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Pneumatisches Spielwerk mit mehreren Notenbändern.
Bei pneumatisch spielbaren Musikwerken beliebiger Art können mehrere gleichzeitig spielende Notenbänder, Notenscheiben oder dgl. verwendet werden. Es kann z. B. für die Melodie und für die Begleitung je ein besonderes Notenband oder dgl. benutzt werden. Alle Bänder oder dgl. müssen dann in genauer Übereinstimmung miteinander laufen. Einander entsprechende Stellen der verschiedenen Notenbänder oder dgl. müssen also zu gleicher Zeit über ihren Skalen- bloek, Stimmstock oder dgl. bewegt werden, um eine einwandsfreie Wiedergabe der betreffenden Musikstücke zu ermöglichen.
Die dauernde Einhaltung genau gleicher Geschwindigkeiten der Notenbänder oder dgl. ist also erste Voraussetzung für das Gelingen der Aufgabe. Es muss daher eine Regelungsvorrichtung vorhanden sein, welche ein etwaiger Voreilen des einen Bandes oder dgl. gegen das andere sofort ausgleicht. Gemäss vorliegender Erfindung wird dieses dadurch erreicht, dass die Notenbänder oder dgl. an beliebiger Stelle mit in Zwischenräumen angebrachten keinen Lochern versehen sind, die über einen nach einer pneumatischen Umsteuerungs- und Regelungsvorrichtung
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dass im Falle des Voreilens des einen Notenbandes oder dgl. dem in der Tourenzahl zurück- gebliebenen Motor mehr Betriebsstoff zugeführt und dadurch seine Tourenzahl auf die des anderen Motors gesteigert wird.
Es kann natürlich durch Drosselung, Einschaltung von Widerständen oder dgl. der voreilende Motor zum Nachlassen in der Umlaufzahl gezwungen werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt, und zwar bei Verwendung von zwei Notenbändern. die durch Windmotoren bekannter Art. angetrieben werden. Die Motoren können auch anderer Art sein, es können z. B. Elektromotoren, Wassermotoren, Gasmotoren usw. verwendet werden, bei denen die zu verwendenden Regelungsmittel entsprechend zu wählen sind.
Die beiden gleichzeitig spielenden Notenbänder sind auf der Zeichnung mit/und II be-
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bindung stehenden Kammern g, gl unter den Einfluss der in der Windkammer herrschenden Wind- spannung bringen, sobald sie gehoben werden und dabei die Auäenluftöffnung abschliessen
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da bei dem gezeichneten Beispiel jedes der beiden Notenbänder/und Il durch einen besonderen \\indmotor k.
angetrieben wird. Ausser der üblichen Zuführung des Betriebswindes für die Windmotoren k,k1 kann denselben durch besondere Leitungen l, l1 noch Zusatzwind zugeführt werden, so dass der Motor, der auf kurze Zeit mit Zusatzwind versorgt wird, seine Tourenzahl
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Skalenblockkanales und Aussenluft kann unter die Membran des Ventiles d treten, so dass sich dieses hebt und die Freiluftöffnung. f abschliesst. Die Saugspannung der Windjammer e kann jetzt durch g und die Leitung h auf den Balg i wirken.
Sie saugt denselben zusammen und dieser verschiebt dabei den Schieber m so, dass der Zusatzwindkanal l nach dem Motor k abgedeckt, derjenige ss nach dem Motor aber geöffnet wird. Der diesem hiedurch zugeführte Zusatzwind bewirkt nun eine Voreilung desselben solange, bis die Löcher a, al beider Notenbänder wieder gleichzeitig über die entsprechenden Kanäle ihrer Skalenblöcke gleiten. Sobald dies eintritt, heben sich die auf das Regelungsorgan (Schieber m) einwirkenden Kräfte gegenseitig auf und es erfolgt keinerlei Verstellung desselben.
Die Einrichtung ist auch für mit Druckluft arbeitende Musikwerke verwendbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pneumatisches Spielwerk mit mehreren Notenbändern, Notenscheiben oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass dieselben gleichzeitig spielen und sich gegenseitig auf gleiche Geschwindigkeit selbsttätig einstellen.