<Desc/Clms Page number 1>
Maschine zum Ziehen von Gräben.
Die Erfindung betrifft Einrichtungen an einer Maschine zum Ziehen von Gräben in der Erde, die nach bekannter Art ein den Erdboden durchfurchendes Ausheberad aufweist, das an einem fahrbaren Rahmen angeordnet ist.
Erfindungsgemäss sind die Schare an den Bechern des Ausheberades auswechselbar und eventuell um horizontale Zapfen drehbar angeordnet und kann deren Schneidwinkel entsprechend der Beschaffenheit des Bodens geändert werden. Die zu beiden Seiten des Ausheberades angeordneten Messer sind gekrümmt, verlaufen nicht radial und können in der Fahrtrichtung verstellt werden. Das Ausheberad kann am fahrbaren Rahmen geneigt eingestellt werden, so dass auch beim Arbeiten in geneigtem Terrain die Achse des Arbeitsrades wagerecht bleibt. Die Böden der zum Herausfördern des gelockerten Erdreiches dienenden Becher sind bei grösserer Umdrehungszahl des Ausheberrades drehbar in Scharnieren befestigt und können deren Seitenwände, als auch die Randteils derselben verschwenkt werden.
Hinter dam Ausheberad ist eine Schar zum Ebnen des Bodens der Grabensohle vorgesehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Maschine nach der vorliegenden Erfindung ist in den Zeichnungen
EMI1.1
geneigter Messer am äusseren Messerring: die Fig 14, 15 und 16 zeigen verschiedene Befestigungs- arten der Schare ; Fig. 17 zeigt schematisch die Einrichtung zum Verdrehen der Schare : die Fig. 18 und 19 zeigen schematisch die Einrichtung zur Ablagerung des ausgehobenen Materials an einer beiden Seiten des Ausheberades ; die Fig. 20 und 21 zeigen schematisch die Lagerung und einen Querschnitt des Förderbeehers ; Fig. 22a und 22b zeigen Achsialschnitt und An-
EMI1.2
Maschine, in drei Ansichten ; die Fig. 24, 25, 26 veranschaulichen die Stellung der Maschine bei der Arbeit im ebenen und geneigten Terrain.
Fig. 27 zeigt schematisch die Einrichtung zum
EMI1.3
beim Ziehen der Furche in einem Arbeitsvorgange die obere Erdbodenschieht von der unteren gesondert wird.
An jeder Seite des Ausheberades (Fig. 2 a, 2 b) sind zwei Ringe B und D, (bzw. D.,) zur
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Die Schare sind am Rade auswechselbar angeordnet und kann durch ihre Verdrehung der Schneidwinkel geändert werden. Die Schare sind durch Schrauben an den Profileisen G befestigt, an welche der Teil Q zum Unterstützen der Schare vorgesehen ist (Fig. 14). Zum raschen Auswechseln der einzelnen Scharsätze sind die Schare mittels schwalbenschwanzförmiger Nuten auf Schlitten an der Unterstützung Q befestigt und mittels Schrauben, eines Keiles oder eines Stiftes festgehalten, damit sie nicht herausgleiten können (Fig. 16).
Um die Schare nicht auswechseln zu müssen, kann man auch eine einzige Sorte von Scharen, die für ein bestimmtes Verhältnis der Geschwindigkeiten und für die normale Tiefe der Gräben hergestellt sind, verwenden ; ihre Verdrehung (und die hiedurch bedingte Änderung des Schneid- \unkels) geschieht beispielsweise durch Stellschrauben oder durch einen Satz von Unterlagsplatten T (Fig. 15), die zwischen die Schare R und die Unterstützung Q eingelegt werden, wobei das Schar R um den Zapfen U drehbar ist. Die Schare werden durch die Unterlagen T nicht nur in die gewünschte Stellung eingestellt, sondern in dieser auch gehörig unterstützt. Die Schare können auch durch Hebel geneigt werden, die um Zapfen C drehbar sind und in den gewünschten Lagen durch Zugstangen Vt gehalten werden (Fig. 17).
Die Zugstangen Vt sind mittels Gelenke am Kranze K1 befestigt, der in einer ringförmigen Nut, die sich am Ring B befindet, geführt ist.
Durch Verdrehen des Kranzes Ei in der Nut verschwenken die Zugstangen Vt gleichzeitig die Schare ; der Kranz ist in seiner jeweiligen Lage feststellbar.
Die Schneiden der Schare können in ihrer Richtung die Achse der Welle A kreuzen, damit nicht die ganze Schneide auf einmal zum Schnitt gelange, wodurch das Schneiden ruhiger vor sich geht. Die Sohle des Grabens ist mehr oder minder höckerig ; diese Grate kann man leicht ebnen, entweder durch eine hinter dem Ausheberad angeordnete hohle Gusseisenwalze Cv, oder sie werden durch ein in seiner Höhe verstellbares Messer N mit horizontaler Schneide, das zwischen Ausheberad und Walze vorgesehen ist, abgeschnitten, worauf dann die aufgelockerte Erde mit einer ebenfalls in ihrer Höhe verstellbaren Walze festgedrückt wird (Fig. 27).
Um die Widerstande beim Ausheben eines Grabens zu verringern, sind am vorderen Teil des Wagens (Fig. 23 c) zwei Messer NI, N 2 befestigt, die um Grabenbreite voneinander entfernt und verstellbar sind und den Boden bis auf eine bestimmte Tiefe vorschneiden.
Wie bereits erwähnt, sind zu beiden Seiten des Ausheberades gekrümmte Messer s, Sl/1... bzw. j/, s... befestigt. Soll der Graben bzw. die Furche mit auf der Sohle senkrecht stehenden
Wänden hergestellt werden, also in einem Boden, bei welchem das Nachfallen der Erde nicht zu befürchten ist, so sind die Messer in zur Achse der Welle A (Fig. 2 a, 2b) senkrechten Ebenen angeordnet, die voneinander um die Breite des Grabens abstehen. Die Messer durchschneiden die Wurzeln, schneiden die Seitenwände entlang und ebnen dieselben, wobei das schädliche
Reissen der Schare an den Seitenwänden vermieden wird.
Um Gräben mit schrägen oder mit schrägen und senkrechten Seitenwänden herzustellen
EMI2.2
Achse mit jener der Welle A übereinstimmt (Fig. 2c). Zu diesem Behufe werden zwischen dem Ring D, und den Messern s keilförmige Unterlagen Vp (Fig. 12) eingelegt. Ist es vorteilhafter, die Maschine bloss für Profile mit geneigten Seitenwänden einzurichten, so wird auf dem Ring B
EMI2.3
sprechen (Fig. 13). Ist die bearbeitete Fläche auf dem Ring B eben, so können die Seitenmesser am oberen Befestigungsteil U abgebogen sein (Fig. 7), damit für ein bestimmtes Profil nicht die keilförmigen Unterlagen benützt werden müssen.
Für die verschiedenen Profile sind Sätze von Messern vorgesehen, die besondere Bezeichnungen tragen, die dem zugehörigen Profile entsprechen. Die Messer sind entweder gerade oder gekrümmt (Fig.'.) a). Die Kurve, die die Krümmung der Schneide des Messers bestimmt, hängt ab von der
Tiefe des Grabens, von der Zahl der Umdrehungen der Welle A und der Vorwärtsbewegung der Maschine. Die Verwendung radial gestellter Messer ist nicht vorteilhaft, da dadurch starke Stösse entstehen, da die Schneiden bei ihrem Eintritte in den Boden gleich mit ihrer ganzen Länge eingreifen. Abgesehen von den Stössen sind die Messer auch ungünstig beansprucht.
Der Ring B ist mit einem Anguss ausgestattet (Fig. 5,6, 7), auf dessen Fläche die Messer nut Schrauben befestigt, werden, deren Könfe in den Löchern des Ringes B sich befinden. Für jedes Messer befinden sich im Ring B mehrere Löcher (Fig. 21\), um die Messer in der Fahrt- ri htun : in verschiedenen Lagen, der Bodenbeschaffenheit entsprechend, verstellbar und fest-
<Desc/Clms Page number 3>
stellbar anordnen zu können ; zum selben Zweck sind auch die Ringe D1 und D mit einer grösseren Anzahl von Löchern für die Schrauben versehen.
Soll das Messer sil (Fig. 2 a) in die Lage 810 versetzt werden, so werden die Schrauben, die das Messer an dem Kranz Z und an dem Ring B befestigen, entfernt ; nun verdreht man das Messer ni um die gelockerte Schraube an der Stelle EI (am Teil Q) in die Lage 810 und befestigt das Messer wieder mit denselben Schrauben ; die Messer der anderen Seite des Ausheberades werden um die Schraube an der Stelle E2 verdreht und befestigt. Die Länge dieser Messer ist begrenzt, damit die Messer nicht an die Fläche V zum Ableiten des Materiales anstossen (Fig. 3b).
Die Messer sind, wie bereits erwähnt, am äussersten Teil bei EI bzw. Ea an der Unter- stützung Q mittels Schrauben befestigt. Die Messer endigen entweder auf der Unterstützung Q bei EI bzw. Es, oder aber sie gehen noch weiter, was vorteilhafter ist, damit die Schare an den Seiten den Erdboden nicht reissen (Fig. 22b, SI/I).
Der Querschnitt des Messers ist ein rechtwinkeliges Dreieck, dessen längere Kathete an der Wand der Furche anliegt (Fig. 9), damit diese glatt abgeschnitten wird, oder aber die Hypotenuse bildet einen Bogen (Fig. 10).
Die Becher (K, L, J) schütten, bevor sie ihre höchste Stellung erreichen, das aufgenommene Erdreich auf die schräge Fläche V. Da es bei grossen Umfangsgeschwindigkeiten geschehen könnte, dass das ganze Material aus den Bechern von selbst nicht herausfällt, so wird dieses Entleeren der Becher durch eine Einrichtung unterstützt, durch welche das ausgehobene Material in einer bestimmten Stellung aus den Bechern herausgeworfen wird. Zu diesem Behufe ist der schaufel- artige Boden J jedes Bechers zwischen den Seitenblechen K, L gelenkig angeordnet und bildet mit dem Arm M (Fig. 20, 3a) einen zweiarmigen Hebel, der um zwei seitliche Zapfen , J drehbar ist. Ein Rahmen, in welchem der Boden J einfällt, gestattet ein Ausschwingen desselben bloss in einer Richtung vom Rahmen weg, wie dies durch den Pfeil angedeutet wird (Fig. 3 a).
Am Arme M wirkt ein Gewicht oder eine Feder P, die den Becherboden J am Rahmen festhält.
Vor der schrägen Ableitfläche V befindet sich ein Anschlag H, gegen welchen der Arm M stösst ; der schaufelartig Boden J wird verschwenkt und schüttet dabei das Erdreich auf die schräge
Fläche V, während hinter dem Anschlag die Feder P den Arm M und damit den Boden J wieder in die ursprüngliche Lage zurückführt. Der Anschlag H ist an der schrägen Fläche V oder an einer geeigneten Stelle am Rahmen der Maschine vorgesehen.
EMI3.1
bloss auf eine Seite der Maschine herausfällt (Fig. 19 und 22 a) oder aber es werden zwei Flächen Vi, V (Fig. 18) angeordnet, so dass das Erdreich auf beide Seiten des Grabens fällt.
Da es vorzukommen pflegt, dass das Erdreich auch vor die Schare auf die Stelle L (Fig. 3 a) aufdas Terrain herausfällt, so sind am Rahmen der Maschine zwei zueinander geneigte Flächen Z1, Z2 (Fig. 23 c) angeordnet, die das hinüberfallende Erdreich von der Furche seitlich wegstreichen, so dass es nicht in die Furche fallen kann. Die Seitenwände K, L der Becher können geneigt oder senkrecht zur Ebene des Bodens eingestellt werden, in dem man die Seitenbleche K und L (Fig. 4) voneinander entfernt und in dieser Stellung fixiert. Die in der Fig. 21 (Grundriss) mit A, B und
EMI3.2
bleches A', C1'.B1' die Lage A',C1'B2'. Die Bleche befinden sich auf der äusseren Seite der Ringed und D2. damit man sie in ihrer Neigung verstellen kann.
Der Becherboden J ändert weder seine Lage noch Gestalt, da er am bogenförmigen Rahmen in der Richtung A, X (Fig. 4) anliegt.
Das Ausheberad mit den Bechern zum Herausfördern des Materials ruht auf dem Rahmen
EMI3.3
Vor dem Beginne der Arbeit ist das Ausheberad in angehobener Stellung (K, Fig. 23 a), so dal3 die Maschine auch auf Strassen und Wegen fahren kann. Dort, wo der Graben beginnen soll, wird die Maschine aufgestellt und das Ausheberad in Umdrehung versetzt, wobei der Wagen noch stillsteht. Nachher senkt man das Ausheberad derart, dass die Schare und Messer in den Erdboden eingreifen. Die Messer beschneiden die Wände des Grabens und die Schare den dazwischen befindlichen Boden. Das gelockerte Erdreich wird von den Bechern erfasst, hinaufgefördert und über die schräge Fläche V hinweg seitlich abgelegt ; gleichzeitig wird das Ausheberad auf die gewünschte Tiefe gesenkt. Das Einstellen der Schare und Messer entsprechend der Bodenbeschaffenheit und der Form des Profiles erfolgt von dem Senken des Ausheberades in die gewünschte Tiefe.
Hat man die erforderliche Tiefe erreicht, so beginnt man mit dem Wagen in der Richtung
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
Rädern Fl'F2 auf der einen Seite des Wagens (Fig. 23 c) geändert. Ist es notwendig, dass das obere Erdreich mit dem unteren nicht vermischt werde, so kann man bei der Hinfahrt das Erdreich auf die eine Seite der Furche ablegen, wobei das Ausheberad bis zur Tiefe der oberen Erdschichte in den Boden eingreift ; bei der Rückfahrt wird dann das Ausheberad noch tiefer herabgesenkt, wie dies eben die herzustellende Furche bzw. der Graben erfordert, wobei nun das Erdreich auf die andere Seite der Furche abgeleitet wird.
Ist es erwünscht, dass bei einmaliger Fahrt der Graben in seiner ganzen Tiefe ausgehoben wird und überdies die obere Erdschichte von der unteren gesondert werde, so werden zwei Ausheberäder hintereinander auf demselben Wagen angeordnet. Das erste Rad G1 hebt den Graben bis zur Tiefe H1 (Fig. 28) aus, wobei das obere Erdreich über die schräge Fläche Fg auf die eine Seite abgeleitet wird ; das zweide Rad G2 hebt den Graben bis zur
EMI4.2
PATENT-ANSPRüCHE :
1. Maschine zum Ziehen von Gräben mit einem Ausheberad, dadurch gekennzeichnet. dass am Umfang des Rades vor jedem Becher ein auswechselbares, eventuell um horizontale
EMI4.3
werden kann.
2. Maschine zum Ziehen von Gräben mit einem Ausheberad, das an seinen beiden Seiten
EMI4.4
der gelenkig angeordnete Boden (J) der Becher beim Vorüberdreheu an einem Anschlag (II) verschwenkt wird, seinen Inhalt entleert und durch ein geeignetes Mittel (P) in die Ursprungslage zurückgeführt wird.
5. Maschine zum Ziehen von Gräben mit einem Ausheberad, dadurch gekennzeichnet.
EMI4.5
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.