AT89148B - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose.

Info

Publication number
AT89148B
AT89148B AT89148DA AT89148B AT 89148 B AT89148 B AT 89148B AT 89148D A AT89148D A AT 89148DA AT 89148 B AT89148 B AT 89148B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
viscose
production
artificial structures
parts
products
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Benno Borzykowski
Original Assignee
Benno Borzykowski
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Benno Borzykowski filed Critical Benno Borzykowski
Application granted granted Critical
Publication of AT89148B publication Critical patent/AT89148B/de

Links

Landscapes

  • Artificial Filaments (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose. 



   Nach bekannten Verfahren wird Viskose durch Lösungen von Säuren bzw. von Mineralsalzen in fester Form als Fäden, Films usw. abgeschieden. Diese Produkte sind aber unvollkommen und entsprechen nicht allen Anforderungen ; sie werden mit der Zeit meistens   trübe,   brüchig, verlieren den Glanz und lassen sich nicht mehr gleichmässig anfärben, was durch die Zerfallprodukte der Zellulose-Xanthogenate unter gleichzeitiger Ablagerung des Schwefels im Innern des Fadens verursacht wird. Diesen Übelstand hat man zu beseitigen versucht, indem man den üblichen Fällbädern mehrwertige Alkohole und Zuckerarten, wie
Glucose, auch Fettsäuren in beträchtlichen Mengen zusetzt, oder die Kunstprodukte mit schwefelbindenden Salzen nachhehandelte.

   Die Grundlage der vorliegenden Erfindung bildet die überraschende Beobachtung, dass durch Zusatz von organischen Nitrosobasen, wie z. B.   p-Nitrosodimethyl-bew. DiäthyJaniln usw.   oder deren Salzen zu den für Viskose üblichen   Fällungsmitteln   wie z. B.   Alkalichloriden,-sulfaten   usw. in neutraler oder schwach saurer Lösung, welche Fällbäder zuerst die   Viskose-Xanthogenatfäden   ausfällen, technisch äusserst wertvolle Eigenschaften der herzustellenden Produkte erzielt werden.

   Bereits ein geringer Zusatz des Nitrosokörpers zu dem kalten oder warmen Fällbad verhindert den zur Abscheidung des Schwefels führenden Abbau der Zellulosexanthogenate, indem er sie vor der Oxydation schützt und das ausgefällte Gebilde, sei es Faden oder Film usw. zeichnet sich bereits im nassen, rohen Zustande durch einen hohen Glanz, Durchsichtigkeit und grosse Festigkeit aus. 



   Beim Spinnen der Viskose kann man die Fäden direkt nach dem Verlassen des obigen zirkulierenden   Fällbades'auf Spulen   oder Haspeln laufen lassen, die in einem schwach alkalischen, z. B. Schwefelnatrium-Bad rotieren, wobei die Entschwefelung eintritt, gleichzeitig die oben genannten Basen aus der Lösung abgeschieden, an der Oberfläche der Fäden zu Amidobasen, z, B.   p-Amidodimethyl-bzw. Diätylaniiin usw.   reduziert werden und als solche fortgesetzt eine Schutzschicht bilden. Zugleich verhindern sie das Zusammenkleben der   Kapillarfäden.   wodurch ein Gespinst von feinem   Seiden, riff   erzielt wird. Beim Nachbehandeln mit verdünnten Säuren bildet sich ein Zellulosehydrat und zugleich gehen die Amidobasen als Salze in Lösung.

   Die letzten können nach Anreicherung der Säurebäder als wertvolle Nebenprodukte wiedergewonnen werden. 



   Die nach diesem Verfahren aus der Viskose erzielten Produkte zeichnen sich ausser dem hohen Glanz und Griff durch eine sehr klare Farbe und aussergewöhnliche Festigkeit und Elastizität aus, die z. B. derartige Seide für sämtliche Textilzwecke, besonders in der Weberei geeignet macht, da sie nicht nur als Schuss, sondern als Kettenmaterial verwendbar ist und allen Anforderungen dank der hohen Festigkeit und Dehnbarkeit entspricht. An der Luft und beim Lagern ändert das fertige Produkt in keiner Weise seine Eigenschaften und sein Aussehen und lässt sich gleichmässig anfärben. 



   Die Zusammensetzung der Fällbäder kann selbstverständlich vefschiedenartig sein ; das Verfahren sei im folgenden Beispiel erläutert :
Das Fällbad enthält in 100 Teilen Wasser gelöst 15 Teile Natriumchlorid, 10 Teile Ammoniumsulfat und   0'5   Teile p-Nitrosodimethylanilin, das letzte vorher mit Schwefelsäure 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 eine Spule, die in einer 60 bis 700 C warmen Lösung von 10 Teilen Ammoniumsulfat und os Teilen Natriumsulfid in 100 Teilen Wasser mit beliebiger Geschwindigkeit rotiert. 



   Man kann auch nach dem Fällbad den Faden durch eine geeignete Zwirnvorrichtung auf einen Haspel leiten, der ebenfalls in der alkalischen Lösung rotiert, worauf der fertige Kunstfaden im Strang weiterbehandelt wird. Man kann schliesslich Viskoselösungen in jedem flüssigen Zustande ihrer Reifung roh und gereinigt anwenden, um nach diesem Verfahren die technisch wertvollen Resultate zu erzielen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   I.   Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose unter Verwendung von neutralen oder sauren Lösungen von Mineralsalzen als Fällungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass den genannten Fällbädern organische Nitrosobasen bzw. deren Salze zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die gefällten Gebilde direkt in schwach alkalischen Lösungen nachbehandelt werden.
AT89148D 1912-12-21 1913-05-21 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose. AT89148B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE89148X 1912-12-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT89148B true AT89148B (de) 1922-08-10

Family

ID=5642624

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT89148D AT89148B (de) 1912-12-21 1913-05-21 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT89148B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT89148B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Gebilden aus Viskose.
DE402404C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus Viskose
DE744891C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide, Fasern und Faeden aus Viscose
DE694796C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden aus Kupferoxydammoniakcelluloseloesung nach dem Streckspinnverfahren im Spinntrichter
DE749264C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern oder -faeden aus Viskose
DE1071277B (de)
AT142236B (de) Verfahren zum Verspinnen von Viskose.
DE878429C (de) Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden aus chloroformloeslicher Acetylcellulose
DE509375C (de) Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Gebilde aus Viskose
DE546748C (de) Verfahren zur Erzeugung neuer Cellulosederivate
DE1806884C3 (de) Verfahren zur Herstellung modifi zierter Polyester
DE458790C (de) Verfahren zur Herstellung feinstfaediger Viskoseseide
DE492452C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden, Baendern, Filmen u. dgl. aus Viskose
AT103479B (de) Verfahren zur Herstellung glänzender Fäden.
AT216662B (de) Verfahren zur Herstellung feiner Fäden
CH146820A (de) Verfahren zur Erzeugung von Hochglanzfäden, Bändern, Filmen usw. von grosser Trocken- und Nassfestigkeit und Elastizität.
AT206570B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Stapelfasern aus Viskose
AT105488B (de) Verfahren zur Herstellung feinfädiger Viskoseseide.
DE560620C (de) Verfahren zur Herstellung von Viscosekunstseide
DE818547C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferkunstseide nach dem Trichterspinnverfahren
AT135318B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden oder anderen Produkten.
DE513375C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden aus Celluloseestern oder -aethern nach demNassspinnverfahren
CH177814A (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde.
AT117668B (de) Verfahren zur Herstellung von Films aus Viskose.
DE492162C (de) Verfahren zur Herstellung von Viskosefaeden von 5 Deniers und weniger