<Desc/Clms Page number 1>
Rechenvorrichtung für Strichmessungen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur feldmässigen Berechnung der gegenseitigen Entfernung zweier Punkte im Gelände, unter Zuhilfenahme des Fernrohres (Skalentrieder) und der Landkarte, wie beispielsweise bei Aufgaben folgender Art (Fig 9) :
Es werden zwei unzugängliche Punkte A, B, ungefähr gleich vom Standpunkt C des Beobachters entfernt, zerniert. Will man die Länge der Strecke A-B von dem zugänglichen Punkte C aus berechnen, so braucht man dazu ausser der Reduktionskonstante R und der Strichzahl n der Fernrohrablesung noch die Entfernung e der Strecke A-B vom Beobachtungsstandpunkte C. Das Produkt dieser Grössen R. n. e ergibt die gesuchte Länge.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglicht in einfacher Weise die Ermittlung dieses Resultates, indem sie nacheinander die Durchführung zweier Operationen gestattet, und zwar : i. Das Abmessen der Entfernung C-D auf der Landkarte mittels eines Messrädchens und
2. die Multiplikation der so erhaltenen Grösse in das Produkt R. n.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. i zeigt die Vorrichtung in Vorderansicht. Fig. 2 ist ein Schnitt nach X-X (Fig. i). Fig. 3 und zeigen die Vorrichtung im Schnitt nach Y-Y (Fig. 2) in zwei verschiedenen Stellungen des inneren Getriebes. Fig. 5, 6 und 7 stellen eine Einzelheit des Getriebes in verschiedenen Stellungen dar. Fig. 8 ist eine Seitenansicht im Schnitt senkrecht zur Bildfläche der Fig. 7.
Fig. 9 zeigt ein Diagramm der Messaufgabe.
Die Vorrichtung ist in einem taschenuhrähnlichen Gehäuse eingebaut, an dessen Zifferblatt (Zeiger 4) das Ergebnis der Messung abzulesen ist. Am Umfang des Gehäuses treten zwei Scheibenrädchen 1 und 15 heraus. Das innere Getriebe zerfällt in drei voneinander unabhängige Gruppen, deren jede mit einem der genannten drei Bestandteile 1, 4 und 15 verbunden ist.
Das Scheibenrädchen 15 ist mit dem konaxialen Zahnrädchen 14 zu einem Stück verbunden. Dieses greift in das an der Rückenwand 11 des Gehäuses drehbar gelagerte Zahnrad 12 ein, welches an seinem Umfange mit einem radial heraustretenden Stifte 13 und ausserdem mit einem parallel zur Achse seitwärts gerichteten Stift 9 versehen ist. Schema der ersten Gruppe ist 15-14-12 (9-13).
Die zweite Gruppe wird durch das Scheibenrädchen 1 und die das auf der Welle 16 lose aufsitzende Zahnrädchen 17 mit dem Zahnrädchen 1 verbindenden Übersetzungsräder gebildet, wobei das Übersetzungsverhältnis derart gewählt ist, dass jede Drehung des Scheibenrädchens 1 um einen Teilstrich eine volle Umdrehung des Rädchens 17 samt dem mit ihm fest verbundenen Arm. 3 bewirkt. Dieser trägt rückwärts an seinem äusseren Ende einen um einen Stift 18 drehbaren Mitnehmer 7, welcher mit seiner gegen die Achse zugekehrten Spitze in die Verzahnung eines mit der Welle 16 fest verbundenen Zahnrades 2 eingreifen kann. Zu diesem Zwecke ist der Mitnehmer 7 mit zwei Abschrägungen 19 und 20 versehen, von welchen eine unter dem Drucke einer an dem Arm 3 befestigten Feder 8 steht, um den Mitnehmer in einer oder der anderen Lage mit einem geringen Widerstande elastisch anzuhalten.
Schema der zweiten Gruppe ist 1-17-3-18- (7-19, 20)-6.
Die dritte Gruppe besteht aus der Welle 16 mit den mit ihr fest verbundenen Zeiger 4 und Zahnrad 2. Schema 4-16-2.
Schliesslich ist noch der Stift 8 zu erwähnen, welcher oben nahe dem Umfange an der inneren Rückwand 11 des Gehäuses fest angebracht ist und axial soweit in das Gehäuseinnere
<Desc/Clms Page number 2>
hineinragt, dass er beim Drehen des Armes 3 gegen den Stift 13 und hei der in Fig. 5 veranschaulichten Lage des Mitnehmers 7'auch gegen diesen ausschlägt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Wie eingangs gesagt, wird zuerst die Strecke C-D auf der Landkarte durch Befahren
EMI2.1
und 9 um einen Winkel 8-16-9' (Fig. 4) verdreht, welcher der Strecke C-D entspricht, wobei der Stift 9 in die Stelle 9'vorrückt. Die Ausgangs (Null-) lage ist dadurch gesichert, dass der Stift 13 gegen den unbeweglichen Stift 8 anschlägt (Fig. 5).
Xun soll dieser Winkelausschlag entsprechend der Zahl R. u vervielfacht werden, was in folgender Weise erfolgt :
Das reibkantige Scheibenrädchen 1 wird von der XulIage um eine Anzahl Striche gedreht, welche der Anzahl der am Skalentrieder abgelesenen Striche entspricht, wobei das Scheiben- rädchen 7J durch eine nicht eingezeichnete Vorrichtung unbeweglich gehalten wird.
In der Nulllage des Scheibenrädchens befindet sich der Arm 3 in der in Fig. 3 und 5 veranschaulichten
EMI2.2
gestellten Lage umgeworfen wird, in welcher seine gegen die Achse gerichtete untere Spitze in die Verzahnung des Rades'eingreift und das Rad 2 mitzudrehen anfängt. In dieser Lage wird
EMI2.3
kommt, in welcher der in 9'stehende Stift 9 des unbeweglich gehaltenen Systems 15-14-12 gegen die Abschrägung' ? 7 anschlägt und den Mitnehmer entgegen dem Drucke der Feder 6 zurück in die in Fig. 5 bzw. strichliniert in Fig. 7 dargestellte Lage umwirft, in welcher er ausser Eingriff mit der Verzahnung des Rades 2 kommt;
in dieser Lage wird der Mitnehmer durch die jetzt wieder gegen die Abschrägung 20 anliegende Feder 6 während des Restes der Umdrehung des Armes 3, während welcher das Rad 2 stillstcht, nachgiebig gehalten, bis der Arm J wieder in die in Fig. 3 und 5 gezeichnete Lage kommt, wonach beim Weiterdrehen der Armes 3 der Mitnehmer 7 wieder in der geschilderten Weise in Eingriff mit dem Rade 2 gebracht wird, und das Rad 2 um einen weiteren Winkel verdreht.
Da bei jeder vollbrachten Umdrehung des Armes 3 das Rad 2 und übereinstimmend mit ihm der Zeiger 4 um den Winkel 8-16-9'weiter entgegen der Uhrzeigerrichtung verdreht wird, ist klar, dass durch Drehen des Scheibenrädchens 1 um die an dem Skalentrieder abgelesene Anzahl Striche die mit dem Scheibenrädchen 15 auf der Landkarte abgefahrene Strecke, welche im gewählten Übersetzungsverhältnis durch den Winkelausschlag 8-16-9'ausgedrückt war, durch diese Strichanzahl multipliziert auf dem Zifferblatt mittels des Zeigers 4 abgelesen werden kann. wodurch die gesuchte Entfernung A--B ohne Berechnen rasch ermittelt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Ermittlung der gegenseitigen Entfernung zweier unzugänglicher zernierter Punkte im Gelände unter Zuhilfenahme des Skalentrieders und der Landkarte, gekennzeichnet durch einen drehbaren Arm (3), welcher am freien Ende mit einem verschwingbaren Mitnehmer (7) versehen ist, welcher durch nacheinander folgendes Anstossen gegen zwei An- schläge (8, 9), deren einer (8) am Gehäuse fest und deren anderer (9) im konaxialen Kreise mit dem Arm (.
3) wrstellbar ist, abwechselnd in und ausser Eingriff mit der Verzahnung des den Zeiger (4) betätigenden drehbaren Rades (2) gebracht wird, wobei der Verstellungswinkel (8-16-9') des Anschlages (9) die auf der Landkarte ermittelte Entfernung (C-D = e) der Verbindungslinie der beiden zernierten Punkte (A-B) vom Beobachterstandpunkte (C) ausdrückt, um welchen Winkel bei jeder vollendeten Umdrehung des Armes (3) das Rad (2) und mit ihm der Zeiger (-1) weiter gedreht wird, so dass, wenn die Anzahl der Umdrehungen des Armes (3) mit der Strichzahl (n), die am Skalentrieder abgelesen wird, übereinstimmt, der Zeiger (-1) das Produkt (it, e) multipliziert in einer Reduktionskonstante auf dem Zifferblatte (10) anzeigt.