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Sicherung von abgerutschten Einschnitt- und Dammböschungen.
Die Erfindung betrifft eine Sicherung von abgerutschten Einschnitt- und Dammböschungen, die aus Lehm-und Mergelboden oder aus Mischungen dieser Bodenarten bestehen, insbesondere aus Lehm- und Tonarten, die nicht allein quellig auftreten, sondern ausserdem viel Schwimmsand strichweise oder an der Grabensohle enthalten.
Die Sicherung besteht darin, die Faschinen, welche bisher nur an der Oberfläche von Böschungen zur Befestigung und zur Ableitung des Wassers Verwendung gefunden haben, in die Einschnitt- bzw. Dammböschung bis in die Tiefe ihrer Gleitflächen einzulassen und dabei zweckmässig schräg laufend und sich kreuzend zu verlegen.
Zur wirksamen Entwässerung und Trockenlegung des Dammes wird ein am Böschungsfusse durchlaufender keilförmiger Faschinen- bau vorgesehen, der mit seiner Breitseite in freier Verbindung mit der Aussenluft steht und an
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werden, welche mit ihrem oberen bis in die Dammkrone reichenden Ende Führung mit der Aussenluft haben.
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entwässernden und trocken zu legenden Damm oder Einschnitt derart eingebaut werden, dass die Faschinen netzartig angeordnet sind, wobei sie in ihren Kreuzungspunkten in bekannter Weise durch entsprechend lange Pfähle miteinander verbunden und in dem Erdboden befestigt werden.
In Fällen, wo innere Quellen oder Feuchtigkeit zu befürchten sind, werden die Faschinen an jene Stelle verlegt, wo ein Wasserzutritt zu erwarten ist, um die Entwässerung entsprechend zu bewirken und auch das Trocknen in nachhaltiger Weise durch die netzartig verlegten Faschinen herbeizuführen.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsformen von der Erfindung gemäss befestigten Böschungen teilweise im Schnitt und teilweise in Ansicht.
In Fig. 1 und 2 ist eine Ausführungsform der Sicherung dargestellt, für einen Boden, der
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davon, dass durch diese Verbindung der Halt der faschinen erreicht wird, finder auch ein inniges Anpressen des Netzes an den Boden statt.
Zur Erhöhung der Sicherung der Böschungsbefestigung können, wie Fig. 1 und 2 erkennen lassen, am Fusse weitere Faschinen mit Pfählen befestigt sein. Je nach den Erschütterungen,
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wählen. Nach der Ausführung der Fig. 1 und 2 sind beispielsweise zwei Faschinenrollen e und f durch Pfähle g gehalten und ferner zur Erhöhung der Sicherheit Schutzpfähle h vor die Rollen e und f angeordnet. Die Sicherung verhindert selbst in den haltlosesten Erdmassen ein Auseinander- gehen oder Abrutschen.
Wenn ein Damm über Moor oder durch Wasser mit Mooruntergrund zu verlegen ist, dann ist es zweckmässig, ausser der Entwässerung. und Trockenlegung durch netzartig angeordnete und sich auf eine durchlaufende Faschinenschicht stützende Faschine noch ein besonderes Pack- werk anzuordnen. Das Packwerk besteht aus gut miteinander verarbeiteten Faschinen i (Fig. 3 und 4), welche auf den Moorboden A gebracht oder schwimmend auf Wasser gebaut und mit der
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der Dämme in das Moor. Das unter dem Damm angeordnete Packwerk ist gewissermassen als Stütze bzw. Fundament für den zu errichtenden Damm anzusehen und ist mit den im Damm
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durch nasses Gelände führen oder durch.
Moor oder Wasser mit darunter befindlichem Moor zugeschüttet werden sollen. In solchen Fällen wird bei Anwendung der Sicherung nach der Erfindung der Damm stets trocken gehalten und selbst wenn die Dammschüttung aus fettem Boden besteht, ist ein Rutschen des Dammes am Fusse ausgeschlossen. Da die Faschinen im Wasser nicht faulen, so werden or allen Dingen gleichzeitig die Bodenmassen, welche die Moorverdrängung ver- anlassen, gespart. Jedenfalls bildet das Packwerk ein Bindewerk oder eine sichere Unterlage für den zu erreichenden Damm.
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Diese Sicherung wird weiter durch einen durchlaufenden keilförmigen Faschineneinbau am Fusse der Böschungen, Dämme usw. vervollkommnet.
Wenn auch schon früher Faschinen zur Oberflächenbefestigung, besonders des Mutterbodens, in Eisenbahneinschnitten und zur Oberflächendrainierung angewendet worden sind, so unterscheidet sich die vorliegende Sicherung dadurch, dass bei ihr die netzartig eingebauten Faschinen, gleichviel ob die Einschnitte tief oder niedrig und die Dämme hoch oder niedrig sind, in Verbindung mit dem keilförmigen durchlaufenden Einbau am Fusse der Böschung und durch Führung der in der Tiefe der Gleitflächen eingelassenen Faschinen bis zur Erdoberfläche wirksame Entwässerungs-und Luftkanäle bilden.
In Fig. 5 und 6 ist die Sicherung in ihrer Anwendung für Einschnitte dargestellt. Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Einschnittsböschung ohne Erdbedeckung und Fig. 5 rechts mit Erdbedeckung. Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie m-n der Fig. 5.
Bekanntlich kommen Rutschungen in Einschnitten vor, wenn sie-in Lehm-und Tonboden mit wasserführenden Schichten sowie aus nassem tonigem Sande, sandigem Ton und auch aus schwimmendem Gebirge hergestellt sind. Um zum Rutschen geneigte Einschnittsböschungen vor dem Rutschen zu schützen und standhaft zu machen, wird in den Fuss der Böschung, und zwar in ganzer Ausdehnung der Rutschung, ein keilförmiger Faschinenbau a' (Fig. 5 und 6) hergestellt und mit diesem nebeneinander gelegte Faschinen von je 30 cm Stärke und je nach Bedürfnis in ein-bis vierfacher Zahl in Yerbindung gebracht und soweit in das Erdinnere eingeführt, bis die schädlichen wasserführenden Schichten erreicht werden.
Andererseits wird die Böschung durch ein Netzwerk von Faschinen in grösserer Tiefe durchzogen, die an ihren Kreuzungspunkten durch etwa 2 m lange Pfähle miteinander verbunden werden, welche die Faschinen in ihrer gegenseitigen Lage erhalten und sie mit dem Erdreich in feste Verbindung bringen. Dieses
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gute Durchlüftung und Austrocknung des Erdreiches, was einerseits durch den keilförmigen Faschineneitbau am Fusse der Böschung und andererseits dadurch bewirkt wird, dass die Enden der Faschinenstränge bis an die Erdoberfläche geführt sind. Die keilförmigen Einbauten dienen nicht nur als Stützen des Erdreiches, sondern sie sind nach Form und Gefüge zur energischen
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und wirken in dieser Beziehung überraschend schnell.
Dies ist auch der Grund, dass der durch- nässte Rutschboden wieder zur Herstellung der Böschungen verwendet werden kann, während er bisher unter Aufwendung grusser Kosten meist abgefahren und durch neuen, in Wasser un- lÜ", lichen Budpll ersetzt \\ erden musste. t
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Faschinen angezogen und abgeführt.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sicherung von abgerutschten Einschnitt-und Dammböschungen, bei welchen die Ableitung des Wassers durch Faschinen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Faschinen in die
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