AT58919B - Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung. - Google Patents

Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung.

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AT58919B
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Hubert Gottlieb Dietl
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Hubert Gottlieb Dietl
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  SelbsttätigeFernsprechvermittlungseinrichtung. 



   Die vorliegenden Erfindungen betreffen Verbesserungen an selbsttätigen Fernsprech-   einrichtungen,   wobei das durch die Patente Nr. 25136, Nr. 30235 und Nr. 35092   geschützte   System als Grundlage angenommen erscheint. Bei diesem und fast allen übrigen   gegenwärtig   bekannten Systemen werden die Schaltvorgänge mit Hilfe von Umschaltern (auch Steuerschalter genannt)   vollzogen,   welche durch Elektromagnete bewegte Mechanismen darstellen. die nach   Schluss   des Gespräches durch gesonderte Elektromagnete (Schluss- oder Lösemagnete) wieder 
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 verwechseln mit jenem   Schaltorganismus,   welcher aus den   Schaltarmen   und den diese bewegenden Magneten (Hub-.

   Dreh- und Schlussmagnete) besteht und der die Aufgabe hat. die Verbindung der einzelnen Wähler (Gruppenwähler, Leitungswähler) untereinander herzustellen. 



   Bei allen diesen Wählern ist demnach die durchlaufende Leitung (ein Leitungszweig) an zwei Stellen unterbrochen : Zuerst am   Umschalter und dann   an   den Schaltarmen.   Die in einen Wähler einlaufende Leitung   mündet in zwei Relais,   durch deren Betätigung die Schaltarme an den richtigen Ort gebracht werden, worauf erst mit Hilfe des Steuerschalters die einlaufende 
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   Durch   die vorliegenden Erfindungen soll nun bei Systemen der angegebenen   Art eine voll-   ständige Eliminierung des Steuerschalters in der Weise erreicht werden. dass ein sehr einfaches   System dieser Art mit besonders hoher Betriebssicherheit geschaffen wird. 



   In der Zeichnung ist die Schaltung einer Sprechverbindung bei einem 10.000er Amt dar gestellt und zeigt Fig. 1 einen Vorwähler. Fig. 2 einen ersten Gruppenwähler. Fig. 3 einen zweiten   Gruppenwähler und   Fig. 4 einen   Leitungswähler.   In Fig. 5 sieht man, auf welche Weise eine freie 
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   Fig-.   6 zeigt eine Relaiskombination. welche den Wählern ununterbrochenen Gleichstrom liefert. 



     Der Vorgang bei   der Herstellung einer   Sprechverbindung   ist nun folgender : Der ru'ende   Teilnehmer   legt vorerst in seiner Station den Leitungszweig b (Fig. 1) für kurze Zeit an Erde, 
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 Bürsten K noch von früher liegen, frei sei. In diesem Falle ist an keinen der durch die Multipelleitung m (Fig. 5) verbundenen Kontakte C aller in eine Gruppe zusammengefassten Vorwähler (unter diesen befände sich auch der gezeichnete Vorwähler mit seinem Kontakt   21)   ein Relais   TRv   aktiv angeschlossen, d. h. möge auch die Bürste   JEj,   eines anderen Vorwählers auf einem Kontakt der Multipelleitung m liegen, so ist das für den eingeleiteten Wahlvorgang ohne Bedeutung, da 14 und 16 (Fig. 5, TR,) offen sind.

   Es wird also beim Schliessen von 14 ein direkter Strom 
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 (Fig. 6) geschehen. 



   Daraus geht im Zusammenhalte mit der früher beschriebenen Funktion des Unterbrechers U hervor, dass die den   Drehmagneten   speisende Stromquelle B bei 18 früher abgeschaltet wird, ehe DA seine zur Fortbewegung der Bürsten   K   erforderliche volle Stromstärke erhalten hat. 



  Die Bürsten K werden auf ihrem früher innegehabten Platze liegen bleiben. Dagegen wird im elektrischen Zustande der Multipelleitung m und der daranhängenden Sperrleitung sp'eine   Änderung vorgegangen   sein, indem durch das Schliessen von 16 die Festhaltewicklung w2 von   TR, -   in Tätigkeit tritt und über den   nunmehr   festgehaltenen Kontakt 16 ein Dauerstrom solange die Sperrleitung durch fliesst. als das Gespräch dauert. Tritt daher bei diesem Zustande der Multipel- 
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   so wird hei geeigneter Wahl   der Widerstände von   M. M   und r ein solcher Spannungsabfall in der   tastenden Sperrleitung sp@ vorhanden sein.   dass TRy beim Schliessen des Kontaktes 14 nicht 
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 beginnen   kann.

   So empfängt   bei w1 = 10000hm, w2 = 500hm, r = 300 Ohm und B = 60 Volt. das Relais TR in dem einen Falle, in dem es ansprechen soll, 47 MA, in dem Falle. in dem es nicht ansprechen soll, aber nur 8 MA. Hier sei eingeschaltet, dass es sehr vorteilhaft sein wird, als Widerstand r eine Metallfadenlampe zu nehmen, weil sie im kalten Zustande, d. h. dann. wenn sie den von TR-w1 benötigten Strom möglichst wenig drosseln soll. einen kleineren Wider- 
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 wahlerbei22geschieht. 



   Der Zweck der Lampe L1 und des K ntrollrelais KR1 (Fig.2). die an sich als   Zusatzwider-   
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 ereignet es sich a ber bei der b-Leitung. so wird der Vorwähler ohne Wissen und Willen des Teilnehmets m die Arbeitsstellung gebracht und damit einesteils ein erster Gruppenwähler ganz 
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 des zweiten Gruppenwählers gelangen und dieses zum Ansprechen bringen. Der Haltestromkreis von   TjRg   wird bei 73 unterbrochen, TR2 wird abfallen und nun wird   8M2   auf dem Wege : 
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  Früher war SM2 immer von B getrennt, anfänglich bei 65, dann bei 76 und endlich bei 67. 



   Der Lösestrom des zweiten Gruppenwählers teilt sich bei 77 und wandert über   a   zum Schlussrelais 8R1 des ersten Gruppenwählers und hier wiederholt sich derselbe Vorgang, wie er 
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 zu ihrer Ruhestellung zurück und TR, mit VR, werden stromlos. Damit ist die ganze Verbindung   ausdnandergefallen   und Vorwähler, Gruppenwähler und   Leitungswähler   sind zu neuer Arbeit bereit. 



   Es sei noch erwähnt, dass die Schlussrelais   sR   dann   überflüssig   werden, wenn alle Schaltapparate in einem einzigen Gebäude untergebracht werden. Das Unterbrechen der Haltestromkreise von TRI und TR2 wird in diesem Falle wie bei 22 durch die Schlussmagnete SM2 und SM3 mitbesorgt werden können. Nur wenn die einzelnen Schaltapparate, wie das bei einem grossen Netze der Fall sein wird, in verschiedenen   Gebäuden untergebracht   sind, wird es notwendig sein, Schlussrelais zu verwenden da sonst durch die zwischen den einzelnen Zentralen verlaufende S1 errleitung sp' ein zu variables Element in die Multipelleitung m (Fig. 5) käme. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung. dadurch gekennzeichnet, dass während des Wahlvorganges die Umschaltung aller mit in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen schrittweise fortbewegten   Schaltarmen   ausgestatteten Wähler (Gruppen- und Leitungswähler) aus der normalen   Durchsprechstellung   in die Arbeitsstellung durch Relais (VR) besorgt wird, welche jeweils durch das Ansprechen des demselben Wähler angehörigen, die Ziffernimpulse   übernehmenden   Relais (aR) betätigt werden.

Claims (1)

  1. 2. Selbsttätige Fernsprech vermittlungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sprechschaltung jener Leitungszweig, in welchem sich das die Zifferaimpulse übernehmende Relais (aR) befindet. im Leitungswähler durch das dem rufenden Teilnehmer zugeordnete Zentralbatterierelais (C'Bi, hei 99) isoliert und damit für den Sprechstromkreis ganz wirkungslos gemacht wird.
    3. Selbsttätige Fernsprech vermittlungseinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass im Leitungswähler die Umschaltung vom Hebemagneten (HM) auf den Drehmagnetell (DM) EMI5.4
    4. Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichent, dass zwischen den beiden vor bzw. nach der letzten Ziffer im Leitungswähler einlangenden b-Impulsen durch ein Relais (LRJ (infolge Öffnung von 95) eine Schaltung vorbereitet wird, die bewirkt, dass das Relais (oR3) erst beim letzten b-Impuls (durch Stromlosmachen von VR3) die Durchsprechstellung herbeiführt. EMI5.5 einrichtung abtrennt, und zwar solange, bis die Schaltarmw@l e in ihre Ruhelage zurückgekehrt ist, um beim Zurückkehren der Schaltarme Störungen in den dabeI zu übergleitenden Kontakten zu vermeiden.
    7. Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, EMI5.6
AT58919D 1910-12-27 1910-12-27 Selbsttätige Fernsprechvermittlungseinrichtung. AT58919B (de)

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