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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerschneiden schlauchförmiger Ware in Formstücke zwecks Herstellung von Glühstrümpfen.
Bisher war es unmöglich eine grosse Anzahl von Schlauchabschnitten herzustellen, die zur Herstellung von Glühstrümpfen geeignet sind und von denen jeder genau dieselbe Grösse besitzt und ebenso die gleiche Menge feuerbeständigen Materials imprägniert enthält. Das Zerschneiden wurde gewöhnlich von Hand oder derart bewirkt, dass das Endprodukt nur annähernd gleichförmige Länge besass. Dieses Verfahren war sehr zeitraubend und kostspielig, weil das Schlauchstück, wenn es imprägniert war, zerschnitten werden musste, bevor es getrocknet wurde, und zwar in Längen, die auf die Länge der Trockendorne beschränkt waren.
Das Zerschneiden von Hand ging nicht nur sehr langsam vor sich, sondern erforderte auch ein Anfassen des Materials und es war unmöglich, die Schlauchstücke in Glühstrumpflängen zu zerschneiden, von denen jede genau dieselbe Menge feuerbeständigen Materials enthielt. Entsprechend der elastischen Natur des gestrickten Stoffes ist jedes Anfassen desselben schädlich, da er infolge seines Streckens mehr oder weniger ungleichförmig wird.
Allen diesen Unzuträglichkeiten soll durch die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung abgeholfen werden, in welcher die zur Herstellung der Glühstrümpfe dienenden Schlauchstücke in gleich lange Stücke geschnitten werden, wobei diese Stücke nicht nur gleiche Form und Grösse besitzen, sondern auch gleiche Gewichtsteile der zur Imprägnierung verwendeten Erden enthalten, vorausgesetzt natürlich, dass der Schlauch von vorneherein gleichmässig gestrickt und imprägniert war.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 im Aufriss die Vorrichtung, welche die getrockneten Schlauchstücke walzt und gleichzeitig in Strumpflängen zerschneidet, Fig. 2 dasselbe in Vorderansicht, Fig. 3 dasselbe in Seitenansicht in grösserem Massstabe. Fig. 4 zeigt in Einzelansicht die Vorrichtung zur Unterstützung und Einstellung der Walzen, Fig. 5 in Einzelansicht die Vorrichtung zur Zuführung der Schlauch ware nach den Schneidwalzen, Fig. 6 im Querschnitt die Schneidwalzen und ihre Anordnung. Die Schlauchware wird unter gleichförmigen Druck zwischen Walzen ausgewalzt und hiebei wird das Material gleichzeitig dort wo das Auswalzen stattfindet, in regelmässige Längen zerschnitten. Die gestrickte Schlauchware wird durch ein Imprägnierbad, z.
B. durch eine Thor-Zerlösung und dann zwischen Walzen hindurchgeführt, um den Überschuss an Lösung zu entfernen. Alsdann wird der Schlauch über ein Rohr, eine Form oder einen Dorn geführt und gleichzeitig der Einwirkung von Hitze unterworfen, so dass die in dem Schlauche befindliche Lösung schnell und gleichmässig getrocknet wird.
Schliesslich wird der Schlauch der den Gegenstand der Erfindung bildenden Schneidevomchtung zugeführt, welche den Schlauch auswalzt und ihn gleichzeitig in gleichmässige Stücke schneidet, von welchen jedes die gleiche Gewichtsmenge der Leuchterden enthält. Diese verschiedenen Operationen können der Reihe nach vorgenommen werden, ohne dass es erforderlich ist, von Anbeginn bis Ende der Operation die Ware von Hand zu führen, und sie können in ununterbrochenen Zuge ausgeführt werden, d. h. der Schlauch kann von Beginn der Operation an als fortlaufendes Stück vorgeschoben werden. bis es in der Schneidevorrichtung in e zeine Stücke zerschnitten wird.
In einem geeigneten Gestell 1, das von Stützen 2 getragen wird, sind zwei parallele Walzen 3, 4 gelagert, die so angeordnet sind, dass sie je nach Erfordernis unter mehr oder weniger starkem Druck gegeneinander gepresst werden können. Vorteilhaft erhält die obere Walze 3 ein oder mehrere (vorteilhaft drei) Schneidorgane oder Messer 5, die in die Walze eingelassen sind und sich in der Längsrichtung derselben erstrecken. Diese Schneidorgane erhalten zweckmässig rechtwinkeligen
Querschnitt, so dass sie vier Schneidkanten besitzen. Die Messer sind in rechtwinkligen Aus-
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festgehalten werden. Diese Blöcke 8 sind so geformt, dass sie sich der Peripherie der Walze 3 anpassen.
Eine Kante 6 jedes Messers ragt etwas über die Peripherie der Walze 3 vor, so dass sie den Schlauch durchschneiden kann, wenn dieser zwischen den Walzen 3, 4 hindurch geführt wird.
Auf der unteren Walze 4 werden so viele Platten 10 angebracht als Messer in der oberen
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Die Walzen sind so angeordnet, dass sie sich mit ihren Zylindernäehen berühren und den Schlauch zwischen sich hindurchbefördern. Zu derselben Zeit, wo der Schlauch gewalzt wird, schneiden die Kanten 6 der Messer den Schlauch in kurze Stücke von gleicher Länge, die sich nach der Entfernung zwischen den einzelnen Messern richtet. Bei jeder vollständigen Umdrehung der Walzen werden also drei Schlauchstücke gewalzt und gleichzeitig dort abgetrennt, wo sich der Schlauch unter Druck zwischen den Walzen befindet. Ein Abtrennen mittels scherenartig wirkender Messerpaare wird vermieden, weil der Schlauch, wenn die Abscherkanten nicht stets sehr scharf gehalten werden, zwischen die Kanten gezerrt werden und unzerschnitten bleiben könnte.
Die Messerkante 6 presst den Schlauch gegen den Block 10 und schneidet den Schlauch durch, ohne dass die geringste Bewegung in diesem erforderlich ist, ausser der, welche durch das Walzen veranlasst wird. Da die Schneidkanten o etwas über die Peripherie der Walze vorstehen müssen, so wird eine federnde Bewegung vorgesehen, damit sich die obere Walze etwas von der unteren Walze entfernen kann, wenn die Messer 5 mit den Blöcken 10 in Berührung kommen.
Die obere Walze 3 ist an jedem Ende in einem beweglichen Block 15 (Fig. 4) und die untere Walze an jedem Ende in einem beweglichen Block 16 gelagert. Diese Blöcke sind in Bügeln 17 des Seitengestelles der Maschine geführt. Die Lage der unteren Walze kann durch Schrauben 115 eingestellt werden, die durch das Maschinengestell hindurchgehen und die Lagerblöcke 16 der unteren Walze tragen. Zwischen den Lagerblöcken 15, 16 werden Schraubenfedern 19 angeordnet, welche die obere Walze unterstützen und dazu dienen, die Bewegungen der oberen Walze abzuschwächen, wenn diese sich hebt und senkt, während die Schneidkanten der Messer mit den Platten 10 in Berührung treten.
Oberhalb jedes Lagerblocks 15 ist eine Schraubenfeder 20 angeordnet, welche stärker gewählt wird, als die Federn 19, 80 dass ihre grössere Kraft die obere Walze in peripherischer Berührung mit der unteren Walze halten muss. Jede Feder 20 wird durch eine Platte 21 niedergedrückt, welche mittels einer Schraube 22 eingestellt werden kann, die durch die Platte 23 hindurchgeschraubt ist und an ihrem oberen Ende mit einem Handgriff 24 versehen ist.
In dem Gestell 1 ist eine Querwelle 25 (Fig. 2, 3) gelagert, die mittels einer Riemenscheibe 26 in Umdrehung versetzt werden kann. Neben dieser Scheibe 26 ist eine zweite lose Scheibe 27 angebracht. Auf der Welle 25 sitzt ein kleines Zahnrad 28, welches mit einem Zahnrad 29 auf der Welle 30 der unteren Walze 4 in Eingriff steht. Auf dem anderen Ende der Welle 30 sitzt ein Zahnrad 31, welches mit einem Zahnrad 32 auf der Welle 33 der oberen Walze kämmt, so dass beide Walzen gleichzeitig umlaufen.
Unterhalb der Walzen wird eine Vorrichtung zum Zuführen des Schlauches (Fig. 2, 3,5) angeordnet, die aus einer Stange 34 besteht, die auf dem Maschinengestell befestigt ist und
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können, um die Arme 36, 37 entsprechend der Breite des zu führenden Schlauch n versche eL r Entfernung voneinander einstellen zu können.
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abgeschnitten werden, sind dieselben selbst dann, wenn das Gewebe ursprünglich völlig gleichmässig war, niemals gleichförmig, weil sich der Schlauch beim Abschneiden eines Stückes mehr streckt als beim Abschneiden eines anderen Stückes, 80 dass, wenn der Schlauch für jeden Schnitt abgemessen wird, die verschiedenen abgeschnittenen Stücke trotzdem mehr oder weniger Material enthalten und demgemäss auch verschiedene Gewichtsmengen an Erden aufweisen.
Im vorliegenden Fall ermöglicht dagegen das Walzen unter gleichförmigem Druck und das gleichzeitige Abschneiden des Schlauches zu derselben Zeit in der das Walzen stattfindet, die Erzeugung einer beliebigen Anzahl von Schlauchstücken, die nicht nur genau dieselben Langen besitzen, sondern auch genau dieselbe Menge Fasermaterial und demgemäss auch dieselbe Gewichtsmenge an Erden, vorausgesetzt natürlich, dass das Gewebe und seine Imprägnierung von vornherein gleichmässig waren. Als Resultat ergibt sich somit ein gleichförmigeres und vollkommeneres Produkt.
Infolge der grösseren Stärke der Feder 20 gegenüber den Federn 19 wird erstere die obere Walze in ständiger und gleichmässiger Berührung mit der unteren Walze bzw. mit dem zwischen den Walzen hindurchgehenden Schlauch halten. Schneidet eines der Messer ein Stück von Schlauch
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auf den Block 10 aufstösst, und wenn die obere Walze sich dann wieder senkt, so werden die Federn 19 diese Bewegung abschwächen. Würden die Federn 19 nicht benutzt, so würde die Abwärtsbewegung der Walze 3 zu plötzlich erfolgen und es würde demgemäss der Schlauch gequetscht werden und dadurch seine regelmässige Form verlieren. Speziell würde sich dieses ergeben, wenn die Walzen schnell betätigt werden.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zerschneiden schlauchartiger Ware in Stücke für die Herstellung von Glühstrümpfen, gekennzeichnet durch die Anordnung von Walzenpaaren, durch welche die Schlauchware gewalzt und zugleich durch Organe zerschnitten wird, die in derselben Richtung umlaufen, in der die Schlauchware sich bewegt.