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Verfahren zur Herstellung von Tintenfässern.
Die Anordnung eines seitlichen Eintauchtrichters bietet zwar verschiedene Vorteile ; derartige Tintenfässer haben sich jedoch trotzdem nicht einbürgern können, weil es nicht möglich war, dieselben ganz aus Glas herzustellen. Bisher wurden Tintenfässer in den Handel gebracht, weiche aus einem vorn offenen Glasbehälter bestehen, in welchem eine Vorderwand mit daran befestigtem Eintaucbtrichter eingepasst wurde. Diese Vorderwand mit Eintauchtrichter besteht aos Hartgummi, welcher einerseits von Tinte angegriffen wurde und andererseits auch eine Reinigung mit heissem Wasser nicht verträgt. Überdies ergab sich bald eine Undichtheit der Vorderwand aus Hartgummi in dem Glasbehälter, so dass leicht Tinte an der Einpassungsstelle ausfliesst und auch ein vollkommenes Reinhalten schwer möglich war.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird die Herstellung von Tintenfässern, die ganz aus Glas bestehen, ermöglicht und ein vollkommenes Dichthalten gewährleistet, wie auch eine gründliche Reinigung ohne Beschädigung des Materiales ermöglicht.
Bei dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung wird nämlich das Tintenfass aus einzelnen Teilen, die besonders durch Pressen, Blasen oder Giessen hergestellt werden, zusammengesetzt. Zweckmässig wird ein Glasbehälter, welcher vorne offen ist, eine entsprechend hineinpassende Vorderwand und der Eintauchtrichter besonders aus Glas hergestellt. Die zu verbindenden Ränder werden mit Glasfluss bestrichen, zusammengelegt und in der Schmelzmuffel mit Asbestmehl mit der Öffnung nach unten verschmolzen. Ha besteht selbstverständlich gegebenenfalls die Möglichkeit, den Glasbehälter selbst aus mehreren Teilen zu bilden, etwa in der Weise, dass die einzelnen Wände besonders hergestellt werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt und Fig. 2 eine Vorderansicht. Der Glasbehälter a wird vorne offen hergestellt ; in die vordere Öffnung passt die Wand b ein, in welche der Eintanchtrichter aus Glas eingefügt wird. Der Eintauchtrichter mündet zweckmässig in einem gewissen Abstande vom Boden in das Tintenfass, so dass sich in dem Trichter kein Schmutz ansammeln und die Feder nicht auf den Boden des Tintenfasses stossen kann.
Im Eintauchtrichter sind unterhalb des tiefsten Punktes der äusseren Öffnung zwei Lucher d und e vorgesehen, wodurch das Eindringen von Luft in das Tintenfass ent- sprechend dem Nachfliessen von Tinte vom Sammelbehälter in den Eintauchtrichter ermöglicht wird. Die le zu verbindenden Ränder, welche mit fund 9 bezeichnet sind, werden mit Glas- fluss bestrichen und in der SchMblzmuffel auf Asoestmehl verschmolzen. Es ist hiebei wesentlich, dass die Fläche, welche die Stossfugen aufweist, auf das Asbestmehl zu liegen kommt, so dass die zu verbindenden Ränder in der Hitze gleichmässig verschmolzen werden können.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung unterscheidet sind grundsätzlich von bereits bekannten Verfahren zur Herstellung von Glashohlkörpern aus einzelnen Teilen, weil man bisher lediglich versucht hat, die einzelnen Teile in der Weise zu vereinigen, dass entweder die Ränder der einzelnen Teile unmittelbar miteinander verschmolzen wurden oder aber die einzelnen Teile in heissem Zustande durch leichten Druck miteinander ver-
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tintenfässern mit seitlichem Eintauchtrichter, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintauchtrichter und der Tintenbehälter selbst als Gan/es oder in mehreren Teilen gesondert aus Glas hergestellt werden, worauf die zu verbindenden Ränder mit Glasfluss bestrichen, zusammengelegt und im Feuer verschmolzen werden.
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