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Die hydrostatische Platte 20 trägt in der Mitte an der Oberseite zwei kurze Hebel 23, welche sich mit ihrem inneren Rand gegen den Fortsatz 22 des Ventilkörpers legen und daher in der Geschlossenstellung des Ventils die Abwärtsbewegung der hydrostatischen Platte verhindern.
Wenn der Fortsatz S mit dem Ventil in die Höhe geht, werden die Hebel 23 freigegeben und die hydrostatische Platte kann sich nach abwärts bewegen. Für den Fall, dass der ganze Zünd- mechanismus verriegelt und somit ungefährlich gemacht werden soll, ist ein Bügel 24 vorgesehen, der an der Oberseite einen Haken trägt und dessen Arme in das Ventilgehäuse eingeschoben werden. Gegen diese Arme lehnen sich zwei federnde Schnapper 25, welche, wenn der Bügel gehoben ist, in die Nut 26 der Hülse 10 einspringen, wodurch letztere verriegelt ist und das Ventil nicht geöffnet werden kann.
Die drei Stossarme bestehen aus je zwei Hülsen 16 und 17, von denen die erstere fix auf den Stiel 15 geschraubt ist, während die Verlängerungshülse 17 auf die feste Hülse 16 geschoben wird.
In Fig. 2 sind die Verlängerungshülsen eingezogen, die Stossarme ragen also nicht über die Mine vor, und diese ist inaktiv. Die Verlängerungshülsen werden in dieser eingezogenen Stellung entgegen der Wirkung der Federn 18 dadurch gehalten, dass die Hülse 17' eines der Stossarme durch einen Salmiakstift 19 gesichert ist und gleichzeitig mittels der'Ansätze 27, die je einen Ansatz 28 der Verlängerungshülsen der beiden anderen Stossarme übergreifen, die letzteren in der eingezogenen Stellung sperrt.
Beim Einziehen der Hülsen 17 muss der Ring 11 durch Vorstecker 29 gesichert werden, die nach dem Spannen und Fixieren der Verlängerungshülsen wieder entfernt werden.
Die ganze Mine wird am Unterseeboot in horizontaler Lage derart untergebracht, dass der mit den Ansätzen 27 versehene Stossarm vertikal oder nahezu vertikal liegt. Die zugehörige Verlängerungshülse 17' ist wie eine Taucherglocke ausgebildet, die Luft bleibt im Innern erhalten und der Satmiakstift 79 kann nicht in Lösung gehen. Überdies ist die vertikale Verlängerungs hülse 17'derart massiv gemacht, dass bei vertikaler Stellung des Stossarmes ihr Eigengewicht
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und wiegt unter Wasser gerade soviel, als der Minenauftrieb beträgt. Es hat somit die Mine samt dem Anker im Wasser kein Gewicht, was für ihre Unterbringung am Unterseeboot wichtig ist.
Nach oben wird der wasserdichte Abschluss des Ankers durch einen Deckel 30 erzielt. der hauptsächlich zu Montierungszwecken dient. In der Mitte des Decks ist ein Ventil 31 angeordnet,
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mit und öffnet das Ventil 31.
Um ein vorzeitiges Öffnen des Ventils 31 zu verhindern, ist noch eine starre Verbindung
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deckel ein Kanal gemacht, welcher zur Aufnahme eines Stiftes 38 dient, welcher mit dem Vorlauf- gewicht h verbunden ist. Das Vorlaufgewicht h wird während des Einschiffens im Gehäuse durch einen Salmiakkeil t festgehalten. Wenn der Stift 38, wie in der Fig. 1 dargestellt, im Kanal liegt. kann der Bügel 33 sich nicht drehen und somit die Mine sich nicht vom Anker entfernen. Erst wenn das Vorlaufgewicht herausfällt, ist die Mine frei.
Eine zweckmässige, im Prinzipe jener des Zündventiis ähnliche Konstruktion für die Ankerventile 31 und 3 : ? ist in Fig. 8 gezeigt. Der Ventilteller 43 wird durch die in eine Hülse J er-
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schiefgefeilte Lappen, welche anglog der Versicherung des Zündventils (Fig. 4, 5, 6) in zwei ent- sprechend gestaltete diametrale Angüsse des Ventilsitzes greifen und durch die Zapfen 47 fest- gehalten werden. Hiedurch ist die ganze Hülse 44 starr mit dem Sitze verbunden, und man kann durch Einschrauben der Pressmutter 4. das Ventil volkommen dicht abschliessen. Die Zapfen 47
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wodurch die Hülse 44 freigegeben wird und das Ventil sich öffnet.
Die Handhabung und Funktion der Mine ist die folgende :
Die Minen werden am Unterseeboot in einem horizontalen Kanal hintereinander gestaut und beim Legen nacheinander aus dem Kanal ausgestossen. Da die Minen unter Wasser kein Gewicht besitzen, so ist das Ausstossen der Minen aus dem Kanal ohne besonderen Kraftaufwand
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sich von dem Anker, öffnet das Ventil 31 und kommt an die Oberfläche, während der Anker sich nach abwärts bewegt. Da nun die Ventile 31 und 32 offen sind, dringt das Wasser in den Anker ein, so dass er an Gewicht zunimmt und schliesslich sein volles Gewicht erreicht.
Wenn das Vorlaufgewicht h den Meeresboden erreicht hat, hört der Zug am Tau 3. auf, die Trommel 0 wird verriegelt und der Anker zieht vermöge seines Gewichtes die Mine um die Länge des Vorlaufgewichtkabels unter Wasser. Die beiden Ventile 31 und 32 bleiben hiebei selbstverständlich offen. Einige Minuten nach dem Legen ist der Salmiakbolzen im Stossarm 17'auf- gelöst, die Verlängerungsstücke 17 schnellen durch die Federwirkung vor und von diesem Moment an ist die Mine aktionsfähig.
Durch das Eigengewicht neigen sich die nur lose aufgeschobenen Verlängerungshülsen 17 und 17'wie in Fig. 4 dargestellt und lehnen sich mit ihrem inneren Ende gegen die Abstufung 42 der festen Hülse 16, so dass sie beim Stoss von aussen nicht mehr zurückgehen können.
Beim Anfahren eines Schiffes werden die Stossarme und damit der Ring 11 gedreht oder verschoben. Hiedurch verlassen die Bolzen 14 ihre Ruhelage und schieben den Einsatz 10 in die Höhe, wodurch die Zapfen 9 aus den zugehörigen Bohrungen treten und die Hülse 5 freigeben. Die Feder 7. 2 schiebt nun die Hülse in die Höhe und öffnet so das Ventil. während gleichzeitig der Fortsatz 22 die hydrostatische Platte 20 freigibt. Das Wasser dringt durch die Durchlochungen in die Hülse 5, durch die Scheibe 6 und durch das geöffnete Ventil zu der hydrostatischen Platte und bewirkt die Abfeuerung der Mine.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Seemine, die insbesondere für die Verlegung von Unterseebooten aus bestimmt ist und durch den hydrostatischen Druck des beim Anfahren eines Schiffes eindringenden Wassers aktiviert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die den Wasserzutritt freigebenden Stossarme erst nach Verlegung der Mine über den Minenumfang vorspringen, so dass die Mine erst nach dem Verlegen aktionsfähig wird.