AT54664B - Verfahren zur Herstellung eines beim Trocken nicht pilzenden, Ausblühungen verhindernden Überzuges für Tonwaren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines beim Trocken nicht pilzenden, Ausblühungen verhindernden Überzuges für Tonwaren.

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  Verfahren zur Herstellung eines beim Trocknen nicht pilzenden,   Ausblühungen   verhindernden Überzuges für Tonwaren. 



   Es ist bekannt, zur Verminderung schädlicher Ausblühungen auf Tonwaren die frischen Formlingo mit einem Leimüberzug zu versehen, der im Feuer wegbrennt. Der Leimmasse sind auch bereits verschiedene fäulniswidrige Zusätze, z. B. Säuren, Salze, organische Stoffe, zugegeben worden, um die Bildung von Pilzwucherungen während des Trockenvorganges auszuschliessen. Dieses Ergebnis wurde aber nicht erreicht. Die benutzten Säuren verflüchtigen sich oder gingen Verbindungen ein. Die organischen Desinfektionsmittel verflüchtigen sich gleichfalls während der langen Trockenzeit, die die Tonwaren beanspruchen. 



  Die Metallsalze wirkten aber nachteilig auf die Färbung der Tonwaren, erwiesen sich als unvorteilhaft für den Grossbetrieb und verhinderten doch nicht sicher die Zersetzung des Leims. 



   Die   Übelstände   werden beseitigt, wenn man dem   Leimüberzug   einen harzartigen Charakter gibt und das gelingt nach der Erfindung, wenn die als Beguss dienende   Leimbrühe   mit den Kondonsationsprodukten von Phenolen und Aldehyden versetzt wird. Es wird also beispielsweise nicht ein Gemisch von Formaldehyd und Phenol benutzt, sondern die durch Erhitzen aus beiden bei Gegenwart von Alkali oder einem anderen Kondensationsmittel entstehende künstliche Harzmasse. Diese wird in   dünn-oder dicknlüssigem Zustande   der Leimbrühe   hinzugefügt.   In warmer   Leimlösung   löst sich selbst das dickliche, stark verharzte Kondensationszwischenprodukt noch. 



   Es hat sich als sehr günstig ergeben, wenn das Kondensationsprodukt so zusammengestellt wird, dass es einen geringen Überschuss an   Phenol enthält   ; mit gleichem Erfolg kann man auch, falls das Kondensationsprodukt selbst kein ungebundenes Phenol enthält, dieses gesondert hinzufügen. 



   Die Beständigkeit des Überzuges wird noch   vergrössert,   wenn er sofort in ein Harz übergeführt wird, was nach weiteren Ermittlungen des Erfinders durch Zugabe gewisser Salze gelingt. Ohne diese kann es bei sehr langsamer Trocknung in dumpfigen, ungelüfteten Trockenräumen bisweilen vorkommen, dass der erst nach und nach beim Verdunsten des Wassers sich bildende Deckbelag zum Zersetzen neigt. Infolge der Bildung einer Harzschicht schaden Salze jetzt nicht mehr. Überdies können die Salzmasson ganz gering sein. 



  Bewährt haben sich Sulfate, Bisulfate, Oxalate, daneben auch noch andere Salze der Erdalkalien und der Erden, besonders des Bariums, Magnesiums, Zinks, z. B. Bariumchlorid,
Bariumnitrat, Bariumkarbonat, Magnesiumchlorid, Zinkfluat. 



   Einige Salze wirkon so schnell verharzen, dass sich bald nach dem Zusammen- 
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 und schwache Säuren, z. B. Oxalsäure. In dem Falle arbeitet man zweckmässig so, dass zuerst auf die Ziegel ein Beguss mit einem Gemenge von   Leimlösung und Phssnol-Aldohyd-   Kondensationsprodukt aufgebracht und darüber eine zweite Lösung eines der genannten Salze oder verdünnter Säure gegeben wird. Die Wechselwirkung der beiden Flüssigkeiten veranlasst die Entstehung einer gleichmässigen Harzhaut auf dem Ziegel, während das über-   schüssige   Wasser noch vorhanden ist. 



   An Stelle des Leimes oder neben ihm können bei der neuen   Begussmasse   auch andere organische Kolloide, wie Stärke, Mehl, Gummi, genommen werden. 



   Durch das neue Verfahren ist es nicht nur möglich, Pilzwncherungen vollständig zu verhindern, sondern es entsteht gleichzeitig durch die Bildung der künstlichen Harzmasse 

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 ein glänzende Überzug, der sich nicht zusammenzieht und fester ist als die aus jeglichen anderen bisher benutzten Mischungen erzielten   Schutzhäute.   Er widersteht vor allem einer   höheren Hitze und wird durch saure, feuchte : Schmauchdämpfo nicht beeinträchtigt. Die gefürchteten aber oft nicht zu vermeidenden Kondensationen im Brennofen schädigen somit   nicht und gerade diesen gegenüber bewährte sich keine der bekannten Überzugsmassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines beim Trocknen nicht pitzenden, Ausblühungen verhindernden Überzuges auf Tonwaren, dadurch gekennzeichnet, dass Leimlösung mit dem fliissigen Kondensationsprodukt von Phenolen und Aldehyden vermengt wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimmasse ausser mit dem Kondensationsprodukt noch mit geringen Mengen Phenol vermengt wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein überschüssiges Phenol enthaltendes Kondensationsprodukt mit der Leimlösung vermengt wird.
    4. Ausführungsform des Verfahren8. nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimlösung ausser mit dem Kondensationsprodukt von Phenolen und Aldehyden noch mit Sulfaten, Oxalaten und anderen Salzen der Erdalkalien und Erden versetzt wird.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass zunächst ein Beguss aus dem Gemisch von Leimlösung mit Kondensation- produkt und auf diesen ein zweiter mit einer verdünnten Lösung eines der Salze oder einer schwachen Säure aufgebracht wird.
    6. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass an Stelle des Leimes oder gleichzeitig mit diesem ein anderer kolloidaler organischer Körper zur Bereitung der Begussmasse verwendet wird.
AT54664D 1911-01-19 1911-01-19 Verfahren zur Herstellung eines beim Trocken nicht pilzenden, Ausblühungen verhindernden Überzuges für Tonwaren. AT54664B (de)

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