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Kupplung mit konischer Verzahnung zwischen dem Achsschenkel und einem auswechselbaren Automobilrai
Es ist bereits (vgl. das Patent Nr. 88719) vorgeschlagen worden, zwischen dem Achsschenkel oder der Nabe und der darauf sitzenden mittleren Büchse eines auswechselbaren Automobilrades eine Kupplung mit konischer Verzahnung vorzusehen (siehe den Längsschnitt Fig. i der Zeichnung). Um nun bei einer derartigen Verzahnung eine Verbindung des Radkörpers bzw. seiner mittleren Büchse b mit der Nabe c in jeder beliebigen Winkelstellung zueinander mit Sicherheit zu ermöglichen, ist es unerlässlich, dass die einzelnen Zähne genau gleich sind und sich an jeder beliebigen Stelle mit den Lücken der Gegenverzahnung decken.
Mit anderen Worten, die Zähne einer derartigen Verzahnung bedürfen der sorgfältigsten Bearbeitung und können nicht etwa durch Formung und Guss erzeugt werden. Nun ergeben sich aber bedeutende praktische Schwierigkeiten, wenn man solche Zähne auf einer der bekannten Werkzeugmaschinen bearbeiten will, da die Kanten und Grundlinien des Zähne bzw. der Zahnlücken sämtlich nach ein und derselben Kegelspitze gerichtet sein müssen. Man wird zunächst den Gedanken naheliegend finden, solche Zähne auf einer Spezialkegelrad-Hobel-oder Fräsmaschine zu bearbeiten, da auch hier dieselbe Voraussetzung einer gemeinschaftlichen Kegelspitze gegeben ist.
Bei näherer Betrachtung ist es natürlich nicht möglich, derartige Maschinen für den vorliegenden Zweck zu benutzen, da hier ja in Wirklichkeit gar keine Kegelräder in gewöhnlichem Sinne vorliegen, d. h. keine Räder, deren Zähne sich gegeneinander abwälzen sollen. Auch sind diese Maschinen ungeeignet zur Bearbeitung von Innenverzahnungen, die bei Kegelrädern bekanntlich nicht vorkommen, wenn sie auch theoretisch denkbar sind. Schliesslich aber sind diese bekannten Maschinen auch deshalb nicht zu verwenden, weil sie nur die Bearbeitung von Zähnen mit sich abwälzenden Flanken gestatten, nicht aber von Zahnlücken, in welche die gegenüberstehenden Zähne genau passen, wie das Modell in die Form oder die Patrize in die Matrize.
Um diese Schwierigkeiten unter Wahrung aller Vorteile zu beseitigen, werden erfindungsgemäss die Zähne bzw. die gegenüberstehenden Lücken dieser im ganzen kegelförmigen Verzahnung derart parallel bearbeitet werden, dass jeder Zahn bzw. die zugehörige Lücke ein Prisma von beliebigem Querschnitt darstellt. Zahn und Lücke haben dann an jeder Stelle kongruente Querschnitte. Der Kegelgrundform der Verzahnung wird alsdann dadurch Rechnung getragen, dass zwischen je zwei Zähnen bzw. zwischen je zwei Lücken ein keiförmiges Stück stehen bleibt, dessen Begrenzungsflächen in der Kegelfläche liegen. Der Zahnquerschnitt kann dann ein ganz beliebiger sein, zweckmässig wählt man Dreiecksoder Trapezquerschnitt.
Eine solche Verzahnung ist ohne weiteres auf bekannten Fräs-und Hobelmaschinen mit Parallelvorschub zu bearbeiten und eine vollständige Deckung der Zähne mit den Lücken in jeder beliebigen Lage zueinander zu erzielen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Verzahnung gemäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 2 die Zähne des inneren Nabenkörpers a, Fig. 3 die Gegen-
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zähne bzw. Lücken der Achsbüchse b. Wie aus der Zeichnung deutlich erkennbar ist, sind die Zähne d des Innenkörpers a in jeder Bearbeitungsiinie parallel gerichtet, d. h. jede Arbeitslinie steht parallel zu dem Symmetrieradius. Dasselbe gilt für die gegenüberstehenden Lücken des Körpers b, dessen Zähne f alsdann keine Prismen mit überall gleichem Quer- schnitte mehr darstellen, da die Stirnfläche dieser Zähne entsprechend den gegenüberstehenden Grundflächen keilförmig ist.
Bei diesem Körper b müssen also die Zahnlücken ausgefräst werden, während bei dem Körper a die Zähne selbst ohne Rücksicht auf die Zwischenräume zu bearbeiten sind.
Eine der. rtige Verzahnung deckt sich vollständig an jeder Stelle und bietet trotz der geraden Zähne noch alle Vorteile der kegelförmigen Gesamtverbindung.
Man könnte eine solche Verbindung oder Kupplung auch in anderer Weise schildern oder sich klarmachen. Es greifen nämlich bei ihr in Kegelform gruppierte prismatische Zähne des einen Kupplungsteiles in entsprechende prismatische Zahnlücken des anderen Kupplungsteiles ein, wogegen die Zwischenräume bzw. Zwischenkörper nicht prismatisch, sondern konisch gestaltet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verbindung oder Kupplung zwischen dem Achsschenkel oder der Narbe und der darauf sitzenden mittleren Büchse eines auswechselbaren Automobilrades mittels ineinandergreifender konischer Verzahnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne des einen Teiles bzw. die Lücken des anderen Teiles überall gleichen Querschnitt haben. d. h. ihre Mantellinien parallel zueinander gerichtet sind, wobei jeder Zahn bzw. jede Zahnlücke für sich mit der Mittellinie radial nach der Kegelspitze gerichtet ist.