AT70421B - Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl.Info
- Publication number
- AT70421B AT70421B AT70421DA AT70421B AT 70421 B AT70421 B AT 70421B AT 70421D A AT70421D A AT 70421DA AT 70421 B AT70421 B AT 70421B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- post
- holes
- cartridges
- production
- cartridge
- Prior art date
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 5
- 239000002360 explosive Substances 0.000 claims description 7
- 238000009966 trimming Methods 0.000 claims 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 1
- 235000013399 edible fruits Nutrition 0.000 description 1
- 238000003898 horticulture Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 238000009369 viticulture Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl.
In der Land-und Forstwirtschaft, ebenso im Obst-, Garten-und Weinbau, im Telegraphenbau, bei Herstellung von Über13ndzentralen, im Brückenbau, Strassenbau und Gerüstbau ist das Herstellen von Löchern umständlich, zeitraubend und kostspielig, besonders in hartem steinigen Boden. Um solche Löcher herzustellen, muss man in der Regel, um mit Spaten und Pickel arbeiten zu können, etwa einen Kubikmeter Erde ausheben, dann setzt man den zu befestigenden Gegenstand, Pfahl, Pfosten oder dgl., ein und muss dann wieder den ganzen Erdaushub einfüllen und feststampfen. Wenn es sich um sehr zahlreiche derartige Löcher handelt, sind grosse Aufwendungen an Geld und Zeit erforderlich.
Durch nachstehend beschriebenes Verfahren können derartige Löcher oder Gruben vollkommener, schneller und weniger kostspielig hergestellt werden. Dieses besteht darin, dass in ein Bohrloch eine Papierröhre versenkt wird, in welcher in gewissen Abständen Sprengstofipatronen befestigt sind, worauf die Ladung ohne Anwendung von Besatzmaterial zur Explosion gebracht wird.
Beispielsweise also wird vorerst mit einem starken Schlag-oder Stosseisen oder Erdbohrer ein Bohrloch von etwa einem Meter Tiefe hergestellt. Bei dieser beispielsweisen Abmessung verwendet man gewöhnlich drei halbe Sprengstoffpatronen im Durchmesser von 25 mm. Zwei dieser halben Patronen versieht man mit Sprengkaspeln, welche mit ihrer Öffnung nach oben zeigen und etwas aus der halben Patrone herausragen. Die dritte halbe Patrone wird als Zündpatrone mit Sprengstoff und mit Zündschnur oder elektrischer Zündung versehen. Nachdem diese drei halben Patronen so hergerichtet sind, rollt man einen Bogen starkes Papier über einen zu diesem Zweck hergerichteten Stock im Durchmesser der Patronen zusammen, so dass eirz, Papierröhre in der Länge des hergestellten Bohrloches entsteht.
Mit dem gleichen Stock fahrt man die erste halbe Patrone in die Papierröhre ein, bis die Patrone am Ende der Papier röLt'ss angelangt ist. Dann steckt man die Patrone mit einer gewöhnlichen Stecknadel fest. Eben-. führt. man die zweite und dritte halbe Patrone in Abständen von etwa 35cm. in diePapieTrölu'f ein und befestigt sie auf gleiche Weise. An obenerwähntem Stock macht man Zeichen, z. B. Nmnmern, damit die Patronen in den erfoiderlichen Abständen in die Papierröhren eingeführt werden.
Durch die drei Stecknadeln wird gleichzeitig die gedrehte Papierröhre zusammengehalten.
Die letzte oder oberste halbe Patrone (die Zündpatrone) enthält, wie bereits erwähnt, die Sprengkapseln nebst der Zündvorrichtung. Ein Besetzen oder Verdämmen des Bohrloch d findet bei dieser Arbeit nicht statt. Die Papierröhre, welche aus Packpapier besteht und steif genug sein muss, um nicht zu knicken, schiebt man nun in das Bohrloch ein und zündet die herausragende
Zündschnur an, oder bringt die Sprengstoffladung durch elektrischen Zündapparat zur Explosion.
Die oberste Zündpatrone explodiert und bringt auch trotz der Abstände von etwa 25 cm durch die eingeführten Sprengkapseln die zwei anderen halben Patronen gleichzeitig zur Explosion. Bei prengstoffen, wie Dynamit, kommt eine Sprengkapsel nur in die oberste Ziindpatrone, bei den übrigen Patronen kann dieselbe fortfallen.
Durch dieses Verfahren erhält man schnell und billig ein Pfahlloch, gleichmässig breit in seinen Abmessungen und gross genug, um einen starken Pfahl oder Pfosten aufnehmen zu können.
Soll das Pfostenloch einen grösseren Durchmesser haben, so nimmt man drei halbe Patronen von
30 mm Durchmesser oder drei ganze Patronen.
Soll das Pfostenloch länger sein, so bohrt man dasselbe tiefer und man nimmt mehr halbe oder ganze Patronen und befestigt dieselben in obenbeschriebener Weise in den einzuschiebenden Papierröhren in grösseren oder kleineren
EMI1.1
zusammengerollte Pap@erröhre, c sind die in Abständen in den Papierröhren befestigten Spreng- patronen, cl ist der Umriss des entstandenen Erdloches, e ist unberührt gebliebenes Erdreich.
Obiges Verfahren ist im Vergleich zur bisherigen Herstellungsart derartiger Löcher voll- kommener. erfordert viel weniger Zeit und Arbeitskräfte und ist ganz bedeutend billiger.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Pfahllöcber und dgl., dadurch herzustellen, dass man in das Bohrloch die Patronen fest aufeinanderschiebt, und das Bohrloch dann mit Besatzmaterial verschliesst.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Pfahl-oder Pfostenlöchern, wie überhaupt von Löchern zur Aufnahme und Befestigung von herausragenden Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass in das Bohrloch eine Papierröhre versenkt wird, in welcher in gewissen Abständen Sprengst offpatronen befestigt sind. worauf die Ladung ohne Anwendung von Besatzmaterial zur Explosion gebracht wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT70421T | 1914-06-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT70421B true AT70421B (de) | 1915-11-10 |
Family
ID=3592187
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT70421D AT70421B (de) | 1914-06-02 | 1914-06-02 | Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT70421B (de) |
-
1914
- 1914-06-02 AT AT70421D patent/AT70421B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69529591T2 (de) | Verfahren zum Abgraben einer Ortsbrust | |
| DE19983440B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Erzeugung von seismischer Energie in unterirdischen Formationen | |
| DE2255106C3 (de) | Verbindungselement zum Zünden einer Niederenergiezündschnur | |
| DE2630979A1 (de) | Abbauverfahren | |
| DE281435C (de) | ||
| AT70421B (de) | Verfahren zur Herstellung von Pfahl- oder Pfostenlöchern und dgl. | |
| DE1110066B (de) | Gestreckte Ladung | |
| EP0069817B1 (de) | Volumensprengen | |
| DE102023108911B3 (de) | Zielgenaue sprengpatrone und entsprechendes ausbruchverfahren für eisenbahntunnel in expansivem weichgestein | |
| DE2601237C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Absprengen der Ummantelung von Rohrleitungen | |
| DE851474C (de) | Sprengverfahren, insbesondere fuer bergbauliche Zwecke | |
| DE2714279B2 (de) | Sprengsystem | |
| DE1608374A1 (de) | Zylindrischer Einbruch fuer das Hereinschiessen des anstehenden Gesteins im Streckenvortrieb unter Tage mit in Streckenrichtung verlaufenden parallelen zu ladenden Sprengbohrloechern und dazu parallelen nicht zu ladenden Grossbohrloechern,insbesondere unter Anwendung von Millisekundenzuendern | |
| AT163027B (de) | Verfahren für den Stollenvortrieb in festem Fels mit Bohr- und Sprengarbeit | |
| AT146615B (de) | Vorrichtung zum Perforieren von Bohrrohrsträngen durch Schießen. | |
| DE926093C (de) | Verfahren zur seismischen Bodenforschung | |
| DE923601C (de) | Verfahren zur Verfestigung von Bohrloechern in losem Gestein | |
| AT228689B (de) | Vorrichtung zum Abtragen von Felsen | |
| AT219532B (de) | Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten | |
| AT225588B (de) | Vorrichtung zum Zünden von Sprengladungen | |
| DE290180C (de) | ||
| DE3348301C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Injektionsstranges von der Erdoberfläche aus zum Verfestigen von Zonen des Erdreiches | |
| DE144206C (de) | ||
| DE4037921C2 (de) | Verfahren zur Beseitigung von Gesteinshindernissen in Flachbohrungen, Erdschlitzen, Baugruben und ähnlichen Bauwerken | |
| DE1571217C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Zweikomponentenexplosivstoffladung |