AT54061B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von seidenähnlichen Fäden aus vegetabilischen Fasern aller Art. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von seidenähnlichen Fäden aus vegetabilischen Fasern aller Art.

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AT54061B
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Austria
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vegetable fibers
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Inventor
Jean Marie Joseph Debourg
Original Assignee
Jean Marie Joseph Debourg
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von seidenähnlichen Fäden aus vegetabilischen
Fasern aller Art. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Umwandlung von   vegetabilisehen Fasern,   wie z. B. Flachs, Hanf,   Ramie-oder Nesselfasern usw.   in seidenähnliche Fäden. 



   Die vegetabilischen Materialien, welche sich je nach ihrer Natur im Zustand von Strähnen, Flechten, oder in einem anderen Zustand befinden, werden zuerst in einen später beschriebenen Autoklavapparat gebracht, dann unter Anwendung von zwei aufeinanderfolgenden Bädern erhitzt und   gewaschen.   



   Hierauf werden sie gekratzt, gekämmt, gesponnen   usw., je   nach der Verwendung, welche sie   fill     sollen.   



   Die Zeichnung zeigt die Anordnung des   Autoklavappê1Tates,   welcher zum Kochen der Materialien bestimmt ist ; es bezeichnet a einen zylindrischen Kessel, der mit einem Scharnierdeckel b dicht abgeschlossen und durch Scharnierbolzen c festgehalten wird. In einem Durchgänge 
 EMI1.1 
 den Hahn g zugelassenen Dampf das Austreten in die   Badflüssigkeit,   mit welcher die Stoffe   behandlt werden, gestatten   und sie auf die gewünschte Temperatur erwärmen. 



   Der   Apparat   wird durch einen Ablasshahn h, ein Manometer i, einen   Wasserst-andszeiger. /     und   je nach Bedrf durch ein oder mehrere Sicherheitventile k vervollständigt. 



   Die Art und Weise, das Verfahren durchzuführen, ist die folgende :
In die Siebbehälter e werden einzeln die zu behandelnden Stoffe gebracht, wobei jedoch darauf geachtet werden muss, dass die Siebbehiilter nicht ganz vollgefülk werden, um das Auf- 
 EMI1.2 
 Dann werden die Siebbehälter in dem   Gestell übereinandergesetzt und daa Ganze   in den Kessel gebracht. 



   Hierauf bringt man in den Autoklavapparat das erste Bad, welches aus einer Lösung von 
 EMI1.3 
 



   Man   iässt   hierauf das erste Bad ab und ersetzt es durch ein anderes, welches in 1000 l Wasser folgende Bestandteile enthält : 
 EMI1.4 
 
<tb> 
<tb> Gelöschter <SEP> Kalk............... <SEP> 108 <SEP> kg
<tb> Natriumbisulfit <SEP> .............. <SEP> 5 <SEP> # <SEP> 250 <SEP> g
<tb> Ammonium & ilz....... <SEP> 5 <SEP> , <SEP> 500.,
<tb> Natriumsuperoxyd <SEP> 0 <SEP> # <SEP> 560 <SEP> #
<tb> MagLesiumsulz..... <SEP> 5., <SEP> 750..
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    Nachdem der Autoklavapparat wieder geschlossen wurde, wird neuerdings während ungefähr zwei Stunden erwärmt und hierauf das Bad entleert und durch warmes Wasser von ungefähr 30  C zur ersten Abspülung ersetzt. 



  Hierauf werden die gekochten und veränderten Materialien herausgenommen und in ein Gefäss mit ungefähr 1% Salzsäure enthaltendem Wasser gelegt. Es wird nun während 15 bis 20 Minuten lebhaft gerührt, worauf ein endgiltiges Auswaschen mit gewöhnlichem frischen Wasser erfolgt. 



  Die so behandelten Materialien können dann alle Operationen des Kratzens, Kämmens, Spinnens, Färbens usw. durchmachen, welche ihrer Natur oder der Verwendung nach, zu welcher sie bestimmt sind, sich als notwendig erweisen. Diejenigen, welche helle Farben erhalten sollen, können vorher einem Bleichprozess unterzogen werden. 



  Die Reinheit und der Glanz der Fäden, welche durch diese Behandlung matt geworden sein sollten, kann ihnen durch eine geeignete Appretur wiedergegeben werden. 



  Es ist klar, dass die angegebenen Verhältniszahlen in gewissen Grenzen verändert werden können, je nach der Beschanenheit der behandelten Stoffe und dass auch die Bestandteile selbst durch gleichwertige ersetzt werden können, deren chemische Zusammensetzung sich mit den beha, ndelten Stoffen verträgt. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von seidenähnlichen Fäden aus vegetabilischen Fasern aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Materialien zunächst durch ungefähr zwei Stunden bei einer Temperatur von 120 bis 1300 C und einem Druck von 2 bis 3 Atmosphären in einem Bad erhitzt werden, welches aus einer Lösung von Natriumkarbonat in Wasser im ungefähren Gewichtsverhältnis von 5 bis 6 : 1000 besteht, worauf dieses Bad durch ein zweites   
 EMI2.1 
 Abspülung mit kaltem Wasser folgen, nach welcher die gewöhnliche Weiterbehandlung der Fäden durch Kratzen, Kämmen. Spinnen usw. erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des in Anspruch 1 angegebenen Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Autoklavapparat ein Gestell mit grossen Durchlässen sich befindet, in weichen Siebbehäiter mit zentralcr Bohrung, die das zu behandelnde Material aufnehmen, ubereinander eingesetzt sind, während um das Gestell herum eine gelöcherte Dampfschlange führt, welche m einem vertikalen, durch die Bohrungen der Siebe führenden Rohr endigt.
AT54061D 1910-05-19 1911-05-13 Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von seidenähnlichen Fäden aus vegetabilischen Fasern aller Art. AT54061B (de)

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