DE65823C - Rücklauf-Reibungsbremse für Geschützlaffeten - Google Patents

Rücklauf-Reibungsbremse für Geschützlaffeten

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DE65823C
DE65823C DENDAT65823D DE65823DA DE65823C DE 65823 C DE65823 C DE 65823C DE NDAT65823 D DENDAT65823 D DE NDAT65823D DE 65823D A DE65823D A DE 65823DA DE 65823 C DE65823 C DE 65823C
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DE
Germany
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capsule
friction
return
rotation
gun
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65823D
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English (en)
Original Assignee
E. TERNSTRÖM in Asnieres, Seine, Frankreich
Publication of DE65823C publication Critical patent/DE65823C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A23/00Gun mountings, e.g. on vehicles; Disposition of guns on vehicles
    • F41A23/50Travelling locks; Brakes for holding the gun platform in a fixed position during transport
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/06Friction-operated systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine selbstthätige Rücklaufbremse für Laffeten, und zwar eignet sich dieselbe besonders für Feldgeschütze.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine solche Laffete in Verbindung mit einem Schnellfeuergeschütz dargestellt.
Die eigentliche Bremse ist eine Reibungsbremse und besteht aus zwei mit ihren Stirnflächen durch eine Plattenfeder C zusammengeprefsten Reibscheiben A und B, Fig. 3. Diese beiden Reibscheiben werden von einer Kapsel D umgeben, welche in ihrem Innern mit Sperrzä'hnen d ausgerüstet ist, die mit denjenigen a1 an der Aufsenfläche der Reibscheibe A derart in Eingriff stehen, dafs bei einer drehenden Bewegung der Kapsel in der einen Richtung die Reibscheibe A mitgenommen wird, bei einer solchen in dem entgegengesetzten Sinne aber nicht. Eine Spindel E bildet sowohl die Achse der Scheiben A und B, als auch diejenige der Feder C. Auf die Spindel E ist ferner eine Muffe F geschoben, deren eines Ende gegen die Reibscheibe A, deren anderes gegen eine auf die Spindel E geschraubte Mutter e sich legt. Eine über diese Muffe F geschobene Spiralfeder G hat den Zweck, die Kapsel D an die Reibscheibe A heranzudrängen und die Sperrzähne beider in Eingriff mit einander zu bringen, da die Kapsel D auf der Muffe F achsial verschiebbar ist. Die Spannung der Feder C kann mittelst einer Mutter H geregelt werden, welche auf die Spindel E geschraub t ist und mittelst eines durch einen Keil i mit der Mutter H verbundenen Mutterschlüssels I eingestellt wird. Der letztere wiederum wird von einer Lenkstange J beeinflufst, die mittelst eines Bolzens^' mit ihm gekuppelt ist und deren anderes Ende mittelst eines Bolzens j1 mit dem Schlitten K verbunden ist. Der letztere, in welchem die Schildzapfen des Geschützrohres gelagert sind, verursacht also beim Rücklauf eine derartige Drehung der Mutter H, dafs ein Zusammenpressen der Feder C stattfindet, also eine Erhöhung des zwischen den Reibscheiben A und B auftretenden Widerstandes vor sich geht. Bei dem in weiter unten zu beschreibender Weise bewirkten Vorschub des Rohres wird die Spannung wieder auf das ursprüngliche Mafs herabgemindert. Die untere Seite des Schlittens K ist ferner mit einer Zahnstange k ausgerüstet, deren Zähne in diejenigen d1 der Kapsel D eingreifen (Fig. 1, 3 und 7). Die ganze Bremse ist unterhalb des Schlittens K angeordnet und an den Wangen L L1 der Laffete befestigt. Beim Abgeben eines Schusses gleitet der das Rohr stützende Schlitten K auf Führungen Z /' der Wangen LL1 entlang nach hinten (Fig. 1 und 3). Die in die Zähne dl der Kapsel D eingreifende Zahnstange k veranlafst hierbei eine Drehung der Kapsel D auf der Spindel E, und die Kapsel wiederum treibt mittelst ihrer Sperrzähne d die Reibscheibe A an, wobei zwischen den kammartig in einander greifenden Reib-
scheiben A und B ein Reibungswiderstand auftritt, da die letztere mittelst eines Armes b über die feste Radachse M der Laffete greift. Bei einer solchen Drehung des Kapsel D wird auf dieselbe eine Kette N aufgewickelt, welche mittelst einer Schraube η an ihr befestigt ist und deren anderes Ende eine mit den Wangen LL1 verbundene Feder ο beeinflufst. Diese Kette wird infolge der hierbei vergröfserten Spannung der Feder nach dem Aufhören des Rücklaufes das Bestreben haben, sich wieder abzuwickeln, und somit die Kapsel D veranlassen, sich rückwärts zu drehen. Die Zahnstange k wird hierbei in der entgegengesetzten Richtung verschoben und der Schlitten sammt dem in demselben ruhenden Rohr in die ursprüngliche, d. h. die Schufsstellung zurückbefördert. Bei dieser Rückwärtsbewegung der Kapsel D waren die Zähne d derselben aufser Eingriff mit denjenigen der Reibscheibe A gekommen. Die letztere dreht sich also nur, sobald das Rohr im Rücklauf begriffen ist, sie steht still, sobald das Rohr wieder vorgeschoben wird. Der Reibungswiderstand zwischen beiden Reibscheiben tritt also nur beim Rücklauf auf, und bei der Rückkehr des Rohres in die Schufsstellung ist derselbe aufgehoben. Derjenige Theil des äufseren Umfanges der Kapsel D, auf welchen die Kette N sich aufwickelt, ist spiralförmig gestaltet (Fig. 5), so dafs der Hebelarm sich mit der Zunahme der Spannung in der Feder ο verkürzt.
Die Spindel E wird dadurch an einer Drehung verhindert, dafs sie mittelst eines Vierkants in der Wange Lx ruht. Die Anfangsspannung der Feder C kann mittelst der Mutter e geregelt werden, indem diese eine Verschiebung der Muffe F und der Reibscheiben A und B auf der Spindel E herbeiführt.
Eine solche selbsttätige Rücklaufbremse eignet sich nicht nur für die Laffeten von Feldgeschützen, dieselbe kann vielmehr bei allen Geschützen Verwendung finden, welche mit einem das Rohr aufnehmenden Schlitten ausgerüstet sind und die Bewegung des letzteren nicht mitmachende Theile aufweisen, damit diese als Widerlager dienen können.
Unter gewissen Umständen ist es vorzuziehen, die Kapsel D auf der Spindel E unverschiebbar anzuordnen. In diesem Falle sind die" Sperrzähne d durch federnde Vorsprünge zu ersetzen, welche zur geeigneten Zeit in die entsprechenden Zähne auf der Scheibe A eintreten ; die Feder G fällt dann selbstverständlich fort.
Die Vorrichtung zum Richten des Rohres besteht aus einer innen mit rechts-, aufsen mit linksgängigem Gewinde ausgerüsteten Hohlspindel F, welche in eine durch Arme Q mit dem Schlitten K verbundene Mutter R eingreift. In derselben spielt aber eine Schraubenspindel F1, welche in weiter unten zu erklärender Weise mit dem hinteren Ende des Rohres verbunden ist. Die Mutter R wird durch zwei mit derselben verbundene, in Gleitbahnen S1 der Wangen eingreifende Zapfen geführt. Diese Gleitbahnen sind dabei am hinteren Ende mittelst eines Querstückes s mit den Wangen verbunden, am vorderen Ende aber mittelst Bolzen t. Die Bewegung der Hohlspindel F wird durch ein mit derselben verbundenes Handrad bewirkt.
Das Ausrichten des Geschützes in seitlicher Richtung wird durch eine Schraube ohne Ende F2 bewirkt, die in einem am hinteren Ende des Rohres befestigten Gehäuse U gelagert ist und durch ein Handrad ν bethätigt wird (Fig. 1 und 4). Diese Schraube ohne Ende V'1 greift nämlich in einen durch das Gehäuse U reichenden, mit der rechts- und linksgängigen Schraube gelenkig verbundenen Zahnbogen W ein. Das Rohr ist dabei nach Art eines Kreuzgelenkes um zwei zu einander senkrecht stehende Achsen drehbar.
Die am Schwanztheil der Laffete mittelst Schrauben befestigte Auflageplatte P wird vorzugsweise mit Vorsprüngen ausgerüstet, um das Anhaften derselben am Erdboden zu bewirken, ohne dafs aber ein allzu tiefes Eindringen der Vorsprünge in den letzteren möglich wäre.

Claims (2)

Patent- Ansprüche :
1. Rücklauf-Reibungsbremse für Geschützlaffeten, bestehend aus zwei auf einer gemeinsamen Welle (E) angeordneten, mit einander in Eingriff stehenden Reibungsscheiben (A BJ, deren eine (B) an der Drehung verhindert ist, während der anderen (A) eine Drehbewegung von einer auf derselben WeWe(E) drehbaren Kapsel (D) ertheilt wird, wenn diese mit Sperrzähnen der Reibungsscheibe (A) in Eingriff stehende Kapsel (D) beim Rücklauf des Geschützrohres in Drehung versetzt wird, wohingegen bei der durch den Vorlauf des Rohres bewirkten Drehrichtung der Scheibe (D) die Sperrzähne der letzteren über die der Reibungsscheibe (A) hinweggleiten.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Rücklauf - Reibungsbremse, bei welcher:
a) die Drehung der Kapsel (D) vermittelst einer in die Verzahnung derselben eingreifenden, mit dem Geschützrohrschlitten (K) fest verbundenen Zahnstange (k) derart erfolgt, dafs beim Rücklauf des Rohres eine auf
der Kapsel sich aufwickelnde Kette (N) eine oder mehrere Federn (o) spannt, zum Zweck, das Rohr in die Schufsstellung zurückzubefördem;
b) der Reibungswiderstand zwischen den Reibungsscheiben (A B) während des Rücklaufs dadurch vermehrt wird, dafs eine auf die eine (B) der Reibungsscheiben drückende Feder (C) vermittelst einer Mutter (H) gespannt wird, welche durch einen mit dem Schlitten (K) gelenkig verbundenen Schraubenschlüssel (I) ihre Drehung empfängt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT65823D Rücklauf-Reibungsbremse für Geschützlaffeten Expired - Lifetime DE65823C (de)

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