AT74965B - Verfahren zur Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit phosphorsäurehaltiger Schlacke. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit phosphorsäurehaltiger Schlacke.

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AT74965B
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Actien Ges Peiner Walzwerk
Heinrich Kueppers
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   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Erhöhung der   Zitronensäuerelöslichkeit   phosphorsäurehaltiger Schlacke, insbesondere für   Düngezwecke.   



   Der Wert der Thomasschlacke für die Zwecke der Landwirtschaft hängt in erster Linie von dem Gehalt der Zitronensäurelöslichkeit der Phosphorsäure ab. Es ist bekannt, zur Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit der Phosphorsäure kieselsäurehaltige Zuschläge oder dgl. zu verwenden, und zwar wurden bisher allgemein diese kieselsäurehaltigen Zuschläge in Form von Sand der Schlacke beigesetzt, wenn dieselbe in den unter dem Konverter stehenden Schlackenwagen abgegossen wurde. Die Höhe des ausfliessenden Schlackenstrahles beträgt zirka 5   in.   Infolge des starken Spritzens kann von einer Mischung der Schlacke mit dem Sand nicht die Rede sein. 



  Dahinzu kommt, dass der   einfliessende   Schlackenstrahl ausserordentlich ungleichmässig ist, so dass der von der   Konverterbühne   aus in den Schlackenstrahl geleitete Sandstrahl in sehr vielen Fällen ersteren überhaupt nicht trifft. Dahinzu kommt, dass der Sand in den zufliessenden Schlackenstrahl für gewöhnlich durch die Hand des Arbeiters, der oben auf der Konverterbühne steht, zugeführt wird. Die Zuführung der Zuschläge hängt infolgedessen in erster Linie von der Geschicklichkeit, aber noch mehr von dem guten Willen des Arbeiters ab. Unter diesen Umständen war es bisher nicht möglich, eine entsprechende Zitronensäurelöslichkeit der Phosphorsäure herbeizuführen. 



   Bei der vorliegenden Erfindung wird nun die Schlacke vorsichtig nach Beendigung des   Blasens   in den unter dem Konverter stehenden kalten Schlackenkübel abgegossen. Damit kein Eisen mit in den Kübel abgegossen wird, muss die Schlacke sehr vorsichtig und lange abgegossen werden. Dies dauert ungefähr 8 bis 10 Minuten. Die Schlackencharge richtet sich naturgemäss nach dem Gewicht der Konvertercharge. Im Durchschnitt kann man mit einer Schlackencharge von 7000 kg pro Schlackenwagen rechnen. Einer derartigen Schlackencharge werden 500 bis 600   1. -. g   Sand   zugeführt.   Hierauf wird der Schlackenwagen zum Rührwerk geführt und nunmehr wird das Rührwerk, das vorteilhaft aus maschinell angetriebenen Rührplatten besteht, langsam in die bereits vollständig'starr gewordene Schlackenoberfläche gesenkt.

   Das Eintauchen der Rührflügel erfolgt bis auf zirka 50 mm vom Boden des Schlackenwagens. Nachdem durch eine zugleich drehende und nach abwärts führende Bewegung der Rührplatten das Eintauchen des Rührwerkes vor sich gegangen ist, beginnt die eigentliche Arbeit des Rührens, welche zirka 3 bis   31Sa   Minuten dauert.   Darauf Wird zunächst das P, ülnwerk   wieder angehoben und dann der Antrieb für die Drehung des Rührwerkes   abgestellt. Die Schlackenmasse wird hiebei   voluminös   teigartip   und ist von   zahllosen Blaseji durchsetzt.

   Mit   blossem Auge kann man bereits erkennen, dass die Masse 
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 wegen der schnellen Erstarrung in   allerkürzè8ter   Zeit ausgeführt werden, und zwar so ausserordentlich innig, dass eine vollständig homogene blasige Masse entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, die Phosphorsäure, wie Versuche ergeben haben, beinahe vollständig, nämlich bis zu 99'42% in die   zitronensäurelösliche   Form überzuführen. 



   Man hat zwar bereits versucht, die   Zitronensäurelöslichkeit   der Phosphorsäure dadurch zu erhöhen, dass man die Schlacke nach dem Abgiessen wieder durch Erhitzen in einen leichtflüssigen Zustand   zurückführt,   sie dann einer weiteren Erhitzung unterzieht.   Diese Vorschläge   haben aber keinen Erfolg gehabt, weil einmal die Wiedererhitzung der Schlacke wesentliche Unkosten verursacht und die lang andauernde Erhitzung so grosse Ofenanlage voraussetzt, dass räumlich die Durchführung der Anlage nicht möglich ist. Ebenso haben Versuche nach dem vorgeschlagenen Verfahren bewiesen, dass selbst bei mehrstündigem Glühen von einer wesentlichen Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit nicht die Rede sein kann. 



   Demgegenüber wird bei dem vorliegenden Verfahren ohne irgend welche Wiederzuführung von Wärme die beinahe restlose Zitronensäurelöslichkeit der Phosphorsäure erreicht. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH :" Verfahren zur Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit phosphorsäurehaltiger Konverterschlacke durch kieselsäurehaltige Zuschläge, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschläge so schnell mit Hilfe von Rührwerken in die aus dem Konverter abgegossene Schlacke eingeführt werden, dass vor dem Erstarren der Schlacke eine vollständige und innige Durchmischung mit der Schlacke eingetreten ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT74965D 1914-01-07 1914-01-07 Verfahren zur Erhöhung der Zitronensäurelöslichkeit phosphorsäurehaltiger Schlacke. AT74965B (de)

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