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Hilfsgerät für Einarmamputierte.
Es ist bekannt, dass Armamputierte den Ersatzarm deshalb nicht gern tragen, weil die Stulpe, welche über den Armstumpf geschoben und an diesem befestigt ist, einen Druck auf den empfindlichen Armstumpf ausübt. Armamputierte ziehen es daher gewöhnlich vor, mit dem Stumpf im leeren Ärmel zu gehen. Um nun auch hiebei oder auch beim Vorhandensein eines Ersatzarmes dem Einarmamputierten die einzelnen Bewegungen so viel als möglich zu erleichtern, dient das
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und geht zielbewusst auf den Erfolg los, der auch weitgehendst erreicht wird, ohne dass das Hilfsgerät wie ein Arm aussieht.
Erfindungsgemäss ist am Oberkörper, vorteilhaft durch einstellbare Riemen, eine Stange befestigt, an welcher der Schwingungspunkt eines Armes auf und ab verschiebbar und in allen gewünschten Lagen feststellbar ist, so dass dieses Mittel vom Einarmamputierten ständig unter dem Rock getragen werden kann, ohne irgendwie nach aussen hin erkennbar zu sein oder aufzufallen. Die Stange für den drehbaren Arm kann, um bei der Körperbewegung keinen Druck auszuüben, teleskopartig ausgebildet sein, so dass sie sich in einer Hülse hin und her schieben lässt. Dieser Teil des Hilfsgerätes lässt sich nach ein und demselben Modell herstellen, so dass dem Massenbedarf leicht Rechnung getragen werden kann.
An dem schwingbaren Arme, der auch verlängerbar sein kann, ist nun verschieb-und einstellbar ein Kugelgelenk vorgesehen, entweder in Form eines Kugelreibungsgelenkes oder in Form eines sonstigen einstellbaren Kugelgelenkes, dessen die Kugel umschliessende Kappe einen Ansatz zur Aufnahme eines handartigen Gerätes, des Handkörpers, besitzt. Dieses Gerät entspricht vorteilhaft der sogenannten"Berliner Hand', ', welche bekanntlich vier feste Finger und einen beweglichen Daumen in Gegenstellung besitzt, wobei eine Feder diesen Daumen stets in die Mitte zwischen Mittel-und Zeigefinger zieht. Die Abspreizung nach aussen, um Gegenstände in die durch Daumen, Zeige-und Mittelfinger gebildete Zange zu bringen, erfolgt durch die gesunde Hand.
Dieser auswechselbare Handkörper kann für die jeweiligen Bedürfnisse leicht mit der gesunden Hand eingestellt werden, so zum Halten eines Buches, einer Zigarrentasche, einer Gabel, eines Blattes Papier, eines Schirmes usw. und es können bei diesem Hilfsgerät, da das handartige Greifgerät, der Handkörper, leicht auswechselbar ist, auch verschiedenartige Handkörper einstellbar befestigt werden, indem der Einarmamputierte solche Geräte in der Tasche mit sich führt, um sie im Bedarfsfalle sofort nutzbar machen zu können.
Die Einstell-und Klemmittel für die einzelnen beweglichen Teile sind so anzuordnen und
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erreichbar ist.
An Hand der Zeichnung ist die Erfindung näher erläutert. Fig. i zeigt die am Oberkörper zu befestigende Tragvorrichtung, bestehend aus dem oberen Riemen a und den unteren Riemen b, die am Rumpf befestigt und durch die Stange c miteinander verbunden werden. Der obere Riemen a kann noch über die Schultern führende Tragriemen besitzen, damit die Lage des Riemens a am Körper gesichert ist. Die Stange c ist in einer Hülse d verschiebbar, damit eine Beweglichkeit beim Nähern und Entfernen der beiden Riemen a und b gesichert ist, ferner wird das Anlegen wesentlich erleichtert, da man die Stange c nur in die Hülse d einzuführen braucht, und es lässt sich diese Einrichtung für Personen verschiedener Oberkörpergrösse verwenden.
Auf der Stange c ist die Hülse e mit dem gekrümmten Arme f auf und ab verschiebbar, der Arm, t'ist samt der
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Hülse e um die Stange c schwingbar und durch eine geeignete Einstell-oder Sperrvorrichtung g in allen gewünschten Lagen zu erhalten. Der Arm f ist der Oberkörperrundung entsprechend gebogen, er kann kantig oder rund sein. Die in Fig. i dargestellte Einrichtung ist für einen Träger, dem die linke Hand fehlt, bestimmt. Bei Amputation der rechten Hand braucht man die einzelnen Teile nur so anzuordnen, dass die gesunde linke Hand nutzbar gemacht wird, ohne dass weitere Änderungen zu treffen wären.
Auf den schwingbaren Arm f bringt man gemäss Fig. 2 nun eine hin und her verschiebbare Hülse k an, die durch eine Stellschraube i oder ein sonstiges Sperrmittel in den einzelnen Lagen
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der Kugelgelenkkappe Z erreicht, die für die gewöhnlichen Bedürfnisse ausreicht. Der Ansatz n ist durchbohrt und dient zur Aufnahme eines handartigen Gerätes 0, wie Fig. 3 zeigt. Dies ähnelt, wie bereits erwähnt, vorteilhaft einer sogenannten"Berliner Hand", ohne aber hieran gebunden zu sein ; der Zapfen p dieses Handkörpers ist im Ansatz n drehbar, um nach den jeweiligen Erfordernissen eingeteilt werden zu können, und wiederum durch irgend welche Klemmittel,
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zum Erfassen einer Gabel nutzbar gemacht wird.
Das Handgerät könnte an dem Ansatze n auch noch gelenkig angebracht und ebenso auch hier wieder beliebig einstellbar sein. Fig. 4 zeigt die
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Schlitze kann ein Blatt Papier eingeschoben werden. Da die Handkörper leicht auswechselbar sind, ist für den Träger dieses Hilfsgerätes die Möglichkeit gegeben, mehrere Handkörper, die verschiedenen Zwecken dienstbar gemacht werden können, in der Tasche mit sich zu führen
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