AT83862B - Künstlicher Arm. - Google Patents

Künstlicher Arm.

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AT83862B
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Austria
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artificial arm
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Inventor
Arnold Dr Med Heymann
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Arnold Dr Med Heymann
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  Künstlicher Arm. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen künstlichen Arm, bei welchem ein auf der Schulter der amputierten Seite liegender einarmiger Hebel vorgesehen ist, der beim Heben der Schulter unter Vermittlung eines Drahtzuges mit anschliessender Kette ein mit Sperrvorrichtung versehenes Zahnrad, welches das   Ellenbogengelenk ersetzt, dreht.   



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. i den Arm von vorn gesehen, Fig. 2 ist eine Einzelheit in grösserem   Massstabe   und Fig. 3 stellt den Arm von der Seite gesehen dar. Fig. 4 zeigt eine das Ellenbogengelenk betreffende Einzelheit in Seitenansicht und Fig. 5 im senkrechten Mittelschnitt. 



   Der nachstehend beschriebene Arm, welcher für Oberarmamputierte bestimmt ist, ist in bekannter Weise mittels eines nach allen Seiten beweglichen Doppelgelenkes 5 an einem festen Bogen 2 aufgehängt, welcher seinerseits an einem festen Ring 1 befestigt ist. Der Ring 1 umgibt die operierte Schulter und liegt oben auf der Schulter nahe dem Halsansatz, vorn auf der Brust, seitlich auf den Rippen und hinten auf dem Schulterblatt fest an. Sin Gürtel 3 hält den Ring 1 über der anderen Brustseite fest. Der Bogen 2 lässt die Schulter frei und erlaubt deren Auf-und Abbewegung. Diese Bewegung wird von einem einarmigen, am Ringe 1 mit Gelenk 6 befestigten Hebel 7 aufgenommen, welcher an seinem freien Ende eine gepolsterte Pelotte   8   trägt.

   An der Vorderseite der Pelotte 8 ist der Zugdraht 10 befestigt, welcher die   Aufwärtsbewegung   der Schulter a auf den Mechanismus im Ellenbogen überträgt. 



   Das Ellenbogengelenk dreht sich um die Achse   13,   an welcher das Zahnrad 12 mit Zähnen an der Peripherie und an der dem Körper zugewandten Seite das Sperrad 17 mit Seitenverzahnung fest angebracht sind (siehe Fig. 2). Der Zugdraht 10 setzt sich nach unten in ein Stück Zahnkette 11 fort, welche in die Zähne des Zahnrades 12 eingreift. An die Zahnkette schliesst sich wieder ein Stück Draht, welches auf die um die Welle 14 drehbare Trommel   15   aufgewickelt ist. 



  In der Trommel befindet sich die Feder   18,   welche durch das Zugorgan 10 angespannt wird und das Bestreben hat, diesem Zuge entgegenzuwirken. Das Zugmittel 10, 11 geht von der Vorderseite der Schulterpelotte 8 (Fig. 3) auf der Beugeseite des Armes (vorn) über 12 nach der Rückseite des Armes und von da nach oben zur Trommel 15. Wird also die Schulter gehoben, so dreht die Kette 11 das Rad 12 im Sinne der Armbeugung. 



   Um den Unterarm in gebeugter Stellung zu halten, befindet sich auf der Achse 13 fest das schon erwähnte Rad 17, in welches ein entsprechend drehbar gelagertes Sperrhebelsystem 19, 20 eingreift (Fig. i und 2). Der Sperrhebel 19 wird durch Druck auf den Hebel 20 wieder ausgelöst. 



  Der Sperrhebel 19 ist zu dem Hebel 20 um einen entsprechenden Winkel verschoben. Wird also der Oberarm an den Körper. angedrückt, so wird der Sperrhebel ausgelöst und der Unterarm fällt herab, gebremst durch die Feder 22. 



   Gemäss der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform des Ellenbogengelenks dreht sich dieses um die Achse   13,   die einen Konus 71 trägt. Auf der Achse 13 verschiebbar ist ein Rohr 74, in das ein dem Konus entsprechendes Lager eingebohrt ist. An seinem dem Körper des Einarmigen zugekehrten Ende des Rohres ist ein Sperrad mit seinen Zähnen auf der Seitenfläche 17 angeordnet, während an dem anderen Ende ein Zahnkranz 12 angebracht ist. Mit dem Sperrad 17 steht ein Sperrhebel 72 in ständigem Eingriff, welcher das Rad in jeder Lage fest- 
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 wird.

   Das Abdrücken des Bremsrohres 74 von dem Konus kann beispielsweise durch das Gestänge 20, 21 mit dem Nocken 19 bewirkt werden, indem der Hebel 21 durch Andrücken des Armes an den Körper gedreht wird ; hierdurch wird die   Ellenbogenachse 18 frei,   so dass der Arm herabfallen kann. Der Zugdraht 10 trägt ein Stück Kette   11,   welches in die Zähne des Zahnkranzes 12 eingreift. Wird der Hebel 20 freigegeben und die Schulter gehoben, so zieht die Kette 12 und die nun durch die Konuskupplung 71, 74 wieder mit dem Rad 12 verbundene Achse   13   mit dem Unterarm in eine Beugestellung.

   Von dem anderen Ende der Kette geht ebenso wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform ein Stück Draht zu einer unter Federwirkung stehenden Trommel, die nach Aufhören des Schulterzuges Kette und Freilaufzahnrad jedesmal wieder in die Anfangslage zurückbringt, während der Unterarm selbst durch die Sperrung 72, 17 in der erreichten Beugestellung festgehalten wird. Diese Trommel ist nicht mehr dargestellt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Künstlicher Arm, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf der Schulter der amputierten Seite liegender einarmiger Hebel   (7)   vorgesehen ist, der beim Heben der Schulter unter Vermittlung eines Drahtzuges   (10)   mit anschliessender Kette (11) ein mit Sperrvorrichtung versehenes Zahnrad   (12)   dreht, welches das Ellenbogengelenk ersetzt.

Claims (1)

  1. 2. Künstlicher Arm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Drehung des Zahnrades im Ellenbogengelenk, dienende Kette (11) an eine unter Federwirkung stehende Trommel derart angeschlossen ist, dass sie nach Aufhören des Zuges durch die Feder jedesmal wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
    3. Künstlicher Arm nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Ellenbogen ersetzende Zahnrad (12) mit einer konischen Nabe (74) versehen ist und mit dem Sperrad (71) zusammen auf der Ellenbogenachse verschiebbar ist, die einen in die konische Nabe passenden Bremskonus (71) trägt.
AT83862D 1917-07-09 1917-07-09 Künstlicher Arm. AT83862B (de)

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AT83862B true AT83862B (de) 1921-05-10

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