<Desc/Clms Page number 1>
Erdöisehöpfeinriehiung mit durch einen Motor angetriebener Seiltrommel.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Erdölgewinnung aus Bohrlöchern, bei welcher das Schöpfseil bzw. die Seiltrommel von einem Motor aus durch Vorgelege angetrieben wi 'd. Bekanntlich sind die Förderverhältnisse auch auf ein und demselben Ölfeld untereinander ausserordentlich verschieden. Bisweilen ist das Bohrloch über 1000 In tief, bisweilen findet sich das Öllager schon bei 200 Tiefe. Andere Löcher zeigen mittlere, jedoch unter sich wiederum stark verschiedene Tiefenwerte. Ebenso unterschiedlich ist die Fördermenge bei den verschiedenen Bohrlöchern.
In dem einen Fall ist die Öllagerstätte reich, so dass der Schöpfbetrieb mit allen Mitteln zu beschleunigen ist, in anderen Fällen ist-die Lagerstätte nur gering, so dass der Betrieb der Menge des vorhandenen Öles angepasst, sehr langsam geht. Weiter sind die einzelnen Bohrlöcher im Durchmesser stark verschieden ; dann lassen sich, unter Voraussetzung gleicher Lagerstätten-bei einem verhältnismässig
EMI1.1
Mengen fördern, als wenn das Bohrloch im Durchmesser verhältnismässig klein ist.
- Für die Praxis ist es von grossem Vorteil, in den Ölgewinnungsgebieten bzw. auf den zusammenhängenden Ölfeldern eine möglichst einfache Einrichtung zu haben, die den verschiedenen vorkommenden Verhältnissen angepasst werden kann. Diese Aufgabe ist erfindung-
EMI1.2
dessen Achse verschiebbaren Motor mittels einer veränderbaren Zahnradübersetzung unmittelbar angetrieben wird. Es erfolgt das am einfachsten, indem der Motor an Schienen der mit der Trommel gemeinsamen Grundplatte in an sich bekannter Weise verschiebbar und in verschiedenen Stellungen feststellbar ist.
Zu einer weitgehenden Veränderung der Betriebs- verhältnisse kommt man dann ohne weiteres, Wenn man unter Beibehaltung des grossen Vorgelegezahnrades auf der Seiltrommel das Ritzel auf der Motorwelle auswechselt und den Motor dem jeweiligen Ritzeldurchmesser entsprechend gegenüber der Seiltrommel einstellt.
In dieser Weise lässt sich derselbe Motor für die verschiedenartigsten Verhältnisse und unter Beibehaltung der gleichen Seiltrommel anwenden. Für grosse Tiefen und mithin grosse Lasten lässt sich durch Verwendung eines entsprechend kleinen Ritzels der Motor bei verringerter Umdrehungszahl der Seiltrommel ohne Überanstrengung benutzen, während bei grossem Ölvorkommen in geringerer Tiefe ein verhältnismässig grosses Ritzel Anwendung findet, um die Trommel möglichst schnell laufen zu lassen und viel Öl zu fördern. Auch geringem Ölvorkommen bei kleinen Tiefen lässt sich die Fördereinrichtung gut anpassen, indem man hierbei die Seiltrommel durch Anwendung entsprechenden Vorgeleges langsam laufen lässt ; durch entsprechendes Umwechseln des Motorritzels lässt sich der Betrieb den ver- schiedenartigen Verhältnissen stets anpassen.
Die Zeichnung zeigt schematisch den Grundriss eines Ausführungsbeispieles. Die Seiltrommel a und der Elektromotor b seien auf gemeinsamer, der Einfachheit wegen nicht dargestellter Grundplatte gelagert, wobei der Mo. or b auf Schienen senkrecht zur Trommelachse a verschiebbar und in verschiedenen Stellungen feststellbar gedacht ist. Die Bewegung- übertragung vom Motor auf die Trommel erfolgt durch das Ritzel c und das grosse Zahnrad d.
Das Ritzel c ist leicht auswechselbar, so dass durch Aufsetzen von Ritzeln anderer Durchmesser mit entsprechender Querveischiebung des Motors die verschiedenartigen Motorstellungen erfo'gen können, wie das durch die punktiert angedeuteten Achsenlagen b'für
<Desc/Clms Page number 2>
den Motor angedeutet ist. Für weitgehende Änderung der Übersetzungsverhältnisse kann gegebenenfalls auch das Zahnrad d durch ein solches mit anderer Zähnezahl ausgewechselt we : den.