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Vorrichtung zum stellenweisen Härten von Metallen bzw. Metallgegenständen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum stellenweisen Härten von Metallen und Metallgegenständen ; die aus zwei einander umgebenden Hohlkörpern besteht, durch deren Zwischenraum Kühlflüssigkeit, z. B. zum Härten eines Radkranzes zugeleitet wird. Die Erfindung besteht darin, dass der innere Hohlkörper oben mit einer gelochten
Platte versehen ist, die dem zu härtenden Gegenstand als Auflager dient. wobei vom unteren Teil des inneren Hohlkörpers Rohrstutzen durch den äusseren Hohlkörper nach aussen führen. Mit Hilfe dieser Einrichtung kann durch den inneren Hohlkörper Luft nach oben oder Kühlflüssigkeit nach unten strömen, wodurch innen liegende Teile der Gegenstände, z. B. Radnabe, gekühlt oder gehärtet werden können.
Die zu härtenden Gegenstände können hierbei an den nicht zu härtenden Stellen gegen den Zutritt von Kühlflüssigkeit isoliert werden, während die zu härtenden Stellen einem gleichmässigen Strom von Kühlflüssigkeit ausgesetzt werden können, um eine gleichmässige Kühlung und Härtung an diesen Stellen zu erreichen.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt : Fig. i die Vorrichtung in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt und Fig. 2 einen Teil desselben in Ansicht.-
Die Vorrichtung besitzt eine Zuleitung 1 für die Kühlflüssigkeit, an welche eine lot- rechte Zweigleitung 2 angeschlossen ist, die mit einem Ventil 3 versehen ist und auf deren oberes Ende ein trichterförmiger Behälter 4 aufgesetzt ist. Im Behälter 4 befindet sich ein mit seiner Spitze nach abwärts gerichteter oben offener Hohlkegel 5, der durch zwei Rohr- stutzen 6 so am Behälter 4 befestigt ist, dass zwischen Behälter und Hohlkegel ein Raum 7 gebildet wird, der zur Zuleitung der Kühlflüssigkeit dient.
Der Hohlkegel 5 ist oben mit einer durchlochten Platte 8 abgedeckt, auf welche der zu härtende Gegenstand z. B. ein
Zahnrad 9 aufgelegt wird ; bei dem die Zähne zu härten sind. Der lotrechte Teil der
Zuleitung 1 besitzt ein Ventil 10 und trägt nahe dem oberen Ende einen um 11 drehbaren
Handhebel 12, an welchem eine Sperrklinke 13 angelenkt ist, die in die Verzahnung eines an die Zuleitung 1 befestigten Segmentes 14 eingreift. An die Leitung 1 ist ferner ein
Schlauch 15 angeschlossen, der mit einem am Handhebel 12 gelagerten Mundstück 16 ver- bunden ist. Der Handhebel 12 steht unter der Wirkung einer Zugfeder 17, die an der
Leitung 1 befestigt ist und bestrebt ist, den Hebel hochzuziehen.
Um die Zähne des Stirnrades 9 zu härten, wird, nachdem letzteres in erhitztem
Zustand auf die Scheibe 8 aufgelegt ist ; der Handhebel 72 abwärts bewegt, bis das Mund- stück 16 auf die Nabe des Rades 9 auftrifft und so zum Niederhalten des letzteren auf der gelochten Auflagerplatte 8 dient. Sodann öffnet man das Ventil 3, so dass Kühlflüssigkeit in den Raum 7 eintritt und die Zähne des Rades 9 bespült, bis sie schliesslich'über den
Rand des Behälters abfliesst. Die Platte 8 dient hierbei zur Abdichtung des übrigen
Teiles der unteren Seite des Zahnrades 9 gegen die Kühlflüssigkeit, so dass nur die Zähne dieses Rades von der Kühlflüssigkeit bestrichen werden.
Die Kühlung wird der den Zähnen des Rades 9 zu gebenden Härte entsprechend lang fortgesetzt, wobei sich auch der übrige
Teil des Zahnrades abkühlt. Die durch die Wärmeausstrahlung des Rades 9 im Hohl-
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kegel. 5 erwärmte Luft zieht nämlich durch die Löcher der Platte 8 nach oben ab, während durch die Stutzen 6 frische Luft eintritt, die gleichfalls nach oben abzieht, so dass dem Radkörper auch von unten her kühlende Luft zuströmt. Nach erfolgtem Härten des Zahnrades schliesst man das Ventil 3 und öffnet sodann den an der Zweigleitung 2 angebrachten Ablasshahn 18, der zum Entleeren des Raumes 7 sowie der Zweigleitung 2 dient.
Zum Härten der Nabe des Zahnrades 9 benutzt man das Mundstück 16, wobei das Zahnrad mit anderen Mitteln in seiner Lage zu sichern ist. Durch Öffnen des Ventiles 10 der Leitung 1 wird dann die Kühlflüssigkeit dem Mundstück 16 zugeleitet und durch letzteres der Radnabe von oben zugeführt. Die Kühlflüssigkeit tritt durch die Löcher der Dichtungsscheibe 8 in den Hohlkegel 5 um von hier durch die Stutzen 6 abzulaufen.
Der Hohlkegel 5 besitzt in seiner abwärts gerichteten Spitze eine Gewindeöffnung, in welche gemäss Fig. 2 eine Spindel 19 eingesetzt werden kann, die durch die Nabe des Zahnrades 9 hindurchgeht und mittels einer Scheibe 20 und einer Flügelmutter 21 das Zahnrad 9 in seiner Lage sichert. Die Scheibe 20 dient gleichzeitig zur Abdichtung der oberen Fläche des Zahnrades 9 gegen den Zutritt von Kühlflüssigkeit an nicht erwünschte
Stellen.
Selbstverständlich kann der zur Aufnahme des zu härtenden Gegenstandes dienende Behälter auswechselbar angeordnet sein, um ein und dieselbe Vorrichtung möglichst vielseitig verwenden zu können. Ebenso können an die Zuleitung 1 mehrere Zweigleitungen angeschlossen sein, welche alle so ausgebildet sind, dass sie unabhängig voneinander benutzt werden können, was ermöglicht, gleichzeitig mehrere Gegenstände, die eventuell untereinander verbunden sein können, zu härten.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorrichtung zum stellenweisen Härten von Metallen und Metallgegenständen, bestehend aus zwei einander umgebenden Hohlkörpern, durch deren Zwischenraum Kühlflüssigkeit zugeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Hohlkörper (5) oben
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nach aussen führen, zum Zwecke durch den inneren Hohlkörper Kühlluft nach oben und dann Kühlflüssigkeit nach unten durchtreten zu lassen und dadurch innen liegende Teile der Gegenstände allmählich abkühlen oder härten zu können.