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Antriebsvorrichtung für Fuhrwerke.
Man kann fast täglich beobachten, dass schwerbeladene Fuhrwerke durch Hindernisse verschiedenster Art stecken bleiben, so dass die vorgespannten Zugtiere das Fuhrwerk nicht allein weiter bewegen können. In solchen Fällen treten oft sehr peinliche Verkehrsstörungen ein und häufig grausame Tierquälereien.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Schieb-und Bremsvorrichtung, welche an jedem Fuhtwerk bEquem, dauerhaft und billig angebracht werden kann.
Durch Drehen an einer oder auch an zwei Kurbeln wird das festsitzende oder festgefahrene Fuhrwerk durch und über das Hindernis hingewunden, so dass es dann die Tiere ohne Schläge und Anstr engung weiterbefördern können. Diese neue Vorrichtung hat demnach einen bedeutenden Wert in Fällen entlegener Gegenden oder unwegbaren Terrains, wie steile Anhöhen, Glatteis, Lehmboden, Sandgruben, Steinbrüche, Baustellen, wurzelige Waldwege usw., wo Vorspanntiere nicht zur Verfügung stehen.
Vor allem bietet diese neue Einrichtung für die Arti1leri und Bagagenwägen des Trains eminent wichtige Vorteile, da im Ernstfalle eine Verzögerung der Fahrzeuge durch Fahrhindernisse verhängnisvolle Folgen haben kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 das Hinterteil eines vierräderigen Lastwagen mit der V 01 richtung im Grundriss und Fig. 2 dasselbe in Seitenansicht.
An beliebigen Rädern a eines Fuhrwerkes sind an den Radspeichen oder Felgen, je nach Bedürfnis ein oder mehrere Schneckenzahnräder b befestigt, in welche Schneckenschrauben c eingreifen.
Die Schnecke c sitzt lose auf der Welle d, so dass sie durch Verschieben in der Achsenrichtung der Welle in und ausser Eingriff mit dem Schneckenzahnrad gebracht werden kann. Die Welle d ist in zwei am Wagenkastenf befestigten Lagern g und g gelagert und durch die Stellringe k und A in der Längsrichtung fixiert. Die Schnecke c kann auf verschiedene Weise in der Drehrichtung der Welle festgehalten werden ; entweder kann dies, wie beispielsweise dargestellt, durch eine Klauenkupplung i erfolgen, oder in der Weise, dass der Wellenteil d, auf dem die Schnecke c gleitet, wie ebenfalls dargestellt, vierkantig ist ; fernerhin kann auch ein Längskeil zur Anwendung kommen.
Durch das Gleitstück/, über dessen zwei Zapfen der in 11t gelagerte Gabelhebel n eingreift, wird mittels der Zugstange o die Schnecke c in das Schraubenzahnrad b zum Eingriff gebracht.
Die neue Einrichtung funktioniert folgendermassen : Sitzt ein Fuhrwerk durch irgendein Hindernis fest, so zieht man an der Stange o die Schnecke c zum Eingriff in das Zahnrad b.
Hierauf dreht man an der Kurbel in der Richtung des Pfeiles und windet so das Fahrzeug über das Fahrhindernis mit Leichtigkeit hinweg. Sobald die Zugtiere fühlen, dass das Fuhrwerk sich bewegt, dann ziehen sie ohne weiteres Hin-und Herzerren frisch an und die Schnecke c schiebt sich selbsttätig auf der Welle d entlang und kommt ausser Eingriff mit dem Zahnrad b, worauf das Fuhrwerk weiter fahren kann,'ohne dass die Zugtiere aufgeregt oder ermüdet worden sind.
Falls es erforderlich wird, können mehrere Wellen d durch Winkelradgetriebe miteinander verkuppelt werden. Wenn man die Zugstange o in der eingerückten Stellung der Schnecke c so befestigt, dass die Schnecke c nicht auf der Welle d entlang gleiten kann, so ist die Einrichtung zugleich als Ersatz des Hemmschuhes beim Bergabfahren zu benutzen. Wenn dann die Schnecke mehrgängig ausgeführt wird, so kann die Einrichtung auch als Bremse benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Antriebsvorrichtung für Fuhrwerke, gekennzeichnet durch ein auf die Räder wirkendes, mittels Handkurbel bewegtes Schneckenradgetriebe, dessen Schnecke auf der Kurbelwelle in der Längsrichtung verschiebbar ist, so dass beim Anziehen der Zugtiere die Schnecke selbsttätig ausser Betrieb gesetzt wird.
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