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Anzeigevorrichtung für Milchsammelbehälter.
Gegenstand der Erfindung ist eine in bekannter Weise durch einen Schwimmer betätigte Anzeigevorrichtung für solche fahrbare Milchsammelbehälter, die an den Ständen entlang gefahren werden und in welche die frisch gemolkene Milch eingegossen wird. Durch die Vorrichtung soll es ermöglicht werden, festzustellen, wieviel Milch jede Kuh gegeben hat und gleichzeitig eine Kontrolle darüber zu üben, wieviel Milch im ganzen in den Behälter eingefüllt worden ist.
Erfindungsgemäss erfolgt dies durch eine Anzahl von in Führungen gleitenden Bolzen, die mit längs Skalen bewegten Zeigern versehen sind und wahlweise über die Schwimmerstange gebracht von dieser angehoben werden.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel und veranschaulicht Fig. i die Füllvorrichtung mit der Anzeigevorrichtung auf dem Behälter des Milchwagens im Vertikalschnitt, Fig. 2 zeigt in grösserem Massstabe die Anzeigevorrichtung in Vorderansicht und Fig. 3 dieselbe im Vertikalschnitt.
Auf den Milchbehälter 1 ist das zylindrische Gefäss 2 aufgesetzt, dessen Boden 3 eine Öffnung aufweist, die durch ein Ventil 4 geschlossen werden kann. An dem am Boden 3 angebrachten Arm 5 ist ein Hebel 6 schwingbar gelagert, dessen freies Ende mit dem Ventil 4 in Verbindung steht, während an seinem anderen Ende eine Stange 7 angelenkt ist, die mit einem bei 8 schwingbaren Handhebel 9 in Verbindung steht. Drückt man den
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stange 11 sich in einer Führung 12 führt, die an einem Arm 13 angebracht ist, der eine Anzeigevorrichtung trägt.
Diese Anzeigevorrichtung besteht aus einer kreisrunden Führungsplatte-M, um welche ein Gehäuse 15 drehbar ist. Zur bequemen Ausführung der Drehbewegung ist das Gehäuse 15 mit einem Handgriff 16 versehen. Die Vorderseite des Gehäuses 16 ist in einzelne Abschnitte 17, 18, 19 usw. eingeteilt. Jeder Abschnitt ist für je eine Kuh bestimmt ; der Name der betreffenden Kuh kann in ein besonderes Feld a des betreffenden Abschnittes eingeschrieben werden. In jedem dieser Abschnitte ? 18, 19 usw. ist ein radialer Führungskanal 20 angebracht, in welchem sich ein Bolzen 2} mit geringer Reibung so führt, dass er, sich selbst überlassen, die Stellung im Führungskanal beibehält, die ihm erteilt worden ist. Jeder dieser Bolzen 21 ist mit einem Zeiger 22 versehen, dessen Stift in einem radialen Schlitz 23 gleitet.
Der Zeiger 22 bewegt sich längs einer Skala 24, die die Anzahl der Liter Milch angibt, welche in den Behälter 2 eingegossen werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Ehe die Milch in den Behälter 1 eingegossen wird, wird angegeben, von welcher Kuh diese Milch kommt. Zu diesem Zwecke wird das Gehäuse 15 der Anzeigevorrichtung durch Drehen so eingestellt, dass der jeweilige Abschnitt (17 oder 18 usw. ), welcher eben zu der betreffenden Kuh gehört, von welcher die Milch kommt, über dem Ende 25 der Schwimmerstange IZ sich befindet. Alsdann wird die Milch in den Trichter des Behälters 2 eingegossen und entsprechend der Menge der eingegossenen Milch steigt der Schwimmer 10 in dem Behälter 2 hoch,
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Durch die vorherige Einstellung der Anzeigevorrichtung steht das freie Ende 25 der Schwimmerstange 11 dem Bolzen 21 des betreffenden Zeigers 22 gegenüber (Fig. 2 und 3).
Beim Steigen des Schwimmers 10 in dem Behälter 2 stösst das freie Ende 25 der Schwimmerstange 11 gegen den Bolzen 21 des in Betracht kommenden eingestellten Abschnittes und schiebt diesen in seiner Führung 20 nach oben, wobei sich der Zeiger 22 des Bolzens 21 auf der Skala 24 verschiebt, von welcher man dann unmittelbar die Menge der in den Behälter 2 eingefüllten Milch ablesen und somit die Menge der von der betreffenden Kuh gelieferten Milch feststellen kann.
Drückt man alsdann auf den Hebel 9 so wird durch Vermittlung der Hebelstange 7 und des doppelarmigen Hebels 6 das Ventil 4 geöffnet, worauf die in dem Behälter 2 befindliche Milch in den Sammelbehälter 1 läuft, während sich gleichzeitig der Schwimmer 10 senkt und das freie Ende 25 der Schwimmerstange 11 aus der Führung 20 des Gehäuses 15 der Anzeigevorrichtung heraustritt, bis eg in die in Fig. 2 und 3 gezeichnete Lage gelangt und dadurch auch das Gehäuse 15 für die weitere Einstellung eines anderen Abschnittes freigegeben hat. Durch die Reibung des Bolzens 21 in seiner Führung 20 bleibt der Bolzen in seiner Lage und dadurch der Zeiger 22 auf seiner Skala 24 stehen.
Lässt man den Hebel 9 los, so fällt das Ventil 4 selbsttätig in seine Schlusslage zurück, so dass die nächste Füllung nach entsprechender Einstellung bzw. Verdrehung des Gehäuses 15 der Anzeigevorrichtung erfolgen kann.
Die Anzeigevorrichtung zeigt nach Beendigung der Füllung des Sammelbehälters 1 einmal die Menge der Milch an, die jede einzelne Kuh gegeben hat, und ferner lässt sich durch Summierung dieser von den einzelnen Kühen gelieferten Milchmengen der Inhalt des
Sammelbehälters kontrollieren.