AT219532B - Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten - Google Patents
Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder ErdschächtenInfo
- Publication number
- AT219532B AT219532B AT561460A AT561460A AT219532B AT 219532 B AT219532 B AT 219532B AT 561460 A AT561460 A AT 561460A AT 561460 A AT561460 A AT 561460A AT 219532 B AT219532 B AT 219532B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- ammonium nitrate
- sep
- solution
- explosive
- earth
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- PAWQVTBBRAZDMG-UHFFFAOYSA-N 2-(3-bromo-2-fluorophenyl)acetic acid Chemical compound OC(=O)CC1=CC=CC(Br)=C1F PAWQVTBBRAZDMG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 20
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 18
- 238000005474 detonation Methods 0.000 claims description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 claims 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 239000002360 explosive Substances 0.000 description 19
- 239000000463 material Substances 0.000 description 15
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 13
- 238000005755 formation reaction Methods 0.000 description 13
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 7
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 5
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 3
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 2
- SPSSULHKWOKEEL-UHFFFAOYSA-N 2,4,6-trinitrotoluene Chemical compound CC1=C([N+]([O-])=O)C=C([N+]([O-])=O)C=C1[N+]([O-])=O SPSSULHKWOKEEL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000020 Nitrocellulose Substances 0.000 description 1
- TZRXHJWUDPFEEY-UHFFFAOYSA-N Pentaerythritol Tetranitrate Chemical compound [O-][N+](=O)OCC(CO[N+]([O-])=O)(CO[N+]([O-])=O)CO[N+]([O-])=O TZRXHJWUDPFEEY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000026 Pentaerythritol tetranitrate Substances 0.000 description 1
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 description 1
- 229920002301 cellulose acetate Polymers 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 229920001220 nitrocellulos Polymers 0.000 description 1
- 229960004321 pentaerithrityl tetranitrate Drugs 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 239000012047 saturated solution Substances 0.000 description 1
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000008107 starch Substances 0.000 description 1
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 description 1
- 239000000015 trinitrotoluene Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Air Bags (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Bei einem Versuch wurde eine Lösung, die 78 Gew. -0/0 Ammoniumnitrat und 22 Gew. -0/0 wasserfrei - es flüssiges Ammoniak enthielt, in ein Rohr mit einer Länge von 15 cm und einem Durchmesser von 5 cm gebracht und die Enden des Rohres wurden mit einer Kappe versehen. Ein geformter Sprengsatz wurde am einen Ende zur Detonation gebracht, wodurch eine Explosion der Lösung bewirkt und das Rohr vollständig zerstört wurde. Wenn in geformter Sprengsatz gleicher Grösse in Abwesenheit des flüssigen Sprengstoffes zur Detonation gebracht wurde, so entstand nur ein kleines Loch an einem Ende des Rohres. Bei einer ähnlichen Probesprengung enthielt das im Rohr enthaltene Material 90 Gew. -0/0 Ammoniumnitrat und 10 Gew. -0/0 wasserfreies flüssiges Ammoniak. Diese Mischung stellt eine explosive Mischung dar. in der die Menge des Ammoniumnitrats im Überschuss über die im wasserfreien flüssigen Ammoniak lösliche Menge vorhanden ist. Das Ergebnis dieses Versuches bestand ebenfalls in einer vollständigen Zerstörung des Rohres. Bei jedem Versuch war die gesamte Sprengmischung zur Detonation gebracht worden. Ammoniumnitrat ist in flüssigem Ammoniak in den im folgenden angegebenen Mengen löslich : EMI2.1 <tb> <tb> Menge <SEP> von <SEP> Ammoniumnitrat <SEP> in <SEP> Sättigungspunkt <tb> wasserfreiem <SEP> flüssigem <SEP> Ammoniak: <SEP> in C: <tb> 96% <SEP> 118 <tb> 9210 <SEP> 99 <tb> 90% <SEP> 88 <tb> 88% <SEP> 76 <tb> 86% <SEP> 66 <tb> 84% <SEP> 54 <tb> 8210 <SEP> 43 <tb> 800 <SEP> 32 <tb> 77% <SEP> 21 <tb> 75% <SEP> +10 <tb> 730/0 <SEP> -1 <SEP> <tb> 710/0 <SEP> -12 <SEP> <tb> Oberhalb der Sättigungspunkte ist das gesamte. Ammoniumnitrat im Ammoniak gelöst, wogegen unterhalb der Sättigungspunkte eine Suspension von Ammoniumnitrat in einer gesättigten Lösung von Ammoniumnitrat in flüssigem Ammoniak auftritt. Der Zusatz des Ammoniumnitrats zum Ammoniak vermindert den Dampfdruck des Ammoniaks in einem solchen Ausmass, dass die entstehende Lösung bei atmosphärischen Bedingungen bestehen bleibt, wenn sie in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt wird. Bei Verwendung der Sprengstoffe gemäss der Erfindung zur Behandlung von Erdschächten wird das Sprengmaterial in einen geschlossenen Schacht unter genügendem Druck eingepumpt, damit das Material in die gewünschte durchlässige Erdformation eindringt, durch die das Schachtloch hindurchgeht. Üblicherweise ist ein Pumpendruck von einigen wenigen kg/cm bis zu einigen wenigen 100 kg/cm2 ausreichend, um zu gewährleisten, dass das Material in die Formation eindringt. Wenn infolge des Zusatzes von Ammoniumnitrat zu einer Lösung von Ammoniumnitrat in wasserfreiem flüssigem Ammoniak eine Aufschlämmung entsteht und diese als Sprengmaterial verwendet wird, muss die Geschwindigkeit, mit welcher der Schlamm in die Schachtbohrung gepumpt wird, so gross sein, dass sich die Suspension nicht absetzt, bevor das Material in die Formation eindringt. Der überwiegende Teil des Sprengmaterials wird in die Formation eingepumpt, aber vorzugsweise wird eine ausreichende Menge dieses Materials im Bohrschacht belassen, um die Bohrung wenigstens bis zur Höhe der Formation zu füllen, in die das Material eingespritzt worden ist. Dann wird eine geformte Ladung in den Bohrschacht eingesenkt oder in anderer Weise so angeordnet, dass sie entweder in dem Sprengmaterial vorliegt oder gegen die das Sprengmaterial enthaltende Formation gerichtet ist. Es ist wünschenswert, aber nicht wesentlich, dass das Sprengmaterial in der Schachtbohrung angeordnet wird, wodurch eine Zündung der Sprengmischung erleichtert wird. Es kann ferner vorteilhaft sein, die Sprengmischung in der Formation unter Druck zu halten, um einem Ausblasen der Sprengmischung durch den natürlichen Druck der Formation vorzubeugen. Da das gesamte in die Erdformationen injizierte Material von Natur aus explosiv ist und die flüssige <Desc/Clms Page number 3> Phase des Sprengmaterials leicht durch kleine Durchlässe in der Formation vorgetrieben wird, liefert das Verfahren gemäss der Erfindung ein verbessertes Mittel zum Aufschluss der Erdformationen und erleichtert das Fliessen der in den Formationen enthaltenen Flüssigkeiten gegen das Bohrloch. Wenngleich es auch wünschenswert ist, wasserfreies Ammoniumnitrat für die vorliegende Erfindung anzuwenden, ist es schwierig, ein solches Material unter Aussenbedingungen zu beschaffen. Versuche haben jedoch gezeigt, dass günstige Ergebnisse erhalten werden, wenn das Ammoniumnitrat bis zu 6 Gew.-% Wasser enthält. Der neue Explosivstoff lässt sich sicher unter Behandlungsbedingungen für den Schacht handhaben, da er gepumpt und komprimiert werden kann, ohne dass eine Detonation unter typischen Arbeitsbedingungen entsteht. Gewünschtenfalls kann zur Verhinderung des Eintretens des pumpfähigen Sprengstoffes in kleine Poren der zu behandelnden Formation die Viskosität des Sprengstoffes erhöht werden, indem z. B. Nitrocellulose, Celluloseacetat oder nitrierte Stärke zugesetzt werden. Sprengzünder, die von geformten Ladungen verschieden sind, können ebenfalls verwendet werden, wenn sie kräftig genug sind. Beispiele von Sprengzündern, die wenigstens unter gewissen Bedingungen bei der Erfindung verwendet werden können, sind Tetranitromethylanilin-Zündpillen sowie Formkörper aus Gemischen von Trinitrotoluol und Pentaerythrit-Tetranitrat mit grösseren Dimensionen, wie z. B. Schnüre oder Röhren mit einem Gewicht je dm von 8, 5 g. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten unter Zündung einer explosiven, Ammoniumnitrat enthaltenden Beschickung innerhalb des Bohrloches, Erdschachtes oder anderer Höhlungen mit Hilfe eines Sprengzünders, wie einer geformten Ladung, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ammoniumnitrat in Form einer Lösung von Ammoniumnitrat in flüssigem Ammoniak anwendet.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lösung von Ammoniumnitrat in flüssigem Ammoniak anwendet, die, bezogen auf das Ammoniumnitrat, zur Zeit der Sprengung gesättigt oder nahezu gesättigt ist.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in das Bohrloch oder den Erdschacht eine Lösung von Ammoniumnitrat in flüssigem Ammoniak einführt, die höchstens 6 Gew.-'% Wasser enthält.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man während oder nach der Einführung der Lösung in das Schachtloch festes Ammoniumnitrat zu der Lösung gibt.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mán die Lösung vor und bis zu dem Zeitpunkt ihrer Zündung unter von aussen angewendetem Druck hält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US219532XA | 1959-07-22 | 1959-07-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT219532B true AT219532B (de) | 1962-02-12 |
Family
ID=21807035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT561460A AT219532B (de) | 1959-07-22 | 1960-07-21 | Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT219532B (de) |
-
1960
- 1960-07-21 AT AT561460A patent/AT219532B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2020490C3 (de) | Schlammformiger Sprengstoff | |
| DE2140618A1 (de) | Untertage-abdichtverfahren | |
| DE2263626A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum laden von borloechern mit sprengstoff | |
| DE2015286A1 (de) | Sprengverfahren und Zundladungsanord nung zur Durchfuhrung des Verfahrens | |
| AT219532B (de) | Verfahren zum Behandeln von Bohrlöchern oder Erdschächten | |
| DE1900146A1 (de) | Sprengverfahren,Verbundladung und explosive Zusatzladung dafuer | |
| DE1949711C3 (de) | Flussiger Sprengstoff und seine An wendung zum Aufbrechen von geologischen Formationen | |
| DE2219249C3 (de) | Gashaltige Sprengstoffmischung | |
| DE1950580B2 (de) | Sprengstoffzusammensetzung vom slurry-typ | |
| DE3134639A1 (de) | "sicherheitssprengstoff" | |
| DE2546953B2 (de) | Sprengstoffmasse mit verzoegernder selbst-sterilisierender wirkung | |
| DE1167238B (de) | Sensibilisierte Nitroparaffinsprengstoffe | |
| DE2019968C3 (de) | Sprengstoffmischung hoher Brisanz und hoher Gesamtenergie und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1195213B (de) | Zuendladung fuer zuendunwillige Sprengstoffe | |
| DE2052146A1 (de) | Gießfahiger Sprengstoff | |
| DE1171786B (de) | Bohrlochgebundenes Sprengverfahren. | |
| DE2116353C3 (de) | Pulverförmiger, von flüssigen Salpetersäureestern freier, Ammoniumnitratsprengstoff hoher Wasserfestigkeit und Dichte | |
| DE2250313A1 (de) | Sprengstoff | |
| DE1571217C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Zweikomponentenexplosivstoffladung | |
| DE812242C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Lochen von Tiefbohrverrohrungen, -waenden oder -auskleidungen | |
| DE1571237A1 (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Explosivstoffe | |
| DE2222437A1 (de) | Sprengstoffmischung, enthaltend guarangummiabkoemmlinge | |
| AT281649B (de) | Sprengstoff in Form einer wässerigen Aufschlämmung | |
| DE391345C (de) | Verfahren zur Initialzuendung von Sprengstoffen | |
| DE1964537C (de) | Sprengstoff und Verfahren zur Herstellung desselben |