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SelbsttätigeFernsprechvermittlungseinrichtung.
Die vorliegenden Erfindungen betreffen Verbesserungen an selbsttätigen Fernsprech- einrichtungen, wobei das durch die Patente Nr. 25136, Nr. 30235 und Nr. 35092 geschützte System als Grundlage angenommen erscheint. Bei diesem und fast allen übrigen gegenwärtig bekannten Systemen werden die Schaltvorgänge mit Hilfe von Umschaltern (auch Steuerschalter genannt) vollzogen, welche durch Elektromagnete bewegte Mechanismen darstellen. die nach Schluss des Gespräches durch gesonderte Elektromagnete (Schluss- oder Lösemagnete) wieder
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verwechseln mit jenem Schaltorganismus, welcher aus den Schaltarmen und den diese bewegenden Magneten (Hub-.
Dreh- und Schlussmagnete) besteht und der die Aufgabe hat. die Verbindung der einzelnen Wähler (Gruppenwähler, Leitungswähler) untereinander herzustellen.
Bei allen diesen Wählern ist demnach die durchlaufende Leitung (ein Leitungszweig) an zwei Stellen unterbrochen : Zuerst am Umschalter und dann an den Schaltarmen. Die in einen Wähler einlaufende Leitung mündet in zwei Relais, durch deren Betätigung die Schaltarme an den richtigen Ort gebracht werden, worauf erst mit Hilfe des Steuerschalters die einlaufende
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Durch die vorliegenden Erfindungen soll nun bei Systemen der angegebenen Art eine voll- ständige Eliminierung des Steuerschalters in der Weise erreicht werden. dass ein sehr einfaches System dieser Art mit besonders hoher Betriebssicherheit geschaffen wird.
In der Zeichnung ist die Schaltung einer Sprechverbindung bei einem 10.000er Amt dar gestellt und zeigt Fig. 1 einen Vorwähler. Fig. 2 einen ersten Gruppenwähler. Fig. 3 einen zweiten Gruppenwähler und Fig. 4 einen Leitungswähler. In Fig. 5 sieht man, auf welche Weise eine freie
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Fig-. 6 zeigt eine Relaiskombination. welche den Wählern ununterbrochenen Gleichstrom liefert.
Der Vorgang bei der Herstellung einer Sprechverbindung ist nun folgender : Der ru'ende Teilnehmer legt vorerst in seiner Station den Leitungszweig b (Fig. 1) für kurze Zeit an Erde,
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Bürsten K noch von früher liegen, frei sei. In diesem Falle ist an keinen der durch die Multipelleitung m (Fig. 5) verbundenen Kontakte C aller in eine Gruppe zusammengefassten Vorwähler (unter diesen befände sich auch der gezeichnete Vorwähler mit seinem Kontakt 21) ein Relais TRv aktiv angeschlossen, d. h. möge auch die Bürste JEj, eines anderen Vorwählers auf einem Kontakt der Multipelleitung m liegen, so ist das für den eingeleiteten Wahlvorgang ohne Bedeutung, da 14 und 16 (Fig. 5, TR,) offen sind.
Es wird also beim Schliessen von 14 ein direkter Strom
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(Fig. 6) geschehen.
Daraus geht im Zusammenhalte mit der früher beschriebenen Funktion des Unterbrechers U hervor, dass die den Drehmagneten speisende Stromquelle B bei 18 früher abgeschaltet wird, ehe DA seine zur Fortbewegung der Bürsten K erforderliche volle Stromstärke erhalten hat.
Die Bürsten K werden auf ihrem früher innegehabten Platze liegen bleiben. Dagegen wird im elektrischen Zustande der Multipelleitung m und der daranhängenden Sperrleitung sp'eine Änderung vorgegangen sein, indem durch das Schliessen von 16 die Festhaltewicklung w2 von TR, - in Tätigkeit tritt und über den nunmehr festgehaltenen Kontakt 16 ein Dauerstrom solange die Sperrleitung durch fliesst. als das Gespräch dauert. Tritt daher bei diesem Zustande der Multipel-
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so wird hei geeigneter Wahl der Widerstände von M. M und r ein solcher Spannungsabfall in der tastenden Sperrleitung sp@ vorhanden sein. dass TRy beim Schliessen des Kontaktes 14 nicht
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beginnen kann.
So empfängt bei w1 = 10000hm, w2 = 500hm, r = 300 Ohm und B = 60 Volt. das Relais TR in dem einen Falle, in dem es ansprechen soll, 47 MA, in dem Falle. in dem es nicht ansprechen soll, aber nur 8 MA. Hier sei eingeschaltet, dass es sehr vorteilhaft sein wird, als Widerstand r eine Metallfadenlampe zu nehmen, weil sie im kalten Zustande, d. h. dann. wenn sie den von TR-w1 benötigten Strom möglichst wenig drosseln soll. einen kleineren Wider-
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wahlerbei22geschieht.
Der Zweck der Lampe L1 und des K ntrollrelais KR1 (Fig.2). die an sich als Zusatzwider-
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ereignet es sich a ber bei der b-Leitung. so wird der Vorwähler ohne Wissen und Willen des Teilnehmets m die Arbeitsstellung gebracht und damit einesteils ein erster Gruppenwähler ganz
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des zweiten Gruppenwählers gelangen und dieses zum Ansprechen bringen. Der Haltestromkreis von TjRg wird bei 73 unterbrochen, TR2 wird abfallen und nun wird 8M2 auf dem Wege :
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Früher war SM2 immer von B getrennt, anfänglich bei 65, dann bei 76 und endlich bei 67.
Der Lösestrom des zweiten Gruppenwählers teilt sich bei 77 und wandert über a zum Schlussrelais 8R1 des ersten Gruppenwählers und hier wiederholt sich derselbe Vorgang, wie er
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zu ihrer Ruhestellung zurück und TR, mit VR, werden stromlos. Damit ist die ganze Verbindung ausdnandergefallen und Vorwähler, Gruppenwähler und Leitungswähler sind zu neuer Arbeit bereit.
Es sei noch erwähnt, dass die Schlussrelais sR dann überflüssig werden, wenn alle Schaltapparate in einem einzigen Gebäude untergebracht werden. Das Unterbrechen der Haltestromkreise von TRI und TR2 wird in diesem Falle wie bei 22 durch die Schlussmagnete SM2 und SM3 mitbesorgt werden können. Nur wenn die einzelnen Schaltapparate, wie das bei einem grossen Netze der Fall sein wird, in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind, wird es notwendig sein, Schlussrelais zu verwenden da sonst durch die zwischen den einzelnen Zentralen verlaufende S1 errleitung sp' ein zu variables Element in die Multipelleitung m (Fig. 5) käme.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung. dadurch gekennzeichnet, dass während des Wahlvorganges die Umschaltung aller mit in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen schrittweise fortbewegten Schaltarmen ausgestatteten Wähler (Gruppen- und Leitungswähler) aus der normalen Durchsprechstellung in die Arbeitsstellung durch Relais (VR) besorgt wird, welche jeweils durch das Ansprechen des demselben Wähler angehörigen, die Ziffernimpulse übernehmenden Relais (aR) betätigt werden.