AT63487B - Verfahren und Vorrichtungen zum Konzentrieren von Lösungen jeder Art, insbesondere von Zuckerlösungen, durch Ausfrieren, Verdrängung und Verdampfung. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zum Konzentrieren von Lösungen jeder Art, insbesondere von Zuckerlösungen, durch Ausfrieren, Verdrängung und Verdampfung.

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AT63487B
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    Verfahren und Vorrichtungen zum Konzentrieren von Lösungen jeder Art, insbesondere von Zuckerlösungen, durch Ausfrieren, Verdrängung und Verdampfung.   



   Die Erfindung betrifft die Behandlung   von Lösungen   im allgemeinen und insbesondere von zurkerh ltigen   Säften   (aus Zuckerrohr, Zuckerrüben, Trauben auw.) durch Ausfrieren. 
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 behandlungen der Kristallisation des Zuckers unterworfen werden müssen. 



   In den älteren Patenten (belgisches Patent Nr. 186702. französisches Patent Nr. 357770. 



    U.   R. P. Nr. 194235) hat der Erfinder ein Verfahren zur (Gewinnung von Rübenzucker durch Ausfrieren und durch darauffolgende Verdrängung beschrieben, welchen Vorgängen der aus den   Scheide- und Saturiervorrichtungen austretende Saft unterworfen wurde: dieses Verfahren kann     t'enhar vorteilhaft   auf   Zucken'ohr sowie auf alle   anderen zuckerhaltige Säfte oder Extrakte angewendet werden. 
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   Schicht verdampft, die weitere Konzentration   des Saftes dadurch bewirkt werden kann, dass   man   als Heizmittel das mit ungefähr 25 C vom Kondensator der   Kältemaschine   ablaufende   Wasser benutzt.

   Unter diesen Bedingungen ergibt sich jedoch   ein recht geringer Nutzeffekt:   es ist daher besser, die Temperatur dieses Heizwassers   auf 40 bis 50 C zu bringen, indem man es im Mantel eines Gas- oder Petroleummotors oder im Kondensator einer Dampfmaschine kreisenlässt. 



   Verwendet man eine Batterie von Vakuumverdampfvorrichtungen, die mit diesem Wasser geheizt werden, dessen Temperatur bis zu seinem Austritte auf ungefähr 15  sank, und kühlte 
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 bei der niedrigst möglichen Temperatur und in der Luftleere konzentrieren, da sie, wenn sie über die ihnen eigene kritische Temperatur erhitzt werden, ihren Geschmack verändern und ihr Bukett sowie ihre physikalischen und   organoleptischel1   Eigenschaften verlieren. 



   In den früher erwähnten älteren Patenten hat der Erfinder Apparate und Methoden zum Konzentrieren durch Ausfrieren und Verdrängung beschrieben, wobei Formen, Schlangenrohre,   gerade Rohre usw. angewendet wurden. Diese Vorrichtungen bieten den Übelstand, dass sie sehr grosser Austauschnächen zur Abscheidung einer verhältnismässig geringen Menge Eis bedürfen,   Die Ausbeute wird viel grösser, wenn man mittels   beweglicher Austauschnächen   an Stelle von feststehenden konzentriert, wobei jene Flächen ständig abgeschabt werden.   um   das Eis in dem 
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 so ist sie leicht durchzuführen und verlangt nur einen unbeträchtlichen Kraftaufwand. da das sich aus solchen Lösungen abscheidende Eis nicht kompakt, sondern breiig ist, ähnlich wie Sorbet.

   Die vorliegende Erfindung betrifft also ein Verfahren und ein Aggregat von Vorrichtungen, welche nach den vorstehend angegebenen Tatsachen eingerichtet sind, und be-   zweckt,   sehr grosse Mengen Lösungen gewerblich verarbeiten zu können, wobei hauptsächlich an die Zuckerindustrie sowie an die Herstellung von Fruchtsäften oder Obsthonig gedacht ist. 



  Die Einzelheiten des VerfaHrens sollen an Hand der zu dessen Durchführung dienenden Vor richtungen, welche in der Zeichnung schematisch und in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt sind, geschildert werden. 



   Fig.   l   ist die Draufsicht auf eine ganze Anlage, Fig. 2 ein lotrechter Querschnitt durch einen der   Gefriertröge   und Fig. 3 ein lotrechter Längsschnitt durch eine der   Vakuumkonzentrations-     vorrichtungen. Die Kältemaschine   und der Motor, die von beliebiger bekannter   Konstruktion   sein können und übrigens zum Verständnis der folgenden Beschreibung nicht nötig sind, wurden weggelassen. 



   Die aus den   Dinuseuren   1   kommende     zuckerhaltige Losung   tritt zuerst in den Wärmeaustauschapparat   2,   in welchem im Gegenstrom die von den Bottichen zur Durchführung der kalten Scheidung kommende Lösung kreist, und dann in den zweiten Wärmeaustauschapparat 3. 
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 Innern der   Trommel   6 kreist die Kühlflüssigkeit und infolgedessen setzt sich auf ihren Seitenflächen (die vorteilhaft gewellt sind, um eine grössere Oberfläche zu   schaffen)   eine dünne Schicht gefrorener Lösung an, die   ständig   entfernt wird.

   Hiezu dienen stählerne Schaber 7, welche das abgekratzte Material auf ein endloses Tuch oder eine andere geeignete Vorrichtung befördern, 
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 Magma von Eiskristallen vorhanden ist, das man in die Verdrängungströge 8 schafft. In diesen Trögen erfolgt die systematische Trennung der   löslichen   Stoffe von den Eiskristallen durch Ver-   drängung, die iu den   früher   ange'führten     älteren   Patenten des Erfinders beschrieben ist. Der Saft wird so bis auf einen Gehalt von   30 bis 25% Zucker   konzentriert. Der Boden der Tröge 8 
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 Zwecke, um aus diesen   Kristallen   die   zwischengelagerten     löslichen   Stoffe systematisch zu verdrängen.

   Die einzelnen abgelaufenen Flüesigkeitamengen werden hiezu in der Reihenfolge ihres Ablaufens benutzt. 
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 als den vierten Teil des ursprünglichen Volumens. Der konzentrierte und in seinem Volumen verminderte Saft gelangt in den Trog 15, wo er neuerdings durch Oxydation bei niedriger Temperatur gereinigt wird, dann   wird in 76 dekantiert   oder filtriert, der Saft   fliesst   dann in den ersten   Warmeaustauschapparat ? zurück, wo   er wie früher neuerdings erhitzt wird. und gelangt dann in den Scheidebottich   17,   in das Filter 18, in das Saturationsgefäss 19 und in das Filter 20. um schliesslich in die   Vakuumkonzectriervorrichtung 21   zu strömen.

   Jede dieser Konzentrations- 
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 erwärmtes Wasser kreist, das, wie erwähnt, aus dem Mantel des   Gasmotors   oder dgl. oder aus dem Kondensator der Dampfmaschine   stammt   und dann durch   das Schlangenrohr   22 strömt. um schliesslich zum Kondensator 2. 3 zu gelangen ; hat es diesen verlassen, so wird es auf irgend welche Weise zum Kondensator der   Kältemaschine   und dann zum Kühler des Motors befördert. Es ist sehr wichtig, den Spiegel des Saftes im Konzentrationsapparat ständig gleich hoch zu halten, was mit Hilfe irgend einer bekannten Vorrichtung leicht gelingt. Der auf diese Weise hei sehr niedriger Temperatur eingedampfte Saft ist sehr rein und von sehr heller Färbung. 



  Handelt es sich um Trauben oder andere Früchte. so erhält man das gewünschte Produkt in Form von Trauben- oder Obsthonig, handelt es sich um Zucker, so behandelt man dann das Produkt auf 
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   Zur vollkommenen Verdeutlichung des Gesagten soll nachstehend ein praktisches Beispiel der Anwendung des geschilderten Verfahrens auf die Herstellung   eine jener Produkte gegeben   werden. die bisher nicht bis auf Honigdieke gebracht werden konnten, ohne sie zu verändern. Das wichtigste derartige Produkt ist Traubensaft oder anderer   Fruchtsaft   :

   diese Säfte verdanken ihr Bukett sehr flüchtigen und sehr leicht veränderlichen Stoffen und ihre   angenehmen   Wirkungen 
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 Schlangenrohren, so dass sie, wenn man sie mit Dampf konzentriert. trübe werden und einen sehr unagenehmen Kochgeschmack annehmen, sogar wenn die Temperatur im Apparat niedrig und   das \'akuum fast ein vollständiges ist.   Dieser   (beistand wird   fast vollständig vermieden. wenn   tuan den Most zuerst durch Ausfrieren   bis auf eine Dichte von ungefähr 120 g im Liter bringt, was 15% trockenem Extrakt entspricht, und ihn dann zuerst in   finen   Konzentrationsapparat mit un-

Claims (1)

  1. EMI3.5 getrennte Eis gekühlt wird und in den Verdrängungsbottichen geblieben ist.
    2. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 das Ausfrieren der Säfte in der Weise, dass sie mit EMI3.6
AT63487D 1911-08-21 1912-08-16 Verfahren und Vorrichtungen zum Konzentrieren von Lösungen jeder Art, insbesondere von Zuckerlösungen, durch Ausfrieren, Verdrängung und Verdampfung. AT63487B (de)

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