AT75275B - Verfahren zur Herstellung eines Kaffeersatzmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kaffeersatzmittels.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung eines Kaff oersatzmittels.   



   Beim Rösten der Kaffeebohnen lösen sich von der Oberfläche die   Samenhäutchen   (Sitberhaut) ab. Sie wurden bisher als ziemlich wertloser Abfall angesehen. Bei näherer   Priltung   hat sich gezeigt, dass sie beim Rösten der Kaffeebohnen mit beachtlichen Mengen Kaffeedufstoffen und -geschmackstoffen beladen werden und dass sie bei geeigneter Verwendung mit Vorteil zur Herstellung von Kaffeersatzmitteln verwendbar sind. 



   Zum Zwecke der Herstellung von   Kafoersatzmittelu   aus den abgelösten Samen-   hantchen werden   diese mit einem geeigneten Bindemittel zu einem Teige verarbeitet. Als Bindemittel dienen klebende Extraktstoffe, die aus rohen, zur Kaffeersatzherztellung geeigneten Stoffen bestehen.   Diesen Extrakttoffen können, nm   eine bessere Bindung zu erzielen, Tragant,   Gummi,   Schleimstoffe und dgl. zugesetzt werden. Die teigartige Masse wird entwedar unmittelbar in einem doppelwandigen Gefäss unter Bewegung auf 170 bis
180  so lange erhitzt, bis die gewünschte Duft- und Geschmacksentwicklung erreicht ist und nach dem Erkalton zerkleinert.

   Oder aber die Masse wird zunächst in eine 
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 EMI1.2 
 sich besser mit Maschinen zu Platten formen, die entweder sogleich oder nach dem Vertrocknenzerkleinertwerden. 
 EMI1.3 
 vorgeröstete und zerkleinerte Eicheln als Zusatz verwenden. 



   Um   pine gleichmässige   gute Röstung zu erzielen, wird ein Zusatz fettreicher. Samen verwendet oder es worden Fett   oder fottartige Körper zugesetzt.   Ganz besonders hiezu geeignet ist das   Kaffeewachs,   welches durch Extraktionsmittel aus Kaffeebohnen gewonnen wird. Das Kaffeowachs oder ein Gomisch desselben mit Fett wird zweckmässig in geschmolzenem Zustande mit dem warmen Bindemittel innig gemischt und ds Gemisch dann zur Herstellung des Teiges aus den Samenhäutchen mit oder ohne Zusatz zellulosereicher Stoffe verwendet. 



   Die wachs- und fettartigen Körper, insbesondere das Kaffeewachs, kann man bei 
 EMI1.4 
 

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 EMI2.1 
 erreicht ist. 



   Man kann das Wachs auch in gerösteter Form mit der Masse vereinigen, es sind aber Lösungsmittel entbehrlich.. 



   Die nach dem vorstehend gekennzeichneten Verfahren erhaltenen Röstprodukte werden für sich oder zusammen mit gemahlenen gerösteten Kaffeebohnen zur Herstellung von Getränken verwendet. 



   Der Gedanke, die beim   Rösten   von Kaffee als Abfall gewonnenen   Samenhautchen   zur Herstellung von Kaffeersatzmitteln zu verwerten, ist schon bekannt geworden, und zwar in der Form eines Verfahrens, nach welchem die   Samenhäutehen   gemahlen und mit gerösteten Mehlen von Samen der Hülsenfrüchte gemischt werden. Im Gegensatz   biezu   werden nach dem angemeldeten Verfahren die Samenhäutchen in der Mischung fertig ge- 
 EMI2.2 
   kaffeeartigen   Getränkes aus dem   Rostgat   voll ausgenutzt ; auch in jeder anderen Beziehung wird ein wertvolleres Kaffeersatzmittel nach dem angemeldeten Verfahren erzeugt als nach dem bekannten Verfahren. 



     PATENTANSPRüCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von Kaffeersatzmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Röstung von Kaffeebohnen sich abtrennenden   Samenbäutcben   durch Binde- 
 EMI2.3 
 herstellung geeignet sind, zu einer bildsamen Masse vereinigt und dann geröstet werden.

Claims (1)

  1. 2. Das durch Anspruch 1 geschützte Verfahren in der Ausführungsform, dass zusammen mit den Kaffeebohnenhäutchen auch sonstige zellstoffreiche, vorher zerkleinerte, EMI2.4 arbeitet, darauf in eine körnige Form gebracht, getrocknet und geröstet werden.
    3. Das durch die Ansprüche 1 und 2 geschützte Verfahren in der Ausführung- form, dass der Masse Fett oder fettartige Stoffe zugesetzt werden, insbesondere das aus Kaffeebohnen durch Lösungsmittel gewonnene liaffeewachs.
AT75275D 1916-04-22 1916-04-22 Verfahren zur Herstellung eines Kaffeersatzmittels. AT75275B (de)

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