-
Einrichtung zum Bewegen einer Welle für ein elektrisches Gerät mittels
Motor- oder Handantriebs Wellen von elektrischen Geräten, z. B. Schaltgin, werden
vielfach derartig eingerichtet, daß sie sowohl mittels Motors, als auch von Hand
aus bewegt werden können. Damit nicht beim Arbeiten des Motors - der Handantrieb
mitläuft, ist -letzterer von der Gerätewelle abkuppelbar. Meistens wird der Motorantrieb
ferngesteuert, und der an dem Schaltgerät Stehende ist unbeeinflußt von dem die
Fern-Steuerung des Motors Vornehmenden. Wird der Motor in dem Augenblick ferneingeschaltet,
an dem der am Schaltgerät Stehende den Handantrieb einkuppelt, so besteht die Gefahr,
daß dieser durch das sich mit dem Motor mitbewegende Handrad beschädigt wird.
-
Um eine derartige Möglichkeit auszuschalten, wird erfindungsgemäß
Motor- und Handantrieb miteinander verriegelt, und zwar derart, daß beim Kuppeln
des Handantriebes mit der Gerätewelle der Motor abgeschaltet wird, beispielsweise
durch Auslösen eines Schützes im Motorstromkreis.
-
Ist der Motorantrieb durch eine Bremsvorrichtung abgebremst, um langsam
laufende Gerätewellen, z. B. Steuerschalter, anzutreiben, so wird erfindungsgemäß
die Bremse beim Kuppeln des Handantriebes zusammen mit dem Abschalten des Motors
gelüftet, um den Bedienenden beim Drehen des Handrades nicht die Bremsarbeit unnötig
mitleisten zu lassen.
-
Vielfach wird auch der Handantrieb dazu benutzt, um die einzelnen
Bewegungsvorgänge des Schaltgerätes - nacheinander auszuführen bzw. sein Arbeiten
in den einzelnen Stellungen nachzuprüfen. Für diesen Fall wird mit Entkuppeln des
Handantriebes eine Verriegelung der Gerätewelle in eine Bereitschaftsstellung gebracht,
wobei die Verriegelung nach einer bestimmten Drehbewegung der Gerätewelle in eine
Aussparung dieser einfällt und eine Weiterbewegung der Gerätewelle durch den Handantrieb
verhindert. Nach Aufheben dieser Verriegelung kann man durch Weiterdrehen des Handrades
in die nächste Stellung des Schaltgerätes gelangen.
-
Alle diese Bewegungen können bei Kuppeln des Handantriebes gleichzeitig
durch elektrische Steuereinrichtungen oder durch ein gemeinsames Gestänge vorgenommen
werden. Eine elektrische oder mechanische Anzeigevorrichtung kann dem, an dem Schaltgerät
Stehenden bzw. dem Fernsteuernden die Abschaltung des Motors beim Kuppeln des Handantriebes
übermitteln.
-
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die
Gerätewelle ix trägt an ihrem oberen Ende Nocken 12, 13 für Steuerschalter 1q.,
15, die in einer bestimmten Reihenfolge geschaltet werden und z. B. Motoren von
Werkzeugmaschinen mit hin und her gehender Bewegung steuern. Sie wird über ein an
ihrem unteren Ende befindliches Schneckengetriebe 16, 17 bewegt. Von diesem Getriebe
ist die Schnecke 17 auf einer Welle 18 angeordnet, die einerseits von dem Motor
ig, der z. B. durch Druckknopf ferngesteuert ist, und andererseits von dem mit ihr
kuppelbaren Handrad 2o bewegt werden kann. Diese Kupplung erfolgt über einen an
der Handantriebswelle 21 befestigten Vierkant 22 und eine entsprechende Aussparung
23 der Welle 18. Durch Verschieben des Handrades 2o und seiner Welle 21 in Achsrichtung
kommen beide miteinander in Eingriff. An der Handantriebswelle 21 sind Vorsprünge
24 vorgesehen, zwischen denen das Ende 25 des Hebels 26 liegt. Der Hebel 26 ist
bei Bewegen der Vorsprünge 24 an der Handantriebswelle 21 um seine Achse 27 drehbar.
An dem anderen Ende 28 des Hebels 26 greift eine Feder 9,9 an, die bestrebt ist,
die Handantriebswelle 21 über den Hebel 26 in Eingriff mit der Welle 18 zu bringen,
aber durch mechanische oder elektrische Verriegelungen 3o an dem abgebogenen Ende
31 des Hebels 26 daran gehindert ist. Bei Verschieben des Handrades 2o in Achsrichtung
wird die an dem Ende 2$ des Hebels 26 angreifende Kurbel 32 entgegengesetzt dem
Uhrzeigersinne gedreht und mit ihr die Welle 33, die Kegelräder 3q., die Verriegelungswelle
35 und die Kurbel 36. Dadurch wird das Gestänge 37 mit dem Schalterträger 38, der
Winkelhebel 39 für die Bremse q.o der Welle 18 und der an dem Ende 25 des
Hebels 26 befestigte Zeiger 41 auf der Skala 42 nach links bewegt. Damit ist der
Schalter 43 in dem Motorstromkreis q.¢ ausgeschaltet und der Motor ig stillgesetzt,
die Bremse 40 gelüftet, und der Zeiger 41 zeigt auf der Skala 42 auf die Bezeichnung
»Hand«. Ein Ferneinschalten des Motors kann nunmehr nicht erfolgen.
-
Um die einzelnen Steuerbewegungen der Steuerschalter 1q., 15 zu verfolgen,
ist eine Einrichtung an der Verriegelungswelle 33 vorgesehen, die ein Weiterbewegen
des Handrades 2o über eine Steuerstellung hinaus verhindern kann. Diese besteht
aus einem an der Welle 35 mittels Stiften 45 befestigten U-förmigen Bügel 46, auf
den ein weiterer auf der Welle 35 beweglich gelagerter U-förmiger Bügel
47 mittels Federn q.8 gezogen wird. Dieser besitzt einen Fortsatz 49, der
in den Steuerschalterbewegungen entsprechende Aussparungen 50 einer an der
Gerätewelle ii befestigten Scheibe 51 eingreift. Am Ende des Fortsatzes q9 befindet
sich ein Handgriff 52, mit Hilfe dessen der Fortsatz 49 aus den Aussparungen
50 von Hand herausgezogen werden kann. Wird der Handantrieb 2o, 21 entkuppelt,
so dreht sich die Verriegelungswelle 35 im Sinne des Uhrzeigers und hebt über ihren
U-förmigen Bügel 46 den Fortsatz 49 aus den Aussparungen 50 der Scheibe 51 selbsttätig
heraus. Gleichzeitig wird der Schalter 43 für den Motor ig eingelegt, die Bremse
38 wieder angezogen und der Zeiger 41 auf der Skala 42 nach rechts auf die Stellung
»Motor« gerückt, so daß der Motor nunmehr wieder ferneingeschaltet werden kann und
allein die Bewegung der Gerätewelle ix und der Steuerschalter 14, 15 vornimmt.