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Zählwerk-AusschÅalt-und Sperrvorrichtung an Rechenmaschinen mit mehreren Zählwerken.
Bei Rechenmaschinen mit mehreren aushebbaren Zählwerken sind verschiedene Vorrichtungen bekannt, welche den Zweck haben, je nach Bedarf die rechnerische Funktion des einen Zählwerkes von der des zweiten unabhängig zu gestalten bzw. das eine Zählwerk noch rechnen zu lassen, während das andere ausser Betrieb gesetzt ist.
Dieser Zweck wurde bisher immer nur durch mehr oder minder komplizierte Einrichtungen, welche aber stets, auf den Antrieb der Zählwerke wirkten, erreicht.
Bei Rechenmaschinen mit mehreren aushebbaren Zählwerken, an denen die vorerwähnten Einrichtungen nicht vorhanden sind, kann das eine Zählwerk nur dann von dem anderen unabhängig betätigt werden, wenn man das auszuschaltende Zählwerk nach der von Hand aus erfolgten Loskupplung von dem anderen Zählwerke, durch Ausheben bzw.
Umklappen, welches gleichfalls von Hand. aus erfolgt, ausser den Bereich der Antriebsräder bringt. Dieser Vorgang bringt ausser dem Nachteil der meistens umständlichen Loskupplung der Zählwerke voneinander auch noch die Gefahr mit sich, dass das ausgehobene Zählwerk durch die Erschütterungen der Maschine während der Arbeit oder durch eine Unachtsamkeit des die Maschine Bedienenden wieder in den Bereich des Antriebwerkes gelangen kann, wodurch Störungen oder zumindest Rechenfehler verursacht werden. Ein weiterer, besonders wesentlicher Nachteil ist der Umstand, dass das auszuschaltende Zählwerk in jeder Stellung des Antriebwerkes ausgehoben bzw. eingeschaltet werden kann, was naturgemäss die Ursache gänzlich falscher Resultate in dem ausgehobenen oder wieder eingeschalteten Zählwerke wird.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, bei Rechenmaschinen mit mehreren aufklappbaren Zählwerken die Ausschaltung des einen Zählwerkes von der Funktion des anderen auf einfache und sichere Art zu ermöglichen, ohne dass hierbei die vorerwähnten Übelstände auftreten.
Erfindungsgemäss wird das auszuschaltende Zählwerk auf mechanischem Wege von einer Hebevorrichtung angehoben und von dieser während des Rechnens ausser dem Bereich des Antriebswerkes gehalten. Hierdurch wird der rechnerische Vorgang in diesem Zählwerk für eine beliebige Zeit unterbrochen.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Einrichtung derart getroffen, dass der Ausschaltmechanismus nur in der Normalstellung (Anfangsstellung) des Antriebsmechanismus betätigt werden kann.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes an einer Thomasrechenmaschine mit mehreren aufklappbaren Zählwerken dargestellt, und zwar zeigt
Fig. i eine Seitenansicht der Maschine mit der Ausschalt-und Sperrvorrichtung und
Fig. 2 eine Draufsicht auf den betreffenden Teil der Maschine,
Fig. 3 eine Ansicht des mit der Ausschalt-und Sperrvorrichtung im Zusammenhang stehenden Antriebsmechanismus.
Bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel besteht die Einrichtung im wesentlichen aus einem mit einer Taste 2 versehenen Hebel 1, welcher um einen Zapfen 3 drehbar ist und dessen freies Ende mit einem im Bereiche des auszuschaltenden Zählwerkes 11 liegenden, verschiebbar gelagerten Zapfen 4 zusammenwi, kt. Ein unter Federwirkung stehender Riegel 5 sichert den Hebel 1 in der Gebrauchslage durch Einschnappen in eine
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Nut bzw. Ausnehmung 6 des Hebels.
Mit der Achse 8 der Kurbel 7 ist eine Nockenscheibe 9 fest verbunden, welche einen Schwinghebel 10 entgegen der Wirkung einer Feder 11 beeinflusst,
Im vorliegenden Falle wird die Nockenscheibe 9 unmittelbar von dem auf der Kurbelachse 8 sitzenden Übertragungskegelrad gebildet, welches zu diesem Behufe einen nasenartigen Fortsatz 9'besitzt. Das obere, mit einem Ansatz 12 versehene Ende des Schwinghebels 10 korrespondiert mit einer Ausnehmung 11'des Hebels i, in welche er beim Ausschalten des Zählwerkes 11 einschnappt.
Die Wirkungsweise der Ausschalt-und Sperrvorrichtung ist folgende :
Bei Normalstellung (Anfangsstellung) der Kurbel 7 wird durch Druck auf die Taste 2 der Hebel 1 um den Bolzen 3 verschwenkt und hebt den Zapfen 4 und mit diesem das Zählwerk 11 hoch, so dass letzteres ausser Eingriff mit dem Antriebsmechanismus gebracht wird. Gleichzeitig schnappt der Riegel 5 in die Nut 6 des Hebels 1 ein. und sichert letzteren in der Gebrauchslage.
Nunmehr kann das Zählwerk 1 unabhängig vom Zählwerk 11 betätigt werden. Beim Verdrehen der Kurbel 7 schnappt der Ansatz 12 des Schwinghebels 10 im Momente als die Nase 9'ausserhalb des Bereiches des Schwinghebels 10 gelangt, in die Ausnehmung des Hebels 1, wodurch letzterer gegen unbeabsichtigte Beeinflussung wirksam geschützt ist.
Das Lösen der Ausschaltvorrichtung bzw. das Wiedereinschalten des Zählwerkes 11 kann gleichfalls nur in der Normalstellung der Kurbel bewerkstelligt werden, da nur in dieser Kurbelstellung der Ansatz 12 des Schwinghebels ausser Eingriff mit der Ausnehmung 11' des Hebels 1 steht.
Wird in einer der Zwischenstellungen der Kurbel 7 der Riegel 5 zurückgeschoben, so kann der Hebel 1 erst dann in seine Ruhelage zurückkehren, bis der Schwinghebel 10 durch die Nase 9'bei Normalstellung der Kurbel entgegen der Wirkung der Feder 11 verschwenkt wurde, in welchem Falle das Zählwerk 11 durch sein Eigengewicht in die
Kupplungslage zurückfällt.
Es ist selbstverständlich, dass die Einrichtung derart getroffen werden kann, dass die Ausschalt-und Sperrvorrichtung statt auf das Zählwerk Il auf das Zählwerk 1 zur Einwirkung gebracht wird, oder aber durch entsprechende Vervielfachung für beide oder mehr als zwei Zählwerke Anwendung finden kann,
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Zählwerk-Ausschalt-und Sperrvorrichtung an Rechenmaschinen mit mehreren Zähl- werken, dadurch gekennzeichnet, dass das auszuschaltende Zählwerk durch irgendeine mechanische Hebevorrichtung gehoben und von dieser während des Rechnens aus dem
Bereich des Antriebswerkes gehalten wird, um den rechnerischen Vorgang in diesem Zähl- werk für eine beliebige Zeit zu unterbrechen.