglas u. dgl. | |
| DE481600C (de) | Duese zur Herstellung von Kunstfasern | |
| DE2111893A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Pinsels mit geschlossenem Pinselkopf aus geraden Borsten | |
| DE2849463C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers aus Polyethylenterephthalat mit einer durch Dehnung kristallisierten Struktur | |
| DE706987C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Ausziehen sehr feiner Glasfaeden | |
| DE735013C (de) | Lochgeraet mit zwanglaeufiger Hin- und Rueckfuehrung der Stanzstempel | |
| DE322317C (de) | Glasblasemaschine zur Herstellung von Tropfflaschen | |
| DE69703250T2 (de) | Verfahren zur automatischen herstellung eines glascontainers mit einem boden der einen glaskülbel mit dekorativen blasen umfasst | |
| DE414127C (de) | Verfahren zur Formung von tiefen Hohlkoerpern | |
| DE460233C (de) | Schneeschlaeger | |
| DE604720C (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Zwischenwaenden versehenen Rohren | |
| DE534577C (de) | Verfahren zum Anfertigen von Glasgefaessen aus abgepassten Glasrohrenden | |
| DE538681C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Hohlfaeden | |
| DE624787C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glasbehaeltern | |
| DE817577C (de) | Aus einem einzigen Formstueck bestehende verformbare Tube aus einem thermoplastischen Material | |
| DE2160681C3 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Trockeneis-Formlingen | |
| DE899399C (de) | Verahren und Vorrichtung zur Herstellung hohler Glasfaeden | |
| DE953717C (de) | Abziehbare bzw. aufschiebbare, schraubenlose Vorrichtung zum Einsetzen von Sicherungspatronen mit Messerkontakten in mit Messerkontakten versehene Sicherungsunterteile | |
| DE695950C (de) | Pressmatrize zum Zuspitzen der Geschossmaentel von Infanteriegeschossen | |
| DE271215C (de) | ||
| AT155813B (de) | Kautschukfäden und Verfahren zu ihrer Herstellung. |