AT89678B - Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasfäden.

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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von   Glasfäden.   



   Es ist bekannt, dass man einen   Glasstab   durch Erhitzen an einem Ende erweichen oder verflüssigen und aus der weichen oder flüssigen Glasmasse auf verschiedene Art und Weise einen dünnen Faden abziehen kann. 



   Von diesen an sich bekannten Gesichtspunkten gehen alle bisher bekannt gewordenen maschinellen
Vorrichtungen zur Herstellung von Glasfäden aus : beispielsweise auch das in der D. R. Patentschrift 216571 im Zusammenhange mit Fig. 9 beschriebene Verfahren. welches mit dem vorliegenden Verfahren eine gewisse, aber nur äusserliche Ähnlichkeit aufweist. 



   Der Erfinder will in einem hohlen Körper aus Porzellan mit zahlreichen senkrechten Abteilungen mehrere Glasstäbe und mehrere Kohlenstäbe so anordnen, dass in jeder Abteilung oder Führung ein
Stab steckt und dass die unteren Spitzen der   Glasstäbe   zwischen den Spitzen je zweier Kohlenstifte stehen, wobei die Kohlenstäbe auf dem vollen Boden des Porzellanbehälters aufruhen, die Glasstäbe dagegen auf feinen Durchbohrungen dieses Bodens. Durch die Durchbohrungen oder Aussparungen sollen   von den   Glasstäben Glasfäden abgezogen werden, indem die Spitzen der Glasstäbe durch einen, zwischen den Spitzen der Kohlenstifte   eizeugten Flammbogen zum.. Abschmelzen" gebracht   werden.

   Die unteren
Enden der Glasstäbe oder die daraus entstandene Schmelze werden teils durch das eigene Gewicht der   Glasstäbe, teils durch   oben aufgesteckte Gewichte gegen oder in die Bodenöffnungen gedrückt. 



   Wenn diese Vorrichtung in der beabsichtigten Weise arbeiten sollte, so werden sämtliche Glasfäden durch die Bodenöffnungen hindurch von geschmolzenen Glasmassen an den unteren Boden- öffnungen abgezogen, also in der allgemein üblichen Weise aus der Schmelze gesponnen. 



   Auch in dem in der D. R. Patentschrift   18352G   beschriebenen Verfahren wird gleichzeitig von mehreren nebeneinandergelegten Glasstäben je ein Glasfaden abgezogen. 



   Andere Verfahren, auf die nicht näher eingegangen werden soll, bezwecken zum Beispiel, aus einem Glashafen durch Rotieren flüssiges Glas herauszuschleudern und auf diese Weise in Glasfäden zu verwandeln, oder auch aus flüssigem Glas, das in einer Reihe von Behältern mit je einer Bodenöffnung untergebracht ist, mit Hilfe von maschinellen Anhaftvorriehtungen durch die Öffnungen Glasfäden herauszuziehen. 



   Obgleich bei diesem Verfahren mehrere Glasfäden gleichzeitig gebildet werden, so haben sie gemeinsam den Nachteil, dass infolge- der zur Anwendung kommenden, ausserordentlich hohen Temperatur und des   unvermittelten t'berganges   von einer starken Glasmasse zu einem dünnen Faden. die Gefahr des   Abreissens   der Fäden beim Abziehen sehr gross ist. Auch dieses bedeutet wiederum eine Verzögerung der Fabrikation und ein Verlust an Glasmaterial. 



   Demgegenüber werden durch die vorliegende Erfindung diese Nachteile vermieden oder vermindert. 



  Das neue Verfahren unterscheidet sich von den bisher bekannt gewordenen Verfahren ganz wesentlich dadurch, dass das Glas nicht flüssig und unter Tropfenbildung an den Behälteröffnungen versponnen, sondern in Gestalt von dünnen   Glasstäbchen   hindurchgepresst wird, welche gleichzeitig und laufend in bekannter Weise zu je einem Faden ausgesponnen werden.

   Dies wird erreicht durch geeignete Regelung der Erhitzung an den Bodenöffnungen und des Druckes, mit welchem das hiebei erweichte Glas gegen und durch die Bodenöffnungen gepresst wird, sowie durch die Ausbildung der Bodenöffnungen zu Kanälen   von richtig bemessener Länge.   Dabei werden aus einem Glasstabe oder einer zusammenhängenden nicht unterteilten   Glasmasse, welche   in einem einheitlichen Behälter mit zahlreichen eng gescharten 

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 einem geeigneten Flussmittel (z. B.   Kalisalpeter).   Die   Düse b   wird durch eine   Stichflamme   d auf eine solche Temperatur gebracht, dass das darin befindliche   Glasgemenge   erweieht wird.

   Durch starken Druck, beispielsweise durch Pressluft e, wird die weich gewordene Glasmasse durch die Düsenöffnungen c 
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    III. Ausführungsform.   



   Ein Glashafen a (Fig. 3), in dem flüssiges   Glas erzeugt wird, wird durch einen Schwimmer   in   Kastenform   b, an dessen Boden eine. Anzahl Düsen c angebracht sind, verschlossen. Durch geeigneten Druck d des Sehwimmers b wird die Glasmasse durch die   Öffnungen   der   Düsen c herausgepresst und   in 
 EMI3.4 
 Düsen unterhalb des oberen Schwimmerrandes angebracht. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren muss   demnach   die   Glasmasse   eher aus den Düsen quellen, als sie über den Rand des Glashafens tretenkann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. bei welchem das Glas aus mehreren Öffnungen eines Behälters unter Druck austritt und an jeder Öffnung gleichzeitig und laufend zu einem Glasfaden aus- gesponnen wird. dadurch gekennzeichnet, dass die in einem nicht unterteilten Behälter untergebrachte Glasmasse durch geeignete Regelung ihrer Temperatur und des zum Auspressen angewendeten Druckes sowie durch die Ausbildung der vorzugsweise eng gescharten Behälteröffnungen zu Kanälen in Gestalt einer entsprechenden Zahl von Glasstäbchen ausgepresst wird, welche gleichzeitig und laufend zu je einem Faden ausgesponnen werden.
AT89678D 1919-03-26 1920-09-30 Verfahren zur Herstellung von Glasfäden. AT89678B (de)

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