<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Schlosssicherungen in Form von Schlüssellochsperrern, die aus zwei zueinander verdreh-' baren Hülsen bestehen, von denen die eine mit einem Sperrbart versehen ist, sind bekannt.
Es kennzeichnet sich der Erfindungsgegenstand durch die Anordnung der Hülsen und der Schlüsselangriffe. Diese Angriffe, welche die mit Sperrbart versehene Hülse erhält, greifen durch die Wandung der anderen, im Schlosse nicht drehbaren Hülse und dienen als verschiebbare Anschläge für den zum Öffnen und Schliessen dienenden Schlüssel. Die Schlüsselangriffe können nicht nur, wie gezeichnet, nebeneinander, sondern auch zueinander versetzt angeordnet sein, wodurch eine grössere Verschiedenartigkeit unter den Schlüssellochsperrern erzielt wird. Dadurch, dass die gegenseitige Entfernung der Nocken sowie deren Anordnung eine fast unbegrenzt verschiedene sein kann, ist es fast unmöglich, dass von unberufener Seite ein Schlüssel gefundcn wird, mit dessen Hilfe der Schlüssellochsperrer zu entfernen ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. i einen Schlüssellochsperrer mit Schlüssel in der Stellung, in der er in das Schlüsselloch hineingesteckt und wieder herausgenommen werden kann, Fig. 2 die Seitenansicht von links zu Fig. i, Fig. g einen Längsschnitt durch den Schlüssellochsperrer mit Schlüssel in derselben Stellung wie in Fig. i, Fig. 4 einen Querschnitt durch den Schlüssel- lochsperrer wie in Fig. 3 gezeichnet, an der Stelle, wo der Schlüssel die Schlüsselangriffe s der drehbaren Hülse fasst, Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Schlüssellochsperrer in de :
Sperrstellung, Fig. 6 einen Querschnitt wie in Fig. 4, Fig. 7 einen Querschnitt an der Stelle des Anschlagnockens g, Fig. 8 einen Querschnitt an der Stelle des Anschlagnockens 1',
EMI1.2
vordere Stirnseite, von welcher aus der Schlüssel in den Schlüsselochsperrer hineingeschoben wird.
Der Schlüssellochsperrer besteht aus den beiden Hülsen a und b, von denen die Hülse b mit einem Sperrbart d versehen ist. Die Hülse a erhält Anschlag-und Sperrnocken sowie einen Ausschnitt v zur Aufnahme der Schlüsselangriffe s. Gezeichnet sind z. B. die Anschlagnocken e ; f und g sowie die Sperrnocken oder Besatzungen A, i, k, , w, M, o, p, q.
Die Sperrnocken oder Besatzungen h bis q sitzen an der Hülse a, welche den Bart c hat. Durch letzteren wird der Schlüssellochsperrer, nachdem er in das Schlüsselloch eingeführt ist, verhindert, sich im Schloss zu drehen. Die Drehung der auf der Hülse a drehbaren Hülse b, welche den Sperrbart d hat, wird durch den Schlüssel u bewirkt, indem dieser an der Hülse a sitzende und durch die Wandung der Hülse b in deren Inneres reichende Schlüsselangriffe s fasst und bei seiner Drehung mitnimmt.
Hierbei dreht sich der flache Schlüssel u auch in dem hohlen Innern der Hülse a und, um die Benutzung eines falschen
Schlüssels unmöglich zu machen, ist das Innere der Hülse a mit in den Drehungsbereich des Schlüssels u vorstehenden Sperrnocken h bis q versehen, so dass der Schlüssel u an den Stellen, an denen die Sperrnocken oder Besatzungen h bis q sitzen, Ausnehmungen haben muss, wenn seine Drehung möglich sein soll. Ein Schlüssel, der zu diesen Spennocken h bis q passende Ausnehmungen nicht hat, wird sich also nicht benutzen lassen.
Durch die verhältnismässig grosse Zahl dieser Sperrnocken oder Besatzungen h bis q whkt dieser Schlüssellochsperrer wie ein Sicherheitsschloss mit einer grösseren Zahl Zuhaltungen und die Benutzung eines nicht zu dem Sperrer passenden Schlüssels ist so gut wie aus-
<Desc/Clms Page number 2>
geschlossen. Die Anschlagnocken c, fund g verhindern, dass der Schlüssel u über diejenige Stelle hinweg drehbar ist, in der er aus dem Schlüssellochsperrer herausgezogen wird ; dasselbe kann auch durch Anschlagen der Schlüsselangriffe s gegen die gerade Kante des Ausschnittes v erreicht werden. Die mit dem Sperrbart d versehene Hülse b enthält die Schlüsselangriffe s.
Ein weiterer Angriffspunkt für den Schlüssel allein oder in Verbindung mit den genannten Schlüsselangriffen s ist durch den Boden der äusseren drehbaren Hülse b
EMI2.1
versehen ist. Ist z. B. das Schloss gesichert und soll der Schlüssellochsperrer entfernt werden, dann wird der Schlüssel in die Hülse a geführt, dabei schiebt sich der Schlüssel zwischen die beiden Angriffe s und in den Ausschnitt des Bodens der Hülse b. Wird der Schlüssel dann links herumgedreht, dann dreht der Schlüssel den einen der Angriffe s und die Hülse b mit dem Sperrbart d soweit herum, bis der Sperrbart d mit dem Bart der Hülse a sich in einer Richtung befindet, worauf der Schlüssellochsperrer aus dem Schlüsselloch gezogen werden kann.