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Streckenkontakt für elektrische Zugsicherungseinrichtungen.
Die Erfindung betrifft einen Streckenkontakt für elektrische Zugsicherungseinrichtungen, in welchem die Kontaktfläche zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit einer dünnen Fettschicht überzogen gehalten wird und in welcher die Kontaktfläche mittels einer von dem bewegten Maschinenteil betätigten Übersetzung freigegeben wird, bevor der Kontakt geschlossen werden soll. Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist darin gelegen, dass der Kontakt aus einem durch den Zug verdrehbaren hohlen Stück aus Gusseisen oder gestanztem Blech besteht und einen abgeschlossenen Behälter mit sickernder Fettflüssigkeit, wie Petroleum, Glyzerin o. dgl., enthält, derart, dass die Fettflüssigkeit nach aussen selbsttätig die Kontaktfläche dauernd benetzt hält.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der ganzen Vorrichtung nach der Erfindung. Die Stromquelle, welche durch diese Kontaktvorrichtung geschlossen werden soll, ist an der Maschine angebracht. Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen in entsprechenden Ansichten im Seitenriss, im Grundriss und in Vorderansicht die Schutzvorrichtung für den Kontaktschliesser. Fig. 5 ist eine Ansicht einer Ausführungsform der Schutzvorrichtung. Fig. 6 und 7 zeigen schematische Darstellungen, Fig. 8 und 9 zeigen im Aufriss teilweise geschnittene Ansichten weiterer Ausführungsformen der betreffenden Schutzvorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 10 und 11 zeigen Schnittansichten im vergrösserten Massstabe von der Schutzvorrichtung, welche nach den Linien XVXV und XZIXVI der Fig. 8 und 9 geschniten sind und von rechts nach links in diesen Figuren betrachtet sind. Fig. 12 ist eine weitere Ausführungsform der Schutzvorrichtung nach der Erfindung.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i ist die Schutzvorrichtung auf eine Kontaktschiene C angewendet, die auf der Strecke angeordnet ist. Diese arbeitet mit einem Kontaktteil M zusammen, der auf der Lokomotive gelagert ist. Der Kontakt M ist durch einen Leiter Cl an eine Stromquelle S angeschlossen. Diese Stromquelle ist durch einen Leiter C2 an irgendeine Vorrichtung A auf der Lokomotive angeschlossen. Wenn hierbei der Kontakt M mit der leitenden Oberfläche 1 des Kontaktes C zusammenwirkt, wird der Strom der Stromquelle S geschlossen, während die Vorrichtung A hierdurch betätigt wird. Eine Bürste B, deren Wirkungsweise weiter unten ausführlicher beschrieben wird, ist ausserdem auf der Lokomotive angeordnet, und zwar vor dem Kontakt M und in einer bestimmten Entfernung von diesem, welche in der Regel grösser ist als die Länge des Kontaktes C.
Der Pfeil D zeigt die Richtung an, in der die Lokomotive auf der Strecke V läuft.
Aus den Fig. 2 bis 4 ist ersichtlich, dass der Kontakt C so-angeordnet ist, dass er sich um die Zapfen 2 und 3 drehen kann. Diese Zapfen 2 und 3 sitzen auf den Trägern und 5, welche an den Traversen 6 und 7 auf der Strecke V befestigt sind.
Der Zylinder C bildet einen drehbaren Kontaktschl : esser. Er ist mit einem Teil 8 in Form eines Bügels verbunden, an dem ein Pedal 9 sitzt, das um eine Achse 10 schwingen kann. Die Achse 10 ruht in zwei Stützen 11.
Ausserdem sind ein oder mehrere Gegengewichte 12 vorgesehen, die an der. Welle 10 fest sitzen und deren Rückkehr in die durch Anschläge 13 bestimmte Normallage bewirken.
Der Bügel 8 trägt zwei gleiche Klinken M, 15, welche entsprechend mit je einem der beiden Zahnkränze 16 und 17, welche an dem Zylinder-10 angeordnet sind, in Eingriff kommen.
Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise : Wenn die Bürste B über das Pedal 9 läuft, betätigt sie die Antriebsvorrichtung des Zylinders 10, so dass dieser um einen gewissen Winkel gedreht wird, damit dessen Oberseite, die durch Rauhreif o. dgl. bedeckt sein kann, durch eine frische leitende Fläche ersetzt wird. Die Bürste B gelangt darauf in Kontakt mit dem Zylinder und schliesst so in der Weise den Stromkreis S für die Vorrichtung A auf der Lokomotive.
Die Antriebsvorrichtung durch Pedal, Klinken und Schalträder kann ersetzt werden durch eine Reibungsantriebsvorrichtung, die am Ende des Zylinders C eine mit grosser . Steigung versehene Schraubenführung enthält, mit deren Gängen der Bürstenhalter B in Eingriff kommt, so dass hierdurch der Zylinder C gedreht wird.
In Fig. 5 ist dargestellt, wie die Bildung von Reif auf der Oberfläche 1 des Kontaktzylinders C verhindert wird, indem diese Oberfläche mit einer fettigen Substanz überzogen
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Zu diesem Zweck kann man in den Hohlraum des Zylinders C eine bestimmte Flüssig- keitsmenge von Petroleum G einführen, welche durch kleine Öffnungen. F abstritt und die äussere Oberfläche des Zylinders benetzt. Ausserdem kann man bei I unter dem betreffenden Zylinder ein Kissen zum Befeuchten und Benetzen der Oberfläche anodnen, das von einem Behälter H mit fettiger Flüssigkeit versorgt wird.
Dieses Kissen kann entweder auf der Strecke angeordnet werden oder durch die Kontaktbürste an der Lokomotive gebildet werden, wobei die Bürste mit einem Behälter mit ölender Flüssigkeit verbunden wird.
Ausserdem kann man auch Schabeflächen E anordnen, die mit der Oberfläche 1 des Zylinders C in Eingriff kommen und den Rauhreif in feine Streifen teilen, welche von dieser Fläche leichter entfernt werden können.
Die Verteilung der dünnen Fettschicht auf der Oberfläche 1 des Kontaktziinders C zur Bekämpfung von Rauhreifbi ! dung und Verringerung der Haftung des Rauhreifes kann auch durch die Vorrichtung nach den Fig. 6 und 7 erreicht werden. Diese Vorrichtung enthält im Innern des Zylinders C einen konzentrischen Zylinder H, der an seinen Enden 20 mit einem Behälter zur-Versorgung mit ölender Flüssigkeit in Verbindung steht. Dochte I' bewirken die Verteilung der Fettflüssigkeit auf der inneren Seite der Kontaktvorrichtung C und von da durch kleine Löcher F auf die Aussenfläche des Zylinders.'
Die verschiedenen Anordnungen nach den Fig. 8 bis 12-geben eine einfachere Bauart dieser Vorrichtung.
Bei diesen Ausführungsformen wird der Kontakt mittels eines Stückes a hergestellt, das an seinen beiden Enden mit zwei Bügeln b gestützt wird. Die ansteigtnden Teile c ermöglichen das stossfreie Auflaufen der an der Lokomotive befestigten Kontaktbürste. Sie sind mit Bolzen e auf den'Unterlagen d befestigt, welche wieder durch Schrauben- bolzen. f auf den Querschwellen befestigt sind.
Der Teil a, der aus Gusseisen oder getriebenem Blech besteht, kann unten offen sein.
Im Oberteil des Teiles a ist ein kleiner Behälter i angeordnet, der mit Hilfe eines Deckels j abgeschlossen wird. Dieser Deckel i besteht aus zwei oder mehreren miteinander durch Nieten k (Fig. II) verbundenen Teilen. Er kann aber auch aus einem Teil hergestellt werden.
In diesem Deckel sind mehrere Öffnungen 1 vorgesehen, die mit Hilfe von Verschlussschrauben abgeschlossen werden (Fig. 12). Der Behälter i enthält saugfähigen Stoff, der mit einem Fettkörper gesättigt ist, der nach aussen durchsickern kann (wie z. B. Petroleum, Glyzerin usw. ) und selbst durch Kapillaröffnungen durchsickern kann, wie sie bei den Blechen {oder an den Öffnungen 1 auftreten, die durch Schraubenbolzen verschlossen sind.
Um dieses Durchsickern zu unterstützen'und zu verstärken, kann man zwischen die Bleche einen Docht anordnen, der in den Behälter i eintaucht.
Der Kontakt a steht in Verbindung mit der Erde durch einen Leiter m, n. Eine Klapptür r kann mit einem Schloss s verschlossen werden, so dass hieldurch ein leichter Zugang zum Innern des Teiles a geschaffen wird, wenn der Leitungsanschluss beschädigt ist
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PATENT-ANSPRÜCHE : i.
Streckenkontakt für elektrische Zugsicherungseinrichtungen, in welchem die Kontaktfläche zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit einer dünnen Fettschicht überzogen gehalten wird und in welcher die Kontaktfläche mittels einer von dem bewegten Maschinenteil betätigten Übersetzung freigegeben wird, bevor der Kontakt geschlossen werden soll, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktschliesser (C) drehbar gelagert ist und durch ein Hebel-
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j, 16, 17) von der Lokomotive durch eine Bürste (B) beim Befahren derart eingestellt wird, dass die untere Fläche des drehbaren Kontaktschliessers (C) in Berührung mit der Kontaktbürste (M) der Lokomotive kommt.