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Verfahren und Kasten zum Bewahren von präpariertem lithographischem Papier.
Bisher war die Vervielfältigung von lithographischen Papieren und Schriften-falls man dies in gewissen Zeitabschnitten wünschte-nur auf die Weise möglich, dass man den lithographischen Stein selbst weglegte, was einerseits wegen der Raumbeanspruchung der Steine, andrerseits deswegen sehr nachteilig war, da diese Steine zu anderen Vervielfältigungen nicht gebraucht werden konnten. Um dies zu vermeiden, versuchte man, die beschriebenen, präparierten Kopierblätter selbst wegzulegen, aber ohne Erfolg, oder wenigstens nicht vollkommene, da die so weggelegten Kopierblätter trockneten und zusammenschrumpften und bei neuerlichem Gebrauch keine, mit dem Original ganz genau übereinstimmenden Kopien lieferten.
Die Kopierblätter mussten samt dem Text sofort auf einen Stein abgezogen werden, also auch die kleinste Druckerei musste ein grosses Lager von Steinen bewahren. Für den Fall dann, dass der Text später gebraucht wurde, musste der Stein weggelegt und mit der Inschrift eventuell jahrelang bewahrt werden.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles dient das Verfahren nach der Erfindung und der Kasten zur Ausführung desselben, mittels welcher die lithographischen Papiere auch Jahrzehnte hindurch bewahrt werden können, ohne dass sie die kleinste Änderung erfahren.
Die unbedingte Brauchbarkeit der so bewahrten Durchdruckpapiere macht es überflüssig, die Steine am Lager zu halten, da der Abdruck auf einem zur Vervielfältigung geeigneten Durchdruckpapier abgezogen weggelegt wird.
Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass das lithographische Papier, welches man zu bewahren wünscht, in einem luftdicht verschlossenen Kasten gehalten wird, dessen Temperatur durch den umgebenden Stoff gleichmässig gehalten wird.
Eine beispielsweise Form des zur Ausführung des Verfahrens dienenden Kastens ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. i ist eine Oberansicht des Kastens und des Gefässes,
Fig. 2 stellt einen senkrechten Längsschnitt derselben dar.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 2.
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des Behälters abhängigen Anzahl auf Haltestangen 2 gelagert. Die Stangen 2 sind mit Scharnieren 3 versehen, mittels welcher die Stangen aufklappbar sind, so dass nach Heraus nahme des oberen Kastens 3 auch der untere Kasten ein-und aushebbar ist. Die Stangen 2 ruhen auf den in der Wand des Behälters 1 angebrachten Vorsprüngen 4.
Die Einrichtung der Kasten 3 ist wie folgt : Der ganze Kasten besteht aus den Zinnwänden 5, die auf der Vorderseite durch den Deckel 6 unter Zwischenschaltung einer Gummidichtung 6'luftdicht verschliessbar sind. Der Zinnkasten ist inwendig mit einer Holzbekleidung 7 versehen, in der Ausschnitte 8 vorgesehen sind, die dazu dienen, dass der im Behälter 1 befindliche Stoff seine Wärmeregulierungswirkung durch die Zinnwände hindurch in vollem Masse entfalten könne. Die zwischen den Ausschnitten verbleibende Holzbekleidung ist mit wagrechten Einkerbungen 9 versehen, in welche die Glasplatten 10 eingelegt werden.
Die Gebrauchsweise des Kastens ist die folgende : Der Behälter 1 wird mit Glyzerin oder einem anderen, die Temperatur ständig haltenden Stoff, z, B. mit ölgetränktem Sand,
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Ton usw., gefüllt. Der Kasten kann aus dem Behälter mittels des auf der Oberplatte befindlichen Griffes 11 aus dem Glyzerin herausgehoben werden und, nach Lösung der den Deckel 6 schliessenden Vorreiber 12, werden die im Kasten 3 befindlichen Glasplatten 10 zugänglich. Nun wird auf die Glasplatte die zur Vervie1fältigung geeignete Zeichnung, Text oder das präparierte lithographische Durchdruckpapier weggelegt und nach Schliessen des Deckels der Kasten in den Behälter gesenkt.
Das auf diese Weise bewahrte lithographische Papier bzw. die darauf befindliche Zeichnung oder Schrift behält auch nach Jahrzehnten ihre originale Form und Grösse.
Der Gebrauch des Kastens hat also den Vorteil, einerseits eine Menge von Steinen zu ersparen, andrerseits wird dadurch gesichert, dass ein zur Vervie1fältigung abgeschriebener Text oder Zeichnung, von welchen nicht die vorhergesehene Menge gedruckt werden konnte, später, wann immer verwendet werden kann, ohne dass es nötig wäre, den Druck jahrelang auf den Steinen zu bewahren oder abzuwaschen und neuerlich abzuschreiben und ab- zuzeichnen.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Bewahren von präpariertem lithographischem Papier o. dgl., da- durch gekennzeichnet, dass das Papier o. dgl. in luftdicht verschliessbaren Kasten bewahrt wird, deren Umgebungstemperatur mittels einer Füllung von Glyzerin, öligem Sand, Ton o. dgl. in die Kasten aufnehmenden Behälter auf einer möglichst ständigen Temperatur gehalten wird.