AT70421B - Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl.

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  Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. 



   In der   Land-und Forstwirtschaft, ebenso   im Obst-, Garten-und Weinbau, im Telegraphenbau, bei Herstellung von   Über13ndzentralen,   im   Brückenbau,     Strassenbau   und Gerüstbau ist das Herstellen von Löchern umständlich, zeitraubend und kostspielig, besonders in hartem steinigen Boden. Um solche Löcher herzustellen, muss man in der Regel, um mit Spaten und Pickel arbeiten zu können, etwa einen Kubikmeter Erde ausheben, dann setzt man den zu befestigenden Gegenstand, Pfahl, Pfosten oder dgl., ein und muss dann wieder den ganzen Erdaushub einfüllen und feststampfen. Wenn es sich um sehr   zahlreiche derartige Löcher   handelt, sind grosse Aufwendungen an Geld und Zeit erforderlich. 



   Durch nachstehend beschriebenes Verfahren können derartige Löcher oder Gruben vollkommener, schneller und weniger kostspielig hergestellt werden. Dieses besteht darin, dass in ein Bohrloch eine Papierröhre versenkt wird, in welcher in gewissen Abständen   Sprengstofipatronen   befestigt sind, worauf die Ladung   ohne Anwendung von Besatzmaterial zur Explosion   gebracht wird. 



   Beispielsweise also wird vorerst mit einem starken   Schlag-oder Stosseisen   oder Erdbohrer ein Bohrloch von etwa einem Meter Tiefe hergestellt. Bei dieser beispielsweisen Abmessung verwendet man gewöhnlich drei halbe Sprengstoffpatronen im Durchmesser von 25 mm. Zwei dieser halben Patronen versieht man mit   Sprengkaspeln,   welche mit ihrer Öffnung nach oben zeigen und etwas aus der halben Patrone herausragen. Die dritte halbe Patrone wird als Zündpatrone mit Sprengstoff und mit Zündschnur oder elektrischer Zündung versehen. Nachdem diese drei halben Patronen so hergerichtet sind, rollt man einen Bogen starkes Papier über einen zu diesem Zweck hergerichteten Stock im Durchmesser der Patronen zusammen, so dass   eirz,     Papierröhre in   der Länge des hergestellten Bohrloches entsteht.

   Mit dem gleichen Stock fahrt man die erste halbe Patrone in die Papierröhre ein, bis die Patrone am Ende der   Papier röLt'ss   angelangt ist. Dann steckt man die Patrone mit einer gewöhnlichen Stecknadel fest.   Eben-.   führt. man die zweite und dritte halbe Patrone in Abständen von etwa   35cm. in diePapieTrölu'f   ein und befestigt sie auf gleiche Weise. An obenerwähntem Stock macht man Zeichen, z.   B. Nmnmern,   damit die Patronen in den erfoiderlichen Abständen in die Papierröhren   eingeführt   werden. 



  Durch die drei Stecknadeln wird gleichzeitig die gedrehte Papierröhre zusammengehalten. 



  Die letzte oder oberste halbe Patrone (die   Zündpatrone)   enthält, wie bereits erwähnt, die Sprengkapseln nebst der   Zündvorrichtung.   Ein Besetzen oder Verdämmen des Bohrloch d findet bei dieser Arbeit nicht statt. Die Papierröhre, welche aus Packpapier besteht und steif genug sein muss, um nicht zu   knicken,   schiebt man nun in das Bohrloch ein und zündet die herausragende
Zündschnur an, oder bringt die Sprengstoffladung durch elektrischen Zündapparat zur Explosion. 



     Die oberste Zündpatrone explodiert   und bringt auch trotz der Abstände von etwa 25 cm durch die eingeführten Sprengkapseln die zwei anderen halben Patronen gleichzeitig zur Explosion.   Bei prengstoffen, wie Dynamit, kommt   eine Sprengkapsel nur in die oberste Ziindpatrone, bei den übrigen   Patronen kann   dieselbe fortfallen. 



   Durch dieses Verfahren erhält man schnell und billig ein Pfahlloch, gleichmässig breit in seinen Abmessungen und gross genug,   um     einen starken Pfahl oder Pfosten   aufnehmen zu können.
Soll das Pfostenloch einen grösseren Durchmesser haben, so nimmt man drei halbe Patronen von
30 mm Durchmesser oder drei ganze Patronen.

   Soll das Pfostenloch länger sein, so bohrt man dasselbe tiefer und man nimmt   mehr halbe   oder ganze Patronen und befestigt dieselben in obenbeschriebener Weise in den   einzuschiebenden     Papierröhren   in grösseren oder kleineren 
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   zusammengerollte Pap@erröhre,   c sind die in   Abständen   in den Papierröhren befestigten Spreng-   patronen, cl   ist der Umriss des entstandenen Erdloches, e ist unberührt   gebliebenes   Erdreich. 



   Obiges Verfahren ist im Vergleich zur bisherigen Herstellungsart derartiger Löcher voll-   kommener.   erfordert viel weniger Zeit und Arbeitskräfte und ist ganz bedeutend billiger. 



   Es ist auch schon vorgeschlagen worden,   Pfahllöcber   und   dgl.,   dadurch herzustellen, dass man in das Bohrloch die Patronen fest aufeinanderschiebt, und das Bohrloch dann mit Besatzmaterial verschliesst. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Pfahl-oder Pfostenlöchern, wie überhaupt von Löchern zur Aufnahme und Befestigung von herausragenden Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass in das Bohrloch eine Papierröhre versenkt wird, in welcher in gewissen Abständen Sprengst offpatronen befestigt sind. worauf die Ladung ohne Anwendung von Besatzmaterial zur Explosion gebracht wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT70421D 1914-06-02 1914-06-02 Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. AT70421B (de)

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