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Verfahren zur Ummantelung von Treibscheibe und zur Spannungserzeugung bei Treibbändern von Metallbandgetrieben.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Ummantelung von Treibscheibe, die zur Kraftübertragung mittels metallener Treibbänder dienen. Diese Ummantelung wird beim Verfahren nach der Erfindung zugleich dazu benutzt, die erforderliche verhältnismässig hohe Spannung der kraftübertragenden Metallbänder zu erzeugen. Es ist im allgemeinen mit Schwierigkeiten verknüpft, das Metallband unter der zum Betriebe erforderlichen Spannung auf die Treibscheibe aufzubringen. Nach der Erfindung wird nun ein bandförmiger Belag, nachdem das metallene Treibband vorher aufgelegt ist, unter Drehung der Treibscheibe allmählich zwischen diese und das metallene Treibband eingewalzt, wodurch das Band allmählich die erforderliche Spannung erhält.
Als Belag ist hiebei insbesondere Kork geeignet, der streifen-oder stückweise auf Leinwandbändern oder ähnlichen Bändern befestigt ist ; ein solcher Korkbelag hat einerseits einen hohen Reibungskoeffizienten und kann andererseits gut mit der Scheibe verbunden werden. Der Belag kann entweder in einer einzigen genügend starken Schicht oder in mehreren Schichten übereinander auf die Scheibe aufgebracht werden.
Das Verfahren wird folgendermassen ausgeführt : Das Metallband wird auf die unbelegten Scheiben aufgelegt, und wenn es nicht endlos ist, geschlossen, so dass es die Scheiben mit mässiger Spannung umgibt. Die Aufbringung des Treibbandes in diesem Zustande ist wesentlich einfacher als wenn es, wie es ohne die Erfindung notwendig wäre, unter voller Spannung aufgebracht werden müsste. Nunmehr wird die Scheibe, die belegt werden soll, in langsame Umdrehung versetzt, wobei sie mit Klebstoff zum Festhalten des Belages versehen wird. Sodann wird das Ende des Belagbandes zwischen Scheibe und Metallband eingeführt, das nun von selbst weiter mitgenommen wird.
Sobald das Belagband in der erforderlichen Stärke um ein Stück zwischen Scheibe und metallene Treib- band hineingetreten ist, erhält das Treibband hiedurch allmählich grössere Spannung und presst im weiteren Verlaufe die sich weiter auf die Scheibe aufwickelnde Belagschicht fest gegen die Scheibe, so dass sie aufgeklebt wird. Die Enden des einfach herumgeschlungenen
Belagbandes können hiebei von selbst auf eine gemeinsame Kralle od. dgl. aufgedrückt werden, so dass der Belag in sich geschlossen wird.
Wenn man als Belag eine mehrfache Schicht dünnen Materials verwendet, so kann das angegebene Verfahren dazu dienen, die Spannung des Metallbandes allmählich zu regulieren, ohne dass man wie bei einer einfachen Belagschicht genötigt wäre, von vorne- herein mit Rücksicht auf die gewünschte Spannung die Stärke des Belagbandes zu berechnen. Man führt in diesem Falle in ähnlicher Weise, wie oben angegeben, das dünne Belagband, das mit Klebstoff versehen wird, zwischen Scheibe und Metallband derart ein, dass es sich allmählich aufwickelt und der Belag stärker wird, bis die gewünschte Spannung des Metallbandes vorhanden ist, worauf das Belagband abgeschnitten wird.
Für dieses Ver- fahren eignet sich besonders gut ein Belag der oben beschriebenen Art aus Korkstreifen oder-stücken, die auf Leinwand oder ähnlichem schmiegsamen Stoff befestigt sind und so in beliebig langen Bändern verarbeitet werden können. Jedoch ist für das Verfahren zur
Erzeugung der Spannung auch Leinwand oder Papier allein geeignet.
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Das Verfahren findet eine wichtige Anwendung für einen Bandtrieb mit mehrfachen nebeneinander liegenden Bändern, wobei unter jedes Einzelband besondere Beiagstreifen eingewalzt werden und dadurch die Spannung der einzelnen Bänder unabhängig voneinander reguliert werden kann. Das Verfahren'eignet sich auch zur nachträglichen Regulierung schon im Betriebe befindlicher Bänder, die infolge Abnützung oder aus anderen Gründen nicht mehr sicher durchziehen.
Zur Befestigung des Belages auf der Scheibe kann statt des Klebstoffes die Scheibe mit Metallspitzen od. dgl. versehen sein. Auch können ausser dem Klebstoff noch überdies Metallspitzen zum angeführten Zwecke angeordnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Ummantelung von Treibscheibe und zur Spannungserzeugung bei Treibbändern von Metaflbandgetrieben, dadurch gekennzeichnet, dass ein bandförmiger Belag, nachdem das metallene Treibband vorher aufgelegt ist, unter Drehung der Scheibe allmählich zwischen metallenem Treibband und Scheibe eingewalzt wird, wodurch das Band die volle erforderliche Spannung erhält.