AT79586B - Höhenrichtvorrichtung für Geschütze. - Google Patents

Höhenrichtvorrichtung für Geschütze.

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  Höhenrichtvorrichtung für Geschütz. 



   Bei Geschützen mit sehr grossem Depressions- und Elevationsbereiche, z.   B.     von - 100   bis   +   1000 und noch mehr, ergeben sich für die Lagerung des Geschützes am Unterbau Schwierigkeiten. In einem solchen Falle bestreicht die Rohrmündung und das nach der anderen Richtung über die Schildzapfen   herausragende   Rohrhinterstück in der Vertikalebene volle   3600.   Die Lagerung des Geschützes am Unterbau kann daher nur mittels einer Pivotgabel erfolgen, deren   Gabelung an gross   ist, dass das rücklaufende Rohrhinterstück dazwischen noch Platz findet oder mittels zweier Schildzapfenlager rechts und   links vom Geschütz,   die miteinander keine Verbindung besitzen.

   Im ersteren Falle kommt der vertikale Drehzapfen der Pivotgabel tief unter das   Geschütz   zu liegen ; dies bedingt eine grosse   Feuerhöbe   und ein grosses Gewicht, so dass diese Konstruktion 
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   Eine zweckmässige Konstruktion wird nun die sein, bei welcher bei   kleinstmöglicher   Feuerhohe. also kleinem Gewicht, die Höhenrichtung und die   Backsung des Geschützes noch immer   einfach ist. Diese kleinste Feuerhöhe kann erzielt werden, wenn die Schildzapfenachse (horizontale   Drehachse des Geschützes)   nach vor- und rückwärts verschiebbar ist.

   Dadurch   nämlich.   dass in der   äussersten vorgeschobenen Lage   der Schildzapfenachse die   grösste   Depression und mit zunehmendem Zurücverlegen der Schildzapfenachse immer höhere Winkel dem John gegeben werden, bis bei der weitest zurückgeschobenen Lage das Rohr auch die   grösste   Elevation hat, wird die Möglichkeit gegeben, unter dem   Geschütze   einen, vom in der Vertikalebene schwingenden Rohre nicht bestrichenen Raum zu schaffen, der für die Lagerung des   Geschützes   am Unterbau ausgenutzt werden kann. 



    Die Erfindung besteht nun darin, dass die Hiihenrichtbewegung des Rohres mit dei Vorund Rückwärtsbewegung der Schildzapfenaehse so vereinigt wird, dass durch die Einleitung der einen Bewegung die andere zwangsweise gegeben ist. Dies wird erreicht durch eine Abwätxvorrichtung mit einem selbstsperrenden Antrieb.   



   Die Abwälzvorrichtung besteht im Wesen aus zwei zueinander parallelen gleichen Kreis- 
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 und die   Längsführung   gehaltenen Gehäuse, hiedurch werden die Zahnbögen gezwungen, sich an den Zahnstangen abzuwälzen, wodurch wiederum die beiden Schildzapfen mit ihren Gleitsteinen in den Längsführungen des Wiegenträgers wandern müssen. 



   Das zweite Ausführungsbeispiel ist in einem Längsschnitt (Fig. 4), einer Draufsicht (Fig. 5) und einem Querschnitt (Fig. 6) dargestellt. Statt der Zahnbögen sind hier zwei Scheiben   11   an der Wiege des Rohres befestigt, an deren Umfang je zwei Seile 12 (Stahlbänder, Ketten oder andere biegsame Zugorgane) mit dem einen Ende festgemacht sind. Diese beiden Seile umschliessen gegenläufig den Umfang, gehen in der Richtung der gemeinsamen Tangente an die Scheibe auseinander und sind mit ihrem anderen Ende am   Wiegenträger festgemacht.   Die Schildzapfen 14, die in der Drehachse der Scheiben liegen, ruhen in Gleitsteinen   15,   die sich an Führungsleisten 16 des   Wiegenträgers   führen.

   Die Bewegung erhält das Geschütz durch die mittels des Handrades 18 verdrehbare Schraubenspindel 17, die im Wiegenträger gelagert ist und mit ihrem Gewinde in einen der beiden Gleitsteine 15 eingreift. Beim Verdrehen der Schraubenspindel muss der Gleitstein eine fortschreitende Bewegung ausführen, wodurch die aus den beiden Scheiben und den Seilen gebildete   Abwälzvorrichtung   in   Tätigkeit   tritt und dabei das Geschütz in der Vertikalebene verdreht. 



   Bei den voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen können die selbsthemmenden Antriebe auch vertauscht werden, und zwar   su,   dass die aus Zahnbögen und Zahnstangen bestehende   Abwälzvonichtung   mittels Schraubenspindel und die aus Scheiben und Seilen bestehende Abwälzvorrichtung mittels Schneckengetriebe betätigt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Höhenrichtvorrichtung   für Geschütze, die selbsthemmenden   Höhenantrieb   besitzen, 
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 gerade als auch gekrümmt sein können.

Claims (1)

  1. 2. Höhenrichtvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei an der Wiege befestigte Zahnbögen, die an Zahnstangen abrollen, wobei sich das Geschütz mit seinen in der Achse der beiden Zahnbögen liegenden Schildzapfen mittels Gleitsteinen in zwei Längsführungen des Wiegenträgers verschieben kann und die Drehbewegung in der Vertikalebene dem Geschütz durch ein Schneckengetriebe erteilt wird, dessen Schneckenrad auf einem der beiden Schildzapfen sitzt, während die Schnecke in einem Gehäuse gelagert ist, welches mit einem der beiden Gleitsteine in fester Verbindung steht.
    3. Höhenrichtvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei mit ihren Krümmungsmittelpunkten in der Schildzapfenachse liegenden Scheiben, die mit der Wiege in festerVerbindung stehen, am Umfange je zwei mit dem einen Ende festgemachte Seile (Stahlbänder, Ketten oder andere biegsame Zugorgane) tragen, die sich an den Umfang gegenläufig anlegen, in der Richtung der gemeinsamen Tangente an die Scheibe auseinander gehen und mit ihren anderen Enden am Wiegenträger befestigt sind, und zwar so,
    dass beim Verschieben der beiden in Gleitsteinen ruhenden Schildzapfen auf den Längsführungen des Wiegenträgers vermittelst einer im Wiegenträger gelagerten und mit einem der beiden Gleitsteine in Eingriff stehenden Schraubenspindel das Geschütz mit seinen beiden Scheiben an den Seilen (Stahlbändern, Ketten usw.) zum Abrollen kommt und auf diese Art die eingeleitete fortschreitende Bewegung der Schildzapfenachse die Drehbewegung des Geschützes in der Vertikalebene zwangläufig auslöst.
AT79586D 1916-02-08 1916-02-08 Höhenrichtvorrichtung für Geschütze. AT79586B (de)

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