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Einrichtung zum selbsttätigen Anzünden und Auslöschen von Gasbrennern, Kandelabern u. dgl. in vorausbestimmten Zeitpunkten.
Die den Gegentsand der Erfindung bildende Einrichtung ist sowohl für die Beleuchtung mit Pressgas als auch mit Gas unter normalem Druck verwendbar.
Im ersteren Falle wird der in der Gasanstalt erzeugte Überdruck, der in der Anzünde- zeit herrscht, dazu benutzt, um zu einer bestimmten Stunde das gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Anzünden von beispielsweise drei in demselben Kandelaber angeordneten Brennern zu bewirken, ferner das selbsttätige Verlöschen von zwei dieser Flammen herbeizuführen und das Auslöschen der letzten Flamme in dem Augenblick zu veranlassen, da der Überdruck in dem Gaswerk aufhört. Überdies wird das Anzünden der Brenner durch eine Zündflamme bewirkt, die während ganz kurzer Zeit das Gas erhält und durch den Funken angezündet wird, der durch Reibung eines Rädchens an einem Cereisenstück erzeugt wird.
In den Zeichnungen ist Fig. i ein Längsschnitt durch den unteren Teil der Einrichtung mit den Organen zum Öffnen und Schliessen der beiden zu den Gasbrennern des Kandelabers führenden Leitungen. Die Fig. 2 und 3 stellen in Ansicht den oberen Teil der Einrichtung dar, der in Höhe des Kandelabers angebracht ist und in dem die yur Betätigung des momentanen Gaseinlasses in den Zündbrenner und zur Zündung desselben dienenden Organe
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sichtlichen Platte befindet.
In Fig. i bezeichnet 1 einen ringförmigen zylindrischen Behälter, der eine Quecksilbersäule enthält, die dem Druck des aus den Brennern austretenden Gases (I'6111) das Gleichgewicht hält. In diesen Behälter taucht eine Glocke 2, deren Decke an einer Stange 3 befestigt ist, gegen welche ein Hebel 4 anliegt, dessen Drehachse 5 in einem am Behälter 1 emporragenden Träger 6 lagert. An dem Hebel 4 sitzt ein Gegengewicht 7, dessen Stellung verändert werden kann, um den Druck festzusetzen, bei dem die Glocke beginnen soll sich zu heben.
Am Boden des Behälters 1 ist eine Kammer 8 angebracht, die mit einem zentralen Rohr 9 durch Vermittlung einer Scheidewand 10 verbunden ist. Dieses Rohr 9 hat nahe
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einem zugespitzten Kolben. 75 als Führung, der sich auf dem Sitz ventilartig aufsetzt. Der Kolben ist hohl und umschliesst einen mit Öl getränkten Docht zur Schmierung der aneinander gleitenden Teile ; zu diesem Zwecke ist der Kolben 13 mit seitlichen Löchern 15 für den Durchgang des Öles-versehen. Um die Oxydation zu vermeiden, die durch die entstehenden Quecksilberdämpfe hervorgerufen werden könnte, ist das Rohr 9, sein Sitz 12 und der Kolben 13 aus Nickel ; letzterer ist in der Glocke 2 mittels eines Fadens 16 aufgehängt, der mit Reibung durch eine Führung 17 hindurchgeht.
Die Kammer 8 trägt seitlich einen Rohransatz 18, durch den das Gas eintritt und ist an seiner- Bodenfläche an eine Leitung 19 angeschlossen, die am ersten Brenner eines Kandelabers mündet.
Von der Leitung 19 zweigt eine Leitung 20 ab, die in den oberen Teil einer Kammer 21 führt, die innen zwei Sitze 22 und 23 enthält und in der ein an beiden Enden kegelförmiger Zylinderkörper verschiebbar ist, dessen Spitzen 24 und 25 sich in die bezüglichen Sitze 22, 23 einlegen können. Der untere Kegel 25 trägt eine Stange 26. die die Verstellung des Körpers in später beschriebener Weise regelt, Die Kammer 21 ist seitlich an eine Leitung 27 angeschlossen, welche die beiden anderen Brenner des Kandelabers speist.
Unter der Stange 26 ist ein biegsamer Streifen 28 in U-Form angeordnet, der bei 29 seinen Befestigungspunkt hat und auf einem dreieckigen Daumen 30 aufliegt, welcher fest auf einer Achse 30'sitzt, die auch ein Sperrad 31 trägt. Letzteres kann durch einen Bügel 22 in Bewegung gesetzt werden, der bei 33 an einem Hebel 34 angelenkt ist. Der
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zwei Anschlägen an einem Zifferblatt 3'1 anstösst, das in 24 Teile eingeteilt ist und durch ein Uhrwerk 38 betätigt wird. Das Zifferblatt macht in 24 Stunden eine Umdrehung im Sinne des Pfeiles x und der Zeiger wird dabei durch eine Feder 39 gegen einen der Anschläge gedrückt.
Der eine dieser Anschläge 40 ist fest und steht vor der Mitternacht markierenden Ziffer, während der andere Anschlag 41 beweglich ist und auf die für das Anzünden der halbnächtigen Brenner des Kandelabers gewählte Stunde eingestellt werden kann. In Fig. i ist der Anschlag 41 auf die Zahl 19 eingestellt, d. h. auf 7 Uhr abends.
Stellschrauben 42 verhindern jede zufällige Verstellung dieses Anschlages.
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Das aus der Gasanstalt kommende Gas, welches durch die Leitung 18 in die Kammer 8 eintritt, gelangt zunächst in die Leitung 19 und hierauf in die Leitung 27, welche die drei Brenner des Kandelabers speist.
Während des Tages, da der Druck des Gases schwach ist, bleibt die Glocke 2 gesenkt und die Spitze 13 hat sich in ihren Sitz 12 eingesetzt, der biegsame Streifen 28 liegt auf einer Spitze des Daumens 30 auf und die Stange 26 bleibt gehoben. Der konische Teil 24 des Zylinderkörpers liegt in seinem Sitz 22, die Leitungen 19 und 27 sind abgesperrt und es kann kein Gas zu den drei Brennern strömen. Bevor erklärt wird, wie sich der Gaseinlass in die Leitungen 19 und 27 vollzieht, muss bemerkt werden, dass der den Gegenstand der Erfindung bildende Apparat in gleicher Weise das Anzünden der drei vorerwähnten Brenner entweder gemeinsam oder gesondert gestattet.
Die zweite dieser Anzündearten dürfte sich als mehr praktisch erweisen, wegen der durch sie erzielbaren Gasersparnisse. Es genügt ja doch ein einziger Brenner, jim bei einbrechender Dunkelheit die Strasse zu erhellen und die beiden anderen sind nur später und zu einer vorgerückteren Stunde notwendig. Es soll also das getrennte Anzünden zunächst beschrieben werden und in dem gewählten Beispiel sind für einen Kandelaber drei Brenner angenommen, die bei dem Druck von i m 60 eingestellt, der erste um 6 Uhr und die beiden anderen um 7 Uhr sich anzünden.
Um dies zu erreichen, braucht die Gasanstalt nur einen genügenden Druck in das Rohrnetz zu geben, dass an den Brennern r6 m Wassersäule gemessen werden kann, und zwar zu einer geeigneten Stunde, so dass die Brenner den Druck um 7 Uhr erhalten. Vorher ist dafür Sorge zu tragen, dass der Anschlag 41 des Zifferblatts vor die Ziffer 19 zu stehen kommt und das Zifferblatt auf die Stunde einzustellen.
Der im Gaswerk erzeugte Überdruck hat zur Folge, dass die Glocke 2 im Gefäss 1 sich hebt ; dabei verlässt der Kolben 13 seinen Sitz und hebt sich, indem er die Löcher 11 im Rohr 9 freigibt, so dass das Gas in die Leitung 19 durch die Kammern 8, die Löcher 11 und den Sitz 12 eintreten und so den ersten Brenner des Kandelabers speisen kann, der in später beschriebener Weise sich entzündet.
Um 7 Uhr verlässt der bewegliche Anschlag 41, der bei seiner Drehbewegung gegen den Zeiger 36 gestossen war und das Sperrad 31 unter Spannung gesetzt hatte, den Zeiger 36, der durch seine Feder 39 zu einer Schwenkbewegung veranlasst wird. und den Bügel 32 mitnimmt ; letzterer dreht das Sperrad und bringt den dreieckigen Daumen 30 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung. Der biegsame Streifen 28 senkt sich und der zweispitzige Zylinderkörper 24, 25 ist nun nicht mehr durch die Stange 26 unterstützt und fällt gleichfallt herab.
Hierbei setzt sich sein konischer Teil 25 in seinen Sitz 23, um jedes Entweichen von'Gas um die Stange 28 herum hintanzuhalten ; der andere Sitz 22 liegt frei und das von der Kammer 8 kommende Gas dringt durch die Leitungen 19, 20 in die Kammer 21 und durch den Sitz 22 in die Leitung 27, die die beiden anderen Brenner speist. Diese beiden Brenner entzünden sich an dem in unmittelbarer Nahe liegenden ersten Brenner.
Die drei Brenner des Kandelabers werden demnach, und zwar der eine durch die Leitung 19, welche den Überdruck des Gaswerks empfängt, die beiden anderen durch die vom Überdruck unabhängige Leitung 27 gespeist. Um Mitternacht verlässt der feste Anschlag 40, der bei seiner Drehbewegung den Zeiger 36 mitgeführt und das Sperrad 31 durch den Bügel 39 unter Spannung gestellt hat, diesen Zeiger und der Hebel 34 wird durch seine Feder 39 verschwenkt und nimmt den Bügel mit, so dass sich das Sperrad dreht und der Daumen 30 durch eine seiner Ecken den biegsamen Streifen 28 hebt. Letzterer wirkt auf die Stange 26 des zweispitzigen Zylinderkörpers, der Kegel 24 wird in seinen Sitz 22 hineingedrückt und sperrt den Gaszufluss zur Leitung 27, welche zwei Brenner speist.
Diese beiden löschen aus und der durch die Leitung 19 gespeiste Brenner brennt allein weiter.
Am Morgen, wenn der Gasdruck in der Anstalt sinkt, senkt sich die Glocke 2, der Kolben 13 setzt sich in seinen Sitz 12 und der Zutritt des Gases zur Leitung wird unterbrochen, so dass der letzte Brenner im Kandelaber gelöscht wird. Sobald am folgenden Tage das Gaswerk einen neuerlichen Überdruck aussendet, hebt sich die Glocke 2 von neuem und der erste Brenner entzündet sich. Um 7 Uhr gibt der bewegliche Anschlag, vorausgesetzt, dass er nicht verstellt worden ist, neuerdings den Zeiger 36 frei und es erfolgt das Anzünden der beiden anderen Brenner ; hierauf erfolgt um Mitternacht das Verlöschen dieser beiden Brenner usw.
Für das gleichzeitige Anzünden genügt es, den Anschlag 41 zu verstellen und ihn auf den Zeiger 36 zu irgendeiner Stunde des Tages einwirken zu lassen, wenn der Kolben 13 auf seinem Sitz 12 aufruht, d. h. bevor der Überdruck auf die Glocke wirken kann. Damit wird im voraus der freie Durchgang des Gases zur Leitung 27 und zu den beiden letzten Brennern vorbereitet und wenn dann die Glocke steigt, kann das Gas gleichzeitig den
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Brenner der Leitung 19 und die beiden Brenner der Leitung 27 speisen. Man kann übrigens auch ohne Nachteil die Leitung 27 offen lassen, da das durch den Kolben zurückgehaltene Gas nicht dahin gelangen kann.
Das Verlöschen um Mitternacht findet auf die gleiche Art statt wie im Falle des gesonderten Anzündens.
Es bleibt noch zu erklären, wie man das Anzünden der Brenner des Kandelabers bewirkt, wenn sie durch das von den Leitungen 19 und 27 herkommende Gas gespeist werden. Der erste Brenner wird auf mechanischem Wege angezündet, die beiden anderen entzünden sich an dem ersten.
Im oberen Teil des Kandelabers unterhalb der Brenner ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, ein Zündrohr 43 mit zwei Öffnungen 44 und 44'angeordnet, Es mündet mit seinem unteren Ende in eine Kammer 45, die im Innern zwei Sitze 46, 47 für die beiden kegelförmigen Enden d8, ±9 eines Zylinderkörpers aufweist. Durch den Sitz 47 hindurch steht die Kammer 45 mit der Leitung 50 in Verbindung, die an die Hauptleitung 19 anschliesst. Der obere kegelförmige Teil 48 des Zylinderkörpers ist an einer Stange 51 befestigt, die ein Gewicht 52 trägt und bei 53 am Ende eines Winkelhebels 54, 56 angelenkt ist, der bei 55 drehbar schwenkbar gelagert ist und dessen aufragender Arm 56 in eine biegsame Zunge 57 ausläuft.
Infolge der Wirkung des Gewichtes 52 legt sich die Zunge 57 gegen eine auf einer Achse 59 sitzende Daumenscheibe 58 beständig an.
Neben der Öffnung 44 des Zündrohres 43 ist ein Reibrädchen 60 auf der Achse 61 befestigt, auf dem ein Cereisenstück 62 aufliegt, das stellbar in einem Halter 63 an dem Hebel 64 sitzt, der sich um die Achse 65 drehen kann und unter dem Zug einer Feder 66 den Stein 62 gegen das Reibrädchen drückt. Auf der Achse 61 des letzteren sitzt ein Zahnrad 67, das in einen Zahnbogen 68 eingreift, der um die Achse 69 schwenkbar ist und einen Arm 70 trägt, welcher im Ruhezustand gegen eine Rolle 71 an einem der Enden des Hebels 72 anliegt, der in seiner Mitte auf die Achse 73 aufgekeilt ist ; das andere Hebelende trägt ebenfalls eine Rolle 74. Eine Feder 75 sucht den durch den Arm 70 zurückgehaltenen Zahnbogen 68 beständig zu drehen.
Der ganze Mechanismus ist an einer Platte 76 hinter einer anderen in Fig. 2 gezeigten Platte 77 befestigt, auf welcher die die Verschiebung des Zylinderkörpers 48, 49 und die Drehung des Reibrädchens gestattenden Organe angebracht sind.
Auf der Platte 77 sitzt an einer Achse 78 eine Federtrommel 79, deren Zahnrad 80 einerseits in einen Trieb 81 auf der Achse 73 des die Rollen 71, 74 tragenden Hebels 72, andrerseits in ein Triebrad 82 auf der Achse 59 der Daumenscheibe 58 eingreift. Der Trieb 81 überträgt die Bewegung durch Vermittlung eines Rädersatzes auf eine Scheibe 83, an der ein Stift 84 seitlich vorsteht, gegen den sich ein um 86 drehbarer Hebel 85 anlegt und auf diese Weise die Drehung der Federtrommel 79 hemmt. Der Hebel 85, welcher am Zapfen 86 schwingbar angeordnet ist, trägt seinerseits einen seitlich vorstehenden Zapfen 87, der sich in einem Einschnitt der Scheibe 88 einlegt, die auf der Achse 59 der Daumen-
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Auf einer Achse 90 sitzt ein Hebel 91, der mit dem Gegengewichtsarm 4 (Fig. I) durch einen Draht 92 verbunden ist und mit einem Daumen 93 unter dem Zug einer Feder 95 beständig in Anlage mit einer Nase 94 des Hebels 85 gehalten ist.
Das Anzünden der Brenner des Kandelabers findet auf folgende Art statt :
Wenn das Gas in die Leitung 19 gelangt, wird die Glocke 2 gehoben und der Hebel 4 steht in der in Fig. i gezeigten Stellung, während der Hebel 91 unter der Wirkung seiner Feder 95 infolge der Schlaffheit des Drahtes 92 sich um die Achse 90 drehen kann ; der Daumen 93 wirkt auf die Nase 94 und der Hebel 85 schwenkt aufwärts, so dass er den Stift 84 freigibt und der Zapfen 87 wird aus dem Einschnitt der Scheibe 88 ausgehoben, so dass die Bewegung beginnen kann.
Ist der Daumen 93 am Ende seines Weges angelangt, so kommt er ausser Berührung mit der Nase 94 und in diesem Augenblick würde der durch diese Nase nicht mehr angehoben erhaltene Hebel 85 wieder herabgehen, wenn nicht der mit ihm fest verbundene Zapfen 87 sich auf die Scheibe 88 stützen würde, die infolge ihrer Drehung den Einschnitt vom Zapfen wegbewegt hat, so dass dieser nicht mehr einfallen kann.
Hat die Scheibe 88 eine volle Umdrehung vollendet, so lässt der an den Anfangspunkt seiner Drehbewegung zurückgekehrte Einschnitt den Zapfen eintreten und es kann daher der Hebel 85 in seine Ausgangsstellung zurückkehren und stosst hiebei auf den Stift 84, welcher die gesamte Bewegung hemmt.
Lediglich der Druck des Hebels 38 auf den Stift 84 bewirkt das Abstellen der Be-
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Zapfen dazu benutzt werden, um die Scheibe 88 und dadurch die Trommel stillzusetzen, so würde im Augenblick des Ausrückens des Zapfens zwecks Ingangsetzens ein beträchtlicher Widerstand überwunden werden müssen.
Die Scheibe 88, die in direktem Eingriff mit der Trommel steht, hat nämlich die ganze Federkraft aufzunehmen und würde mit dieser ganzen Kraft auf den Zapfen mit einer Flanke ihres Einschnittes drücken, wodurch die Auslösung im letzten Augenblick sehr schwer gemacht würde.
Um diesen Druck hintanzuhalten, ist im Einschnitt ein gewisses Spiel vorhanden, so dass nach erfolgtem Anhalten die Scheibe 88 sich nicht auf den Zapfen 87 stützt.
Die Trommel nimmt bei der Drehung der Scheibe 88 auch die Daumenscheibe 58 mit, die bei ihrer Drehung den Hebel 56 zum Ausschwingen bringt, dessen Arm 54 das Kegelventil 49 von seinem Sitz 47 abhebt, so dass durch die Leitung 50 zutretendes Gas in die Kammer 45 und aus dieser zu den Öffnungen 44 und 44'des Zündrohres 43 gelangen kann. In demselben Augenblick beginnt der Hebel 72 seine Schwenkbewegung, dessen Rolle 71 wirkt auf den Arm 70 und dreht das Bogenstück 68 im Sinne des Pfeiles y : nach einer gewissen Winkelverstellung verlässt die Rolle 71 den Arm 70 und das Bogenstück 68, das sich unter der Wirkung der Feder 75 rasch zurückdreht, dreht das Reibrädchen 60 und ruft die Entzündung des aus den Öffnungen 44 und 44'des Zündrohres 43 austretenden Gases hervor.
Die untere Rolle 74 greift nun an den Arm 70 an und verlässt ihn dann wieder, was zur Folge hat. dass ein zweiter Zündfunken erzeugt wird, der das Anzünden der Zündflamme hervonuft falls der erste Funken vor Anlangen des Gases im Zündrohr erzeugt worden sein sollte.
Wenn die Daumenscheibe 58 eine volle Umdrehung ausgeführt hat, fällt der Zapfen 87 wieder in den Einschnitt der Scheibe 88 ein und gestattet dem Hebel 85 auf den Stift 84 (Fig. 2) zu wirken und die Bewegung zu unterbrechen. Der Daumen 58 befindet sich alsdann in der in Fig. 3 gezeigten Stellung und das Kegelventil 49 versperrt infolge Aufsetzens auf seinen Sitz 47 dem Gas den Zutritt zum Zündbrenner 42.
Um ein allmähliches Stillsetzen der Trommel 79 zu sichern, in dem ein plötzliches Schwingen des Hebels 85 durch den Daumen 93 verhindert wird, was dem Scheibeneinschnitt keine Zeit zur Verstellung lassen würde, vollzieht sich die Hebung der Glocke 2 (Fig. i) stets langsam, welches auch der Gasdruck sein mag, wegen der Reibung des Ventilkörpers 13 in dem Rohr 9 und des Drahtes 16 in seiner Führungshülse 17. Es ergibt sich daraus eine langsame Schwingung des Hebels 91 (Fig. 2), die sich ebenfalls langsam auf den Hebel 85 überträgt. Der Hebel 91 bleibt in angehobener Stellung, bis der Druckabfall am Morgen die Glocke wieder sinken lässt, die nun einen Zug auf den Draht ausübt und die Feder 95 von neuem spannt.
In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenommen, dass der Gasüberdruck dazu benutzt wird, um eine Glocke zu heben ; es könnte jedoch zur Betätigung der verschiedenen Teile der Einrichtung auch ein mit Membrane ausgerüsteter Apparat verwendet werden.
Für den Fall, als zur Beleuchtuug statt des Pressgases gewöhnliches Gas benutzt wird, wird die Glocke oder der Membranapparat durch eine zweite Kammer, ähnlich der schon beschriebenen Kammer 21 ersetzt, die ebenfalls einen doppelwirkenden Kolben mit zwei Kegelventilen besitzt. Diese Kammer nimmt das für den ersten Brenner bestimmte Gas auf, während die Kammer 21 das Gas für die beiden anderen Brenner erhält. Ein weiter U-förmiger biegsamer Streifen ähnlich dem Streifen 28 wirkt auf den Kolben der zweiten Kammer und wird gehoben oder freigegeben durch einen Daumen, dessen Form den Bedingungen für den Gaseinlass angepasst ist. Dieser Daumen ist mit dem Sperrad 31 fest verbunden, welches alsdann acht Zähne erhält.
Die erste Bewegung bewirkt den Gaseinlass zum ersten Brenner, die zweite Bewegung den Gaseinlass zu den beiden anderen Brennern, die dritte Bewegung das Absperren des Gases zu diesen beiden Brennern und die vierte Bewegung die Gasabsperrung zum ersten Brenner,
Diese vier Bewegungen entsprechen einer halben Umdrehung des Sperrades. Das mit Einteilung versehene Zifferblatt besitzt in diesem Falle vier Arme (ähnlich dem Arm 41), von denen drei regelbar sind, während der vierte, für Mitternacht bestimmt feststeht.
Schliesslich erfolgt die Anzündebewegung nicht durch Heben der Glocke, sondern durch die Verstellung des U-förmigen biegsamen Streifens, der auf einen mit Gewicht ausgerüsteten Arm wirkt.
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