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Falzlose Dachdeckplatte und Werkzeug zur Herstellung von unteren Ausschnitten bei am Dach verlegten falzlosen Platten.
Bei Dachdeckplatten tropft oder fliesst bekanntlich das Wasser am tiefsten Punkt ab, aï30 bei verbetzten Platten gerade dort, wo sich unterhalb die Stossfuge zweier Platten der nächst unteren Plattenschar befindet und wo der Schmutz und Staub sich am leichtesten
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der Dachdeckung in den Stossfugen unter der Kapillarwirkung des Staubes ein Einsaugen und ein Abtropfen in den gedeckten Raum erfolgen. Wiewohl bei Falzdachziegeln, infolge Überdeckung der Stossfuge durch den Falz dieser Übelstand nicht so leicht auftritt, hat man bei diesen doch schon Einrichtungen vorgesehen, um das ablaufende Wasser zu teilen und seitlich vom Falze abzuführen.
Bei falzlosen glatten Dachdeckplatten ist eine solche Einrichtung bisher jedoch nicht bekannt gewesen und sind die bei Falzziegeln zu dem in Rede stehenden Zweck vorgesehenen Vorsprünge, Rinnen oder dgl. auch nicht anwendbar. Der vorliegenden Erfindung gemäss werden nun falzlose, glatte Dachdeckplatten mit einer Einrichtung versehen, um das von einer Platte ablaufende Wasser von der Stossfuge der darunterliegenden Platte abzuleiten und dadurch die angeführten Nachteile zu beseitigen. Dies geschieht dadurch, dass am unteren Ende der falzlosen Platte in deren
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den Ausschnitt gebildeten Ablaufspitzen auf die darunter zusammenstossenden falzlosen Platten seitlich der Stossfuge abgeführt werden.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausfnhrungsbeispielel der Erfindung bei auf der Spitze stehenden, versetzt verlegten, glatten, falzlosen Dachdeckplatten und in Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel bei Verwendung von versetzt verlegten, falzlosen Ziegeln mit unterem, bogenförmigem Rande.
Die Fig. 3 bis 6 veranschaulichen Stanzscheren, die zur Herstellung der Ausschnitte an am Dach verlegten Platten verwendet werden können.
Die glatte, falzlose Platte 1 aus natürlichem oder künstlichem Schiefer (Fig. 1) oder d ; e falzlosen Ziegel (Fig. 2) werden der Erfindung gemäss an der tiefsten, über dem Stoss 2 zweier benachbarter Platten oder Ziegel der nächst unteren Schar liegenden Stelle mit einem Ausschnitte versehen, durch welchen zu beiden Seiten des Stosses zwei Ablauf- spitzen gebildet werden. Dieser Gedanke erscheint zunächst überraschend, da hiedurch die darunter liegende Stossfuge noch mehr blossgelegt wird, erzielt jedoch den wichtigen Vorteil, dass eine gegen das Ein-bzw. Durchdringen von Nässe vollkommen sichere Abdeckung mit falzlosen Platten oder Ziegeln selbst bei sehr flachen Dächern erreicht wird.
Das bei diesen Dächern über die Platte 1 laufende Wasser rinnt nunmehr geteilt seitlich der Stossfuge der Untarplatten an den Spitzen 3 ab, fliesst entlang der Kanten 4 :
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Kerbe 10 versehen sind. Diese Kerbe könnte bei noch nicht verlegten. Dachdeckplattèn selbstredend auch genau so gestaltet worden, wie an der verdoppelten Ablaufspitzé und lasse sich solche Dachdeckplatten dann auch in umgekehrter Lage verlegen. ar Herstellung des Ausschnittes an der Ablaufspitze der verlegten Dachdeckplatton dieL 'ine keilartige Stanzschere, wie solche in-'zwei AUsfüirungsformen in den Fig. 3 bis 6 ncstellt sind.
Um die nötige Übersetzung und Kraft zu erhalten, bedient man sich entweder einer Schere mit Doppelübersetzung (Fig 3,4) oder einer Exzenterhebelschere (Fig. 5, 6).
In den beiden Fällen finden sich Matrize 12 und Patrize 13 vor, welche dem zu erzeugenden Ausschnitt angepasst, sind, von welchen das eine, die Matrize bildende Scherenmaul 12 als unter den abzuschneidenden Plattenteil einzuschiebende, senkrecht zur Scherenebene stehende Keilpiatto ausgebildet ist; sie sind um Bolzen 14 drehbar. Man entfernt durch Hochheben der Platte die gegebenenfalls darunter befindliche Sturmklammer und fährt mit dem keilartigen matrizenmaul 12 darunter. Durch Drehen des Zangenhebels. 15 im Sinne des Pfeiles 16 schert die Patrize 13 den Ausschnitt ab. Bei der Schere nach
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drehbaren Arm 19 des zweiarmigen Hebels 13, 19 im Sinne der Pfelle 20, wodurch die Patrize 13 im Pfeilsinne 21 abwärts geht und die Ecke abschneidet.
Nach den Fig. 5,6 wird bei Bewegung des Hebels 15, welcher um 22 drehbar ist und gleichfalls einen exzenterähnlichen kurzen-Hebel 23 betätigt, dessen Nase auf die Patrize 13 gedrückt, so dass ungleich mehr Kraft entwickelt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE 1. Falzlose Dachdeckplatte, dadurch gekennzeichnet, dass diese am unteren Ende ihrer Längsmitte mit einem Wasserteilungsausschnitt versehen ist.