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Drucktelegraph.
Die Erfindung bezieht sich auf Drucktelegraphen, die mit einer geringen Anzahl von Elementarsymbolen, vorteilhaft mit vier Elementarsymbolen, arbeiten, die zu lesbaren Schriftzeichen zusammengesetzt werden können, deren Typen in einem Abstand voneinander stehen, welcher der Einheit der Vorrückung des Schriftbandes entspricht und die in Form eines Monogramms angeordnet sind,
Gemäss der Erfindung werden die über die Linie laufenden Stromstösse sowohl zum Vorschieben des Senderbandes als auch zum Drucken eines Symbols des Schriftzeichens benutzt. Die Symbole werden zum Teil durch die positiven und zum Teil durch die negativen Stromstösse in Wirksamkeit gebracht.
Es ist angezeigt, ein Senderband mit zwei Reihen von Löchern zu verwenden, die derart wirken, dass die Löcher der einen Reihe zum Übertragen positiver oder negativer Stromstösse auf zwei Symbole dienen, während die Löcher der anderen Reihe zum Übertragen positiver oder negativer Stromstösse auf die anderen zwei Symbole dienen.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch veranschaulicht, wobei die Fig. i bis 4 die Zusammensetzung des lesbaren Schriftzeichens aus vier Symbolen erkennen lassen, Fig. i zeigt ein vorteilhaft beim Zweileitersystem benutztes Diagramm, das durch einfachen Druck von vier Typen auf einer feststehenden S, hreibfläche gebildet wird. Fig. 2 zeigt das Gitterwerk, das durch wiederholten Druck aller Typen auf einer absatzweise sich bewegenden Schreibfläche gebildet wird. Fig. 3 zeigt ein aus den Elementarsymbolen gebildetes Alphabet. Fig. 4 zeigt ein gelochtes Senderband zum Übertragen dieses Alphabets. Fig. g zeigt die Schaltungsanordnung und Betätigungseinrichtung eines Zweileitersystems mit Erdrückleitung, wobei der Empfangsapparat im Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 6 dargestellt ist.
Fig. 6 zeigt den Empfänger in der Seitenansicht. Fig. 7 zeigt eine andere , Ausführungsform des Empfängers.
Das Empfangsband 36 bewegt sich mit einer gewissen, vorher bestimmten Ge-
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Einheit als die Entfernung zweier benachbarter Höhenlinien in Fig. i anzusehen ist. Nun werden zu gleicher Zeit die Typen 4 und 2 gedruckt und, nachdem die Type um eine weitere Einheit nach links bewegt worden ist, wird die Type 1 gedruckt. Der Druck der Type 1 verbindet mit seiner horizontalen Linie den ersten und zweiten Druck der Type 4, während seine Höhenlinien mit dem oberen Teil des ersten Druckes der Type 4 zusammenfällt.
Fig. 4 zeigt den mit Löchern versehenen Senderstreifen 10, der durch die Vertikallinien 8 und. 9 in gleiche Einheiten geteilt ist. Der in Fig. 5 auf der linken Seite dargestellte Sender bewegt den Senderstreifen 10 und veranlasst das Schliessen des elektrischen Stromes durch die im Streifen vorgesehenen Löcher. Der durch die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 6 und 8 gehende Strom (siehe Fig. 4) betätigt den Anker 34 und die Drucktype 4 (siehe Fig. 5). Der durch die Löcher im Schnittpunkte der Linien 6 und 9 gehende Strom betätigt den Anker 33 und die Drucktype 3 ; der durch die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 7 und 8 gehende Strom betätigt den Anker 32 und die Drucktype 2, während der durch die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 7 und 9 gehende Strom den Anker 31 und die Drucktype 1 betätigt.
Die Geschwindigkeiten des Senders und Empfängers sind derartig, dass der Senderstreifen 10 um eine Streifeneinheit sich bewegt, während die Empfängerfläche um eine Einheit bewegt wird. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Buchstaben A ist der Streifen 10 so gelocht, dass ein Strom zu der Drucktype 4, hierauf nach zwei Streifeneinheiten ein geteilter Strom zur Drucktype 4 und gleichzeitig zur Drucktype 2, sodann nach einer Streifeneinheit ein Strom zur Drucktype 1 gesendet wird.
Zwischen den Sender-und Empfängermotoren ist keine gegenseitige Verbindung erforderlich, da eine geringe Ungenauigkeit im Verzeichnen der Überlappungen der einzelnen Elemente keinen Einfluss auf die Lesbarkeit der Registrierung hat. So hat beispielsweise eine Differenz von 25% der Verhältnisse der Geschwindigkeiten des Senders und Empfängers keinen Einfluss auf die gemachten Aufzeichnungen und gibt noch eine gut lesbare Schrift. In gleicher Weise können alle Buchstaben und Ziffern durch entsprechende Perforierungen in dem Senderstreifen (Fig. 4) übertragen werden.
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Bei der in Fig, 5 dargestellten Schaltung ist der Senderemit 220 und der Empfänger mit 30 bezeichnet. Beide sind durch die Linienleitungen 105 und 106 miteinander verbunden. Der Sender 220 besteht aus dem Wechselstrommotor 211, welcher durch die Leitungen 203 und 204 mit der Wechselstromquelle verbunden ist. Auf der Welle 70 des Motors 211 ist das Sperrad 212 und die zum Aufnehmen des Streifens dienende Trommel 213 vorgesehen, und zwar ist das Sperrad mit der Trommel 213 fest verbunden. Beide sind mit der Welle 70 des Motors 211 durch eine Feder 214 verbunden und we. den durch diese vom Motor angetrieben. Der in das Sperrad 212 eingreifende Anker 219 ist in einem im permanenten Magneten 200 vorgesehenen Schlitz drehbar und wird auf einer bestimmten Länge von der Spule 201 umschlossen.
Letztere ist durch die Leitungen 203 und 204 mit der Wechselstromquelle verbunden. Das oberhalb des Magneten 200 sich erstreckende Ende des Ankers 219 ist mit Sperrklinken versehen, die in das Sperrad 212 eingreifen. Durch jede Vibration des Ankers 219 wird ein Auslösen des Sperrades 212 bewirkt und dadurch der Trommel 213 eine Drehung gleich der Hälfte des Winkelabstandes zwischen zwei Zähnen des Sperrades 212 gestattet. Durch die Erregung der Spule 201 durch Wechselstrom wird bewirkt, dass der Anker 219 in Synchronimus mit dem Arbeitsstrom vibriert und das Sperrad 212 im Schritt mit dem Wechsel'des Stromes rotiert. Der Transformator 202 ist durch seine Primärspule 199 mit derselben Wechselstromquelle verbunden und induziert in der Sekundärspule 198 einen Strom der gleichen Frequenz wie jene des Arbeitsstromes.
Die
Sekundärspule 198 ist mit einem Pol geerdet, während-der andere Pol mit einer Platte 215 verbunden ist. Auf letzterer liegen die Linienbürsten 17 und 18 zusammen mit dem Senderstreifen 10 auf. Die Trommel 213 ist mit einer Zwischenreihe von Zähnen 216'versehen, die in die Lochungen 5 des Streifens 10 eingreifen : Die Bürsten 17 und 18 sind so angeordnet, dass die Berührungslinie mit der Platte 215 oder dem Band 10 mit einer der
Querlinien 8 oder 9 des Streifens 10 zusammenfällt, wenn die, Trommel 213 feststeht. Die Entfernung zwischen den Querlinien 8 und 9 ist gleich dem Schaltungsschritt des Streifens 10. Die Löcher 5 der mittleren Längslinie sind auf den Querlinien 8 vorgesehen.
Durch die Widerstände 25 und 26 wird ein Niederspannungswechselstrom von der Sekundärspule 198 des Transformators 202 beständig in die Leitung geschickt, welcher Strom, wie bekannt, zum Erhalten der elektrostatisch entblockten Linie dient. Dieser Strom, der mit den das Registrieren veranlassenden elektrischen Strömen in Phase ist, ist zu schwach, um die Drucktypen zu bewegen.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten Empfänger 50 kann der Feldmagnet 27 permanent oder elektromagnetisch und für alle Anker gemeinsam sein. Die Typen 1, 2, 3
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getragen. Diese Anker sind um die Achse 28 drehbar, die von dem Messingblock 29 getragen wird, der am unteren Ende des Magneten 27 befestigt ist. Die freien Enden der Anker werden durch die Anziehung des Magneten 27 normal in einer Ebene gehalten, um die Typen von der'Registrieroberfläche abgehoben zu halten. Auf dem Amboss 35 liegt der Empfängerstreifen 36 und das sich über letzterem bewegende Farbband 37. Der in Fig. 6 dargestellte Elektromagnet 24 wird von dem Messingjoch des Feldmagneten 27 getragen und bewirkt beim Anziehen des Ankers 34, dass die Type 4 auf das Farbband 37 aufschlägt und so die betreffende Type verzeichnet oder registriert.
Da die Anker durch den Magneten 27 polarisiert werden, muss der durch die Elektromagnete fliessende Strom bestimmte Richtung haben, um wirksam sein zu können. Der positive Strom der Linie 106' passiert beide Magnete 23 und 24, aber betätigt nur den Anker 34, während der negative Strom nur den Anker 33 betätigt. Der positive Strom der Linie 105 passiert beide Magnete 21 und 22 und betätigt nur den Anker 32, während der negative Strom nur den Anker 31 betätigt.'.
Der Satz von vier Typen ist in zwei Gruppen geteilt, und zwar befindet sich Type 1 und 3 in einer Gruppe und Type 2 und 4 in der anderen Gruppe, Beide Typen jeder Gruppe können gleichzeitig gedruckt werden. Positiver Strom über beide Linien druckt Type 2 und 4, während negativer Strom über beide Linien die Typen 1 und 3 druckt.
Bei dem in Fig. i dargestellten Monogramm wird beim Drucken der ganzen Gruppe in gleichen Zeitintervallen auf der Registrielfläche das Gitterwerk nach Fig. 2 erhalten.
Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende : Der Streifen 10 wird zwischen den
Bürsten 17 und 18 und der Platte 215 so angeordnet, dass in die mittlere Reihe der Lochungen die Zähne 216 der Trommel 213 eingreifen, wobei stets eine Berührung der Bürsten 17 und 18 mit der Platte 215 durch die Löcher in den Linien 6 und 7 des Streifens zugelassen wird. Jede Vibration des Ankers 219 bewegt den Streifen 10 um eine Streifeneinheit und bringt die Teillinie 8 und 9 zwischen den Streifeneinheiten in die Berührungslinie der Bürsten und der Platte 215.
Sind die Schnittpunkte der Linien 6 und 8 unter der Bürste 17, wenn die Sekundärspule des Transformators 202 von der Stromquelle positiv
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erregt wird, so fliesst ein positiver Strom von Erde über 215, 17, 106, 24, 23 zurück zur Erde und betätigt den Anker 34 und die Drucktype 4. Sind die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 6 und 9 unter der Bürste 17 und wird die Sekundärspule 198 des Transformators 202 mit negativem Strom erregt, so fliesst der Strom durch denselben Stromkreis in umgekehrter Richtung und betätigt die Type 3.
Sind die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 7 und 8 unter der Bürste 18 und. ist die Sekundärspule des Transformators 202 positiv erregt, so betätigt der durch 105, 21, 22 und die Erde fliessende Strom den Anker 32 und somit die Drucktype S., dagegen, wenn die Löcher in den Schnittpunkten der Linien 7 und 9 unter der Bürste 18 sind und die Sekundärspule des Transformators 202 negativ erregt wird, so wird durch den durch den letztgenannten Stromkreis in umgekehrter Richtung fliessenden Strom der Anker 31 und somit die Drucktype 1 betätigt.
Bei der Ausführungsform des Empfängers nach Fig. 7 sind die Anker 31, 32, 33 und 34 mit schmalen Hämmern 54 versehen. Der Typenblock 52 trägt im Relief die vier Drucktypen 53, welche so angeordnet sind, um das in Fig. i dargestellte Monogramm zu drucken. Zwischen dem Typenblock 52 und den Hämmern 54 ist das Farbband 56 und der Registrierstreifen 55 gehalten. Die Hämmer 54 schlagen den Registrierstreifen und das Farbband gegen die* ausgewählten Typenflächen. Die erhaltene Registrierung erscheint auf der Unterseite des Streifens. Dieses System hat den Vorteil, dass die gedruckten Zeichen in exakter Linie gehalten sind, da'Abnutzungen der Ankerdrehpunkte keine Wirkung auf die Stellung und Anordnung der zu druckenden Symbole ausüben.
Es ist einleuchtend, dass die in Fig. 6 und 7 dargestellten Empfänger auch durch Gleichstromimpulse wirksam betätigt werden können, wobei diese Impulse notwendigerweise bezüglich der Zeit und Richtung gemäss den gewünschten Eindrücken gewählt werden. Beim Betätigen der Drucktelegraphen gemäss der vorliegenden Erfindung durch Gleichstrom sind einfachere Mittel zum Bewegen des Senderstreifens und des Registrierstreifens erforderlich.
Wechselstrom hat gegenüber dem Gleichstrom für die Übertragung viele Vorteile, so dass allgemein das Wechselstromsystem vorzuziehen ist.
" PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Drucktelegraph zur Übertragung von zu lesbaren Schriftzeichen sich zusammensetzenden Zeichenelementen, deren Typen in einem Monogramm angeordnet sind und während mehrerer Schaltschritt des Aufnahmestreifens wahlweise angeschlagen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Linie laufenden Stromstösse sowohl die Schaltbewegung des Senderstreifens, als auch das Drucken des Zeichenelements am Empfänger bei beiden Stromrichtungen bewirken.