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Tierfigur als Behälter für Süßigkeiten Zur Darstellung von Osterhasen
ist es bekannt, Nachbildungen eines Hasenkörpers aus Papierinache o. dgl. anzufertigen
und den hohlen Tierkörper mit Süßigkeiten, vorzugsweise in Form von Ostereiern,
zu füllen. Dabei ist gewöhnlich der Kopf des Osterhasen abnehmbar, um dessen Füllung
vornehmen zu können. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, einen Hasen mit einem
Rückentragkorb, einer Kiepe, auszurüsten, der mit Eiern usw. gefüllt werden kann.
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Die Erfindung betrifft eine Verbesserung derartiger Tierfiguren, und
zwar handelt es sich darum, die Spieleigenschafien der Figuren zu erhöhen, so daß
diese besser als bisher als allgemeines Kinderspielzeug dienen können. Der Grundgedanke
der Erfindung besteht darin, im unteren Teil des Tierkörpers für die in diesem enthaltenen
Eier o. dgl. eine Auslaßöffnung vorzusehen, die absatzweise zu öffnen ist, derart,
daß auf diese Weise ein Ostereier legender Hase entsteht. Die Freigabe der Auslaßöffnung
ist dabei in verschiedener Art ausführbar. Es kann ein einfacher Schieber angeordnet
sein, der von Hand geöffnet «-erden muß, oder es kann beispielsweise ein Zellenrad
benutzt werden, das bei seiner Drehung die im Hasenkörper befindlichen Eier nach
draußen fördert. Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird das Zellenrad
von zwei Laufrollen des Osterhasen angetrieben. Der Osterhase oder ein anderes entsprechendes
Tier kann also bei dieser Ausbildung als Spielzeug im Sinne der bekannten fahrbaren
Tierfiguren aus Holz, Stoff usw. benutzt werden, wobei der Hase oder ein Huhn usw.
beim Fahren von Zeit zu Zeit ein Ei fallen läßt, sofern der Tierkörper vorher mit
Eiern gefüllt wurde.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand
von zwei
Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Abb. i einen Osterhasen in Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, Abb. 2 in gleicher Weise eine andere Ausführung eines Osterhasen,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 2.
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Wie aus Abb..i ersichtlich, befindet sich hier der Körper i des Hasen,
der aus Preßmasse beliebiger Art oder gegebenenfalls auch aus Blech o. dgl. hergestellt
sein kann, auf einer Standplatte 2, die hinter dem Hasenkörper i eine Einwölbung
3 hat. Diese stellt das Nest dar, in das der Hase seine Eier legen soll. Der Hasenkörper
i ist hinten mit einer Kiepe 4 versehen, die oben offen ist und mit Eiern gefüllt
werden kann. Im unteren Teil der Kiepe 4 befindet sich eine Öffnung 5, die in das
Innere des Hasenkörpers i führt. Hier schließt sich an die Öffnung 5 ein gewundener,
schlauchartiger Kanal 6 an, der unten zu einer Auslaßöffnung führt, die unmittelbar
über dem Nest 3 liegt. Diese Auslaßöffnung 7 ist normalerweise durch einen kleinen
Schieber 8 verschlossen, der auf und ab beweglich ist, derart, daß er bei Aufwärtsbewegung
die auslaßöffnung 7 freigibt. Zur Betätigung des Schiebers 8 ist an diesem eine
Stange 9 aus Draht angelenkt, die innerhalb des Hasenkörpers i nach oben führt und
in Höhe des Kanals 6 etwas ausgebogen ist.
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Die Vorderpfoten io des Osterhasen sind auf einer durch den Hasenkörper
i durchgesteckten Achse i i befestigt, so daß diese bei Herunterdrücken der Pfoten
io entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Damit beide Pfoten io auch einwandfrei
gemeinsam bewegt werden, sind diese durch ein Osterei 12 oder einen anderen Gegenstand
verbunden, den der Osterhase also zwischen seinen Pfoten hält.
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Die Achse i i ist ungefähr in der Mitte des Hasenkörpers i gekröpft,
so daß eine Kurbel 13 entsteht, an die die Stange 9 des Schiebers 8 angelenkt ist.
Auf die Kurbel 13 wirkt eine Draht-oder Blattfeder 14 ein, die in beliebiger Weise
innerhalb des Hasenkörpers i befestigt ist, beispielsweise durch Einschieben in
eine Lasche 15. Die Spannkraft der Feder 14 wirkt so, daß der Schieber dadurch in
seiner Schließlage gehalten 'wird. In Ruhelage der Einrichtung können also infolge
des geschlossenen Schiebers 8 keine Eier aus der Öffnung 7 herauskommen.
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Die Wirkungsweise ist folgende: `Die Kiepe 4 des Osterhasen wird mit
Eiern oder auch mit anderen, beispielsweise kugelförmigen Süßigkeiten oder schließlich
auch mit sonstigen Kugelkörpern, wie Murmeln o. dgl., gefüllt. Die eingefüllten
Ostereier oder anderen Körper müssen natürlich in ihrer Größe auf die Weite des
Kanals 6 abgestimmt sein, damit kein Verklemmen stattfindet. Zu große Gegenstände
bleiben in der Kiepe 4 zurückgehalten. Die in der Größe richtigen Körper fallen
von der Kiepe 4 in den Kanal 6 und füllen diesen vollständig an. Wird nun auf das
Ei 12 gedrückt, so gehen die Vorderpfoten io nach unten, wodurch die Achse i i entsprechend
verschwenkt wird. Die Kurbel 13 geht nach oben und nimmt die Stange 9 mit nach oben,
wodurch diese schließlich den Schieber 8 aufzieht. Dadurch fallen je nach der Dauer
des Herunterdrückens der Pfoten io ein oder mehrere Eier aus der Austrittsöffnung
7 in das Nest 3.
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Bei der zweiten Ausführungsform nach Abb. 2 ist der Hasenkörper 16
ebenfalls mit einer nach oben offenen Kiepe 17 versehen. Von dieser führt eine Öffnung
i8 in das Innere des Hasenkörpers 16, der hier keinen Kanal enthält, sondern direkt
die eingefüllten Eier aufnimmt. Im unteren Teil des hohlen Hasenkörpers 16 sind
Wandungen 19, 20 so vorgesehen, daß eine Art Trichter zur Führung der Eier
entsteht. An der unteren Öffnung dieses Trichters liegt ein Zellenrad 2i, das sich
fest auf einer Welle 22 befindet und von den hier entsprechend gewölbten Wandungen
i9, 2o gehäuseartig eingeschlossen ist. Der Hasenkörper i steht, abgesehen von den
Hinterpfoten, auf zwei Laufrollen 23, die fest auf einer Welle ?4 sitzen. Auf dieser
Welle ist außerdem noch ein Zahnrad 25 befestigt, das in ein auf der Zellenradwelle
22 sitzendes Zahnrad 26 eingreift. Hinter dem Zellenrad 21 liegt die Auslaßöffnung
27. Ein Nest ist bei dieser Ausführung nicht vorgesehen, doch kann es gewünschtenfalls
angebracht werden.
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Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist folgende: Die Füllung
geschieht wieder durch die Kiepe 17. Die Ostereier oder sonstigen kleinen Kugeln
usw. gelangen durch die Öffnung 18 in den hohlen Hasenkörper 16. Die Öffnung 18
dient in diesem Falle vornehmlich als Kontrollöffnung, damit nicht zu große Eier
in das Innere des Hasenkörpers 16 hineingesteckt werden können. Die eingefüllten
Eier füllen dann den unteren Teil des Hasenkörpers 16 vollständig aus. Wird nun
der Hase auf seinen Laufrollen 23 nach vorwärts gerollt, so dreht sich die Welle
24 nach Abb. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn, über die Zahnräder 25,:26 wird die Zellenradwelle
22 im Uhrzeigersinn gedreht, und das Zellenrad fördert, wie Abb.2 erkennen läßt,
absatzweise Eier durch die AuslaßöffnUng 27 nach außen.
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Durch eine geeignete Übersetzung der beiden Zahnräder 25, 26 wird
erreicht, daß die Eier beim Rollen des Osterhasen nicht zu schnell aufeinander abgegeben
werden. Es ist zusätzlich möglich, das Zellenrad 21 mit nur zwei oder auch nur einer
einzigen Zelle zu versehen, wodurch derZeitabstand zwischen dem Austreten der einzelnen
Eier noch mehr vergrößert werden kann.
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Hinsichtlich der Ausführung der konstruktiven Einzelheiten sind überhaupt
die verschiedensten Variationen möglich. So kann -beispielsweise der Antrieb
des Schiebers 8 nach Abb. i statt durch Bewegen der Pfoten durch Neigen des Kopfes
erfolgen. Der Kopf wird zu diesem Zweck durch ein einfaches Gelenk am Hasenkörper
befestigt. Mit dem Gelenk ist ein Hebelarm derart verbunden, daß der Hebelarm beim
Neigen des Kopfes nach
vorn die an ihm angelenkte Stange 9 nach
Abb. i anhebt, wodurch der Schieber 8 in gleicher Weise geöffnet wird. Auch können
natürlich die federnden Mittel zum Halten des Schiebers in seiner Schließlage unten
am Schieber selbst angebracht sein.
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Der Antrieb des Zellenrades 21 nach Abb. 2 und 3 kann auch durch andere
-Mittel als durch den Zahnradantrieb 25, 26 vorgenommen werden. So kann beispielsweise
eine Art Schlagfinger auf der Welle 24 befestigt werden, der auf die Flügel des
Zellenrades einwirkt und diese weiterdreht, etwa in der Weise, wie dies bei .@Titrieben
mit Malteserkreuz der Fall ist. Auch eine Art Riemenantrieb von der Welle 24 auf
die Welle 22 ist möglich, wobei etwa ein endloses kleines Gummiband um beide Wellen
läuft. Schließlich kann auch die Ausstoßeinrichtung statt mit Schieber oder Zellenrad
mit einem kolbenförmigen Stößel arbeiten, der in einem kleinen Röhrchen hin und
her beweglich ist, wobei das Röhrchen eine nach oben gerichtete Öffnung hat, in
die immer ein einzelnes Ei hineinfallen kann, das dann durch die Stößelbewegung
nach draußen gefördert wird. Die Stößelbewegung kann in diesem Falle durch Drücken
auf einen vorn am Hasenkörper befindlichen Knopf bewirkt werden usw.