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Wtderstandsanderüng erfahren, wie das bei den Variatiopsleitem der Fall ist.
Schliesslich ist durch die Erfindung die Möglichkeit gegeben ; die Hauptschmelzgruppc (Gmppe Z) ununterteilt zu lassen, so dass es nur notwendig wird, die Abschmelzträgheit dei Nebengruppe (Gruppe 1I) durch Unterteilung in mehrere Schmelzleiter entsprechend abzustimmen. Hierin liegt eine ganz besondere Eigentümlichkeit der neuen Anordnung, weil nach der bisher geltenden Anschauung zur Erzielung von Explosionssicherheit in geschlossenen
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weitgehende Unterteilung in einzelne Schmelzleiter als wünschenswert und unerlässlich galt.
Demgegenüber zeigen erfindungsgemäss angeordnete Sicherungen ganz unerwartet, dass das Durchschmelzen der Hauptgruppe mit um so geringerer Materialverdampfung und mithin um so ungefährlicher erfolgt, je grösser die Stromaufnahmefähigkeit der im Nebenschluss liegenden Hilfsgruppe gewählt ist. Theoretisch müsste hienach das günstigste Aufteilungsverhältnis der gesamten Schmelzleitermasse der Sicherungen in der Nähe von l : l liegen und für die Untergruppen wäre die günstigste Wirkung anzunehmen, wenn die Schmelzmasse der Hauptgruppe gar nicht weiter unterteilt würde.
Letzteres trifft in der Tat zu und es ist für die Erzielung der erfindungsgemässen Wirkung wichtig, für den Fall, dass eine Unterteilung der Schmelzmasse von Gruppe I aus fabrikatorischen Gründen unerlässlich wird, diese Unterteilung so auszuführen, dass sie zum wenigsten thermisch als nicht vorhanden anzusehen ist. Dazu gehört, dass die mechanisch getrennten Teile der Hauptschmelzmasse ohne jede wärme-oder feuersichere Zwischenschicht so nahe aneinander gelegt werden, dass beim Durchschmelzen eines der Hauptschmelzleiter die dabei entstehende Lichtbogenhitze unbedingt die übrigen Hauptschmelzleiter erweicht, anfrisst, zerstört und somit zum Mitdurchschmelzen bringt.
Die besondere Art der Unterteilung bringt es mit sich, dass die erfindungsgemäss beigestellten Sicherungen infolge der verhältnismässig grossen Trägheit der Schmelzleitergruppe// gegen kurzzeitige Stromstösse sehr unempfindlich werden. Da kurzzeitige Stromstösse selbst von sehr beträchtlicher Höhe für die Anlage im allgemeinen ganz ungefährlich sind, wird so eine grosse Zahl überflüssiger Betriebsunterbrechungen vermieden und damit ein Missstand beseitigt, der sich bei starker Unterteilung der Schmelzleitermasse oftmals sehr unangenehm bemerkbar macht.
Abgesehen von der Vermehrung der Sicherheit im richtigen Ansprechen der Sicherungen wird hlemit gleichzeitig der Nachteil der bisher üblichen Unterteilung auch
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der darin liegt, dass dabei häufig der eine oder der andere Teildraht der Hauptgruppe stehen bleibt und erst nach dem Abschmelzen der Nebengruppe unter voller Spannung unterbricht.
Das theoretisch nächstliegende Schmelzmassen-Aufteilungsverhältnis l : 1 wird aus praktischen Gründen, die in der Wärmeaufnahmefähigkeit der Füllmasse, in der inneien Gestaltung des Schmeixraumes, in dem Wärmestrahlungsvermögen des isolierkörpers und noch in exiler grossen Zahl. anderer, unberechenbarer Zufälligkeiten zu suchen sind, zumeist nicht brauchbar sem, da sich die erwähnten Einflüsse durch die Wahl sehr grosser Unterschiede in den Abkühlungsverhältnissen der beiden Schmelzgruppen, also durch sehr kleine Schmelzleiterquerschnitte und damit sehr günstige Abkühlungsverhältnisse in der Nebengruppe und sehr geringe oder gar keine Unterteilung in der Hauptgruppe nicht mehr abgleichen lassen.
Es muss vielmehr durch anderweitige Verteilung der Schmelzmasse auf die beiden Gruppen der Einfluss des verschiedenen elektrischen Widerstandes und der dadurch bedingten Stromverteilung zum Ausgleich der Nebeneinflüsse herbeigezogen werden, und zwar muss der Widern and der Hauptgruppe verkleinert werden. Wegen des gegebenen Polabstandes und der gegebenen Leitfähig-
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jeden merkbaren Einfluss auf das Gesamtverhalten der Sicherung bleibt.
Nebengruppen schliesslich mit nur einem Zehntel der gesamten Schmelzmasse oder weniger liegen bereits ausserhalb der für elektrische Schmelzsicherungen einzuhaltenden Genauigkeitsgrenzen, d. lt. ihr Vor- handensem oder Nichtvorhandensein bleibt genau wie bei den hochohmigen, in Parallelschaltung zu den eigentlichen Schmelzdrähten verwendeten Kenndrähten ohne jeden Einfluss auf das Arbeiten und die Zuverlässigkeit der Sicherung.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 eine Anwendung der Erfindung bei geschlossenen
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Hülle der Patrone, c der Schmelzleiter der Hauptgruppe, hier ein einziger. dicker Draht von rundem Querschnitt. d sind die ihm parallelgeschalteten Nebenschmelzletter, e deutet die lichtbogendämpfende Füllmasse an.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der dem Hauptschmelzleiter die Form eines breiten Blechstreifens cl gegeben ist. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, weit durch sie die Durchschmelzflamme in die Breite gezogen und die bei rundem Schmelzleiterquerschnitt un- vermeidliche Konzentration der Schmelzflamme auf nahezu einen Punkt vermieden wird. Infolgedessen erlischt die Flamme ganz erheblich schneller und sicherer als bei rundem Querschnitt der Schmelzleiter.
Fig. 3 zeigt die Anordnung bei Unterteilung der Schmelzmasse von Gruppe 1 in zwei Leiter Cy, ca'Die beiden Leiter liegen so nahe aneinander, dass sie praktisch als nur ein einziger Leiter gelten können.
Auch eine Verkürzung des dicken Hauptschmelzleiters, also verschiedene Länge der Leiter in der einzelnen Schmelzgruppe, ist bei Einhaltung aller übrigen für die Erfindung als wesentlich angegebenen Bedingungen ohneweiters zulässig. Bei grösseren Sicherungen wird es unter Umständen vorteilhaft sein, die Schmelzmasse der Nebengruppe nach den für die Erfindung geltenden Gesichtspunkten ebenfalls in zwei Gruppen zu zeilegen. Die Zweiteilung der Neben-
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oder besser noch durch Rollen der abgeschnittenen Schmelzstreifenlängen zwischen gerippten Platten oder Walzen ; Rippen dieser Art sind lediglich Strahlungsrippen und können infolgedessen beliebig gross genommen werden. ohne den elektrischen Widerstand der Schmelzletter zu beeinflussen.
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Geschlossene Schmelzsicherung für elektrische Anlagen mit zwei einander parallelgeschalteten Schmelzleitergruppen gleichen Materials, aber verschiedener Wärmeträgheit, dadurch gekennzeichnet, dass die zuerst durchschmelzende Gruppe I eine geringere Massenzertt-Hung als die später durchschmelzende Gruppe II besitzt, wobei die Gruppe Il so bemessen ist. dass sie für kurze Zeit imstande ist, den Gesamtstrom allein zu führen.