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Schutzvorrichtung für Zündschnur-Spinnmaschinen.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Schutzvorrichtung hat den Zweck, im Falle der Explosion einer der bei den bekannten Zündschnur-Spinnmaschinen vorhandenen Pulvertrichter zu verhindern, dass durch die Explosion die Spinnsäle samt den darin aufgestellten Maschinen und die dort arbeitenden Personen gefährdet werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Schutzvorrichtung die Pulvertrichter gegen den Spinn- raum völlig abschliesst und daher das in dem Trichter befindliche Pulver im Falle einer Explosion nur nach oben, und zwar über Dach s ch entladen kann.
Zu di sem Zwecke ist der Pulvertrichter der Spinnmaschine mit einem teleskopartigen Schutztrichter umgeben, der aus beispielsweise drei kegelstutzförmigen Mantelteilen besteht, von welchen der untere mit dem Pulverzulaufhahn der Spinnmaschine fest verbunden und der obere in der Gebäudedecke verlagert ist, während der mittlere Tei', der aus Kupfer-oder anderem Metallblech besteht, mit bezug auf die beiden anderen, aus Stahlblech bestehenden Mantelteil verschiebbar ist.
Während der Arbeit schliessen die Ränder dieses mittleren Mantelteiles dicht an die Ränder der beiden anderen Schutztrichterteile an, wogegen bei emporgeschobenen Mittelteil der eigentliche Pulvertrichter zum Zwecke der Füllung, Reinigung und Besichtigung zugänglich wird.
Der oberste Mantelteil kann daher bis unter Dach geführt werden, das vorteilhaft mit einem nach aussen öffnenden Klappfenster versehen wird.
Die Zeichnung veran : chaulicht diese Schutzvorrichtung m beispielsweiser Ausführung.
Der Pulvertrichter a, der in bekannter Weise auf den Hahnkörper b des den Pulverzunuss regelnden Hahnes oberhalb der gebräuchlichen Zündschnur-Spinnmaschine aufgesetzt ist und von der zu umspinnenden Zündschnurseele c durchzogen wird. ist in dem unteren engsten Teil d eines teleskopartigen Schutztrichters eingebaut.
Eine an dem Pulvertrichter a angebrachte Scheibe 1t dient dazu. die Bodenöffnung des Manteltrichterteiles d, in dem der Pulvertrichter beweglich eingesetzt und mittels der Backen III gehalten ist, nach unten abzuschliessen und dies um so mehr, wenn in dem Trichterteil dein Explosionsdruck entsteht.
Der mittlere Mantelteil e des Schutztrichters ist verschiebbar und zwecks leichter Hebung und Senkung durch ein Gegengewicht Ag ausbalanciert. Dieser mittlere Mantelteil schiebt sich mit seinem Unte : ende über den oberen Randteil des unteren Mantelteiles, gegen den er in gesenkter Stellung gut abgedichtet ist. Mit dem Oberende ragt der mittlere Mantelteil in den oberen, bis unter Dach emporgeführten Mantelteil. f hinein, der in die Spinnsaaldecke eingesetzt
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mit dem unteren Mantelteil d durch Schliessbügel g zu einem Ganzen verbunden, die. wenn sie ausgelöst sind, als Handhaben zum Zwecke des leichten Emporschiebens des mittleren Mantelteiles dienen.
Durch ein enges Loch in der Wandung des letzteren wird die von einer Spule i abgezogene Zündschnurseele (Faden) c in die Schutzvorrichtung eingeführt und über eine Rolle 11 nach dem Pulvertrichter a geleitet, durch dessen Bodenöffnung sie samt dem sich anlegenden Pulver in die Spinnmaschine übertritt, um in letzterer in gebräuchlicher Weise umsponnen zu werden.
Oberhalb der oberen Mündung des oberen Mantelteiles f, die unmittelbar unterhalb des Daches liegt, besitzt letzteres ein Klappfenster iiii, das sich nach oben aufklappt, wenn bei einer Explosion die Entladung erfolgt.
Auf diese Weise ist die infolge von Unglücksfären in neuester Zeit angeordnete Unterbringung des eigentlichen Pulvertrichters unmittelbar unter Dach. die sehr viele Nachteile wegen des mit einem langen Ablaufrohr auszurüstenden Pulvertrichters und des dadurch sehr erschwerten Abhebens von der Spinnmaschine, sowie wegen der zeitraubenden Manipulationen unter Dach entbehrlich und der Arbeiter kann rasch und leicht das Füllen, Reinigen und Besichtigen des Pulvertrichters vornehmen.
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