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Ferndrahtschere.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Schere zum Zerschneiden von Draht, insbesondere zum Abschneiden von Drähten von Verhauen oder sonstigen Drahthindernissen, die von Hand aus betätigt, ein direktes Abschneiden gestattet, die aber überdies auch die Möglichkeit bietet ; das Abschneiden auf grössere Entfernungen hin vornehmen zu können. Für letzteren Zweck wird die Schere an den Ort der Bestimmung geworfen und steht mit dem Werfenden durch c : ne Kette. ein Seil oder dgl. in Verbindung, wobei durch das Anziehen an demselben sodann das Absdineidcn des Drahtes herbeigeführt wird.
Das Werfen der Schere kann bei kürzeren Entfernungen von Hacd aus ei folgen oder aber es können zu diesem Zwecke besondere Wurfvorrichtungen Verwendung finden. In jedem Falle ist dafür Sorge zu tragen, dass durch das Anschlussseil die Schere mit dem Stardolte in Verb. ndung bleibt. Dabei ist bei der in Rede stehenden Schere die Möglichk it geboten, diese gegenüber dem
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Mittelstück eine Anzahl vorteilhaft gebogener Arme vorgesehen sind, deren dem Mittelstück zugekehrte Seite als Schere zugeschliffen sind. Diese Scheraime arbeiten zusammen mit an dem
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befindlchenStückesverschwungenwerden.
Vorteilhaft ist die vorliegende Ferndrahtschere als dreiarmiger Anker ausgebildet, damit bei dem Werfen derselben über zu zerschneidende Drähte oder Drahthindernisse sie sicher mit einem oder mehreren ihrer Arme an den Drähten oder emzelnen derselben hängen bleibt, so dass sodann durch das Zurückziehen das Abschneiden des Drahtes erfolgt.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 im Schnitt die Drahtschete gemäss der Erfindung in ge-
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während die Fig. 4 und 5 im Schnitte modifizierte Au. sfühmngsformen veranschaulichen.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich. besteht die vorliegende Ferndrahtschere aus einem rohrförmigen, vorteilhaft zylindrischen Mittelstück, das an dem eberen Ende von einer Kappe 2 geschlossen ist und au deren unteres Ende sich beispiebweise dip drei Arme. 3 anschliessen. Die
Verbindung dieser drei Arme m. it dem Mittelstück ist eine vollkommen starre und feste und ver-
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Um ene Verschwingung der Scherbacken 5 herbeizuführen, ist in dem Mittelstücke 1 ein Kolben 6 vorgesehen, an dem für jeden Scberbacken 5 je ein Lenker 7 angelenkt ist, der durch einen Schlitz 8 im Mittelstück hindurchtretend, mit seinem anderen Ende an dem Scherbacken 5 angelenkt ist. Dadurch, dass der Lenker 7 in dem Schlitze geführt ist, wird auch eine Führung des Scherbackens erreicht.
Oberhalb des Kolbens 6 ist in dem Mittelstücke 1 eine Spiralfeder 9 angeordnet, die die Kolbenstange 10 umgibt und sich einerseits gegen den Kolben 6, andererseits gegen das obere Ende des Mittelstückes stützt. Die Kolbenstange durchsetzt die am Mittelstück befindliche Kappa und besitzt an dem hervorstehenden Ende beispielsweise einen Ring 11, mit dem die Vorrichtung entweder erfasst und gehandhabt oder an ein Seil, Kette oder dgl. angeschlossen wird.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist mm folgende : Normal befinden sich die Teile in der in Fig. 1 dargestellten Stellung, in welcher der Ko ben 6 durch die Federn 9 gegen das untere Ende des Mittelstückes 1 gehalten ist, wobei die Scherbacken 5 durch die Lenker 7 längs des Mittelstückes gehalten werden. Die Länge des Lenkers ist derart bemessen, dass das freie Ende der Scherbacken 5 noch in den Schlitz 8 eintritt, so dass dieses Ende nicht vorsteht und dadurch zu Beschädigungen oder zu einer nicht entsprechenden Wirkung führen kann. Soll nun von der
Ferne aus ein Zerschneiden von Drähten irgend welc@ er Alt, z.
B. an Verhauen, Umzäunungen und dgl. vorgenomn en werden, so wild die ganze Vorrichtung von Hand oder durch eine geeignete Wurfvorrichtung bis an den Ort der Bestimmung geworfen, wobei sie sich mit einem cder mehreren ihrer ankerförmigen Arme J an den Diahteu. welche zerschnitren weiden sollen, ver- fängt. Wird nun durch das an den Ring 11 angeschlossene Seil auf dem Kolben 6 ein Zug ausgeübt, so wird dieser Kolben in dem Mittelstück 1 zurückbewegt (Fig. 2), wobei gleichzeitig die Feder 9 komprimiert wird.
Durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens wild durch den Lenker 7 der Backen 5 gegen den Backen 3 verschwungen und dadurch der dazwischen befindliche Draht zerschnitten, Infolge der Anordnung mehrerer Aire 3 kann mit Sicherheit angenommen werden, dass bei einem Wurf auch mindestens ein Draht von dem Anker erfasst wird, wobei jedoch durch die Mehrzahl der Arme auch die Mögl chkeit vorhanden ist, dass mehrere Drähte gleichzeitig zerschnitten werden.
Die Vorrichtung wird i ach Erfüllung ihrer Wirkung an den Ausgangspunkt zurückgezogen und ist dabei die Möglichkeit vorhanden, dass auch noch weitere Drähte der Zerschneidung zugeführt werden, nur ist es hiebei notwendig, den Zug auf das Sul nachzulassen, damit der Kolben durch die Feder 9 herabgedrückt und die Scherbacken in die Offenstellung gelangen können, so dass die weiter zu zerschneidenden Drähte wieder zwischen die beiden Backen kommen.
Die Verwendung der Schere direkt an Ort und Stelle erfolgt in gleicher Weise, wie vor. stehend beschrieben, nur können (lie Drähte dabei sofort von den Ankerarmen 3 erfasst werden und wird die Wirkung durch direktes Anziehen an dem Ringe 11 herbeigeführt.
Wie betont, kann die Anodnung auch in der Weise getroffen werden, dass dadurch der die Vorrichtung Bedienende gegen Einflüsse von elektrisch mit Starkstrom geladenen Drähten geschützt erscheint. Bei der V'' ! \\ < 't. dung in der Ferne bildet das Veibindungsseil an und für sich schon eine Isolierung, die aber auch noch durch eine isoliererde Umwicklung oder Bekleidung des Teiles erhöht werden kann. Ebenso kann aber auch sonst eine geeignete Isolielung in der
Verbindung zwischen Kolben und Ring vorgesehen weiden, um auch bei direkter Verwendung
Isolierend zu wirken Die in Fig 4 dargestellte Ausfulll ungsform ist mit der vorstehend beschriebenen wesens-
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wirkung in Eingriff kommen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 st die Nabe des Scherbackens 5 als Zahnrad
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nehmen die Zahnstangen 17 daran teil und nachdem-die Zahnsegmente 16 gegen eine Längsbewegung gesichert sind, werden dadurch diese Zahnradsegmente und m t ihnen die Backen 5 verschwungen, wodurch die Schneidwirkung ausgeübt wird.
Im übrigen können die Anordnungen zur Verschwingung der Scherbacken in mannigfacher Weise verändert werden und sind die dargestellten Ausfiihrungsfoimen nur als Beispiele zu betrachten. Wesentlich ist die Verschwingung se'bst sowie der Umstand, dass die Backen durch Federwirkung wieder in ihre normale O : ffenstellung der Schere gebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ferndrahtschere, gekennzeichnet durch an ein Mittelstück angeschlossene, radial ankerförmig angeordnete, an der dem Mittelstück zugekehrten Seite zugeschlissene, feststehende
Scherbacken, an denen längs des Mittelstückes verlaufende Gegenbacken verschwingbar ange- lenkt sind, wobei diese Backen mit einem in dem Mittelstück verschiebbaren Kolben in Verbindung stehen, durch dessen Verschiebung dieselben gegen die feststehenden Backen ver- schwungen werden.
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